Spielberichte

Michael Platzer (Obmann-Stv. SV Scharnstein): „Wir waren spielstärker – Remis ist gerecht“

SV Scharnstein
SV Gmunden Juniors

Ein munteres Remis in der 1. Klasse Süd: Der SV Wolf System Scharnstein und die SV Gmunden Juniors trennten sich 1:1. Die Gäste führten früh durch Florian Laska, ehe Patrick Spitzbart spät ausglich. Aus Sicht von Scharnsteins Obmann-Stellvertreter Michael Platzer war sein Team „über das gesamte Spiel hinweg spielstärker“, trotzdem nennt er das Unentschieden „durchaus gerecht“. Nach dem Rückstand übernahm Scharnstein mehr und mehr das Kommando und hatte die Partie im Griff – belohnt wurde das aber erst in der Schlussphase.

Ball der auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Dämpfer, dann übernahm Scharnstein das Ruder

Die Partie begann denkbar ungünstig für die Heimischen. Schon nach fünf Minuten lagen sie 0:1 zurück: Florian Laska nutzte einen Abwehrfehler und brachte die Gmundner früh in Front. Michael Platzer beschrieb den Start so: „Gmunden startete stark und erzielte nach rund vier Minuten das 1:0 – leider nach einem Abwehrfehler von uns.“ Aus dieser Situation befreite sich Scharnstein jedoch zusehends. „Anschließend beherrschte Scharnstein immer mehr das Spiel gegen eine technisch sehr starke Mannschaft“, so Platzer. Chancen waren da, der Ausgleich ließ aber bis zur Pause auf sich warten. Trotz klarerer Spielanteile der Heimelf stand zur Halbzeit weiter ein 0:1 auf der Tafel – ein Zwischenstand, der den Verlauf nur bedingt abbildete.

Spitzbarts Strahl bringt den verdienten Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel blieb Scharnstein am Drücker und wurde in der Schlussphase endlich belohnt: In der 82. Minute fasste sich Patrick Spitzbart ein Herz und traf mit einem satten Weitschuss zum 1:1. Platzer war des Lobes voll: „Der Ausgleich fiel in der zweiten Halbzeit durch einen schönen Weitschuss von Patrick Spitzbart – fast unhaltbar.“ Beide Seiten fanden danach noch Möglichkeiten, doch „insgesamt waren die Chancen nicht wirklich zwingend“, ordnete er ein. Diskussionsstoff gab es dennoch: „Es gab ein bis zwei Szenen im Strafraum – mögliches Handspiel beziehungsweise ein mögliches Foul an Kevin Lurger –, der Schiedsrichter hat aber weiterspielen lassen.“ Am Ende blieb es beim Remis, das niemandem mehr zu nehmen war.

„Läuferisch und kämpferisch top“ – aber der letzte Pass fehlte

In seiner Analyse sah Platzer einen starken Auftritt seiner Elf nach holprigem Beginn. „Gerade zu Beginn hatten wir Probleme, ins Spiel zu kommen. Danach hatten wir das Spiel immer besser in der Hand – läuferisch wie kämpferisch“, sagte er. Was fehlte, um drei Punkte einzusacken? „Der letzte Pass, die Genauigkeit in Flanken – da passierten im Abspiel einige Fehler. Dadurch waren die wirklich zwingenden Torchancen am Ende zu wenig.“ Ein Sonderlob ging an das Zentrum: „Bester Spieler war für mich Christoph Moser. Er war im Zentrum der Motor und der Antrieb.“ Auch den Gegner ordnete er ein: „Gmunden ist eine junge, technisch sehr versierte Mannschaft mit starker Ballgenauigkeit.“ Spürbar: viel Respekt, aber auch Zufriedenheit mit der eigenen Leistung.

Fairer Punkt und Blick nach vorne

Unterm Strich stand ein 1:1, das für Platzer in Ordnung geht. „Grundsätzlich muss man sagen, dass das Unentschieden gerecht ist. Wir waren über das gesamte Spiel hinweg spielstärker und hätten mit der einen oder anderen Chance den Siegtreffer erzielen können.“ Die Gäste wirkten mit dem Punkt am Ende zufrieden, „gingen eher auf Ballbesitz und suchten nicht mehr mit letzter Konsequenz den Siegestreffer“.

In der Tabelle untermauern die SV Gmunden Juniors mit Rang drei und 35 Punkten ihre gute Saison, Scharnstein bleibt mit 30 Zählern als Sechster im oberen Mittelfeld. Für die Almtaler bleibt die Lehre klar: Hinten weiter stabil, vorne die letzte Präzision schärfen – dann reicht es bald wieder für drei Punkte.

1. Klasse Süd: Scharnstein : SV Gmunden Juniors - 1:1 (0:1)

  • 82
    Patrick Spitzbart 1:1
  • 5
    Florian Laska 0:1