Der UFC Attergau hat in der 1. Klasse Süd das Heimspiel gegen Union Raiffeisen Zell am Moos mit 4:1 gewonnen und seine Tabellenführung untermauert. Für Attergau trafen Julian Renner und dreimal Johannes Hemetsberger, den Gäste-Treffer erzielte Viktor Kocic. Trainer Andreas Staudinger sprach von einem richtungsweisenden frühen Save von Goalie Leon Schmid und lobte die Aggressivität seiner Mannschaft: "Wir waren von Anfang an griffig in der Partie drinnen."

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Attergau war vom Anpfiff weg sofort da, suchte die Zweikämpfe und ließ die Gäste nicht zur Ruhe kommen. Trotzdem hatte Zell am Moos früh die erste große Möglichkeit – nach einem Abwehrfehler der Heimischen. Torhüter Leon Schmid war zur Stelle und entschärfte die Szene. Für Andreas Staudinger war das ein Schlüssel: "Beim Stand von 0:0 die Topchance – Leon Schmid hat sie gehalten. Das war richtungsweisend." Kurz darauf fiel die Führung: In Minute 15 netzte Julian Renner ein, nachdem Simon Sagerer den Ball nach einer Flanke klug abgelegt hatte. "Der Jules hat ihn in Stürmermanier verwertet", so Staudinger. Attergau blieb dran und stellte noch vor der Pause auf 2:0 (27.). Der Treffer fiel nach einer Standardsituation, und der Trainer ordnete ihn so ein: "Beim 2:0 hätten viele Schiedsrichter wohl ein Foul am Tormann gepfiffen, der Unparteiische hat weiterlaufen lassen – so ist das 2:0 entstanden." Mit diesem 2:0 ging es in die Kabinen – verdient aus Sicht der Heimischen, weil sie das Spiel bis dahin gut im Griff hatten.
Nach dem Spiel hob Andreas Staudinger vor allem die Haltung seiner Mannschaft hervor. "Besonders gut funktioniert hat heute die Aggressivität von der ersten Minute weg. Wir waren das ganze Spiel über super in der Partie", sagte der Coach. Er betonte auch die Disziplin: "Wir waren sehr zielstrebig und haben die Vorgaben taktisch perfekt eingehalten." Gleichzeitig blieb sein Blick auf den Gegner respektvoll. "Zell am Moos war jederzeit gefährlich. Die haben schnelle Spieler auf den Seiten, da kann immer etwas passieren. Wir hatten sie gut im Griff, aber sie haben trotzdem gut gespielt." Diese Mischung aus giftigem Anlaufen, klarer Ordnung und dem Wissen um die Qualität des Gegners zeichnete den Auftritt der Attergauer aus. Hinten gab es dank des frühen Schmid-Saves und konsequenter Arbeit wenig anzubrennen, vorne nutzte das Heimteam seine Chancen eiskalt – ein Muster, das sich bereits in Halbzeit eins gezeigt hatte und Attergau die Kontrolle gab.
Nach der Pause ließ Attergau laut Staudinger kurz etwas nach. "Vielleicht haben wir zu Beginn der zweiten Halbzeit 20 Minuten ein bisschen nachgelassen", gab er offen zu. Genau in diese Phase hinein setzten die Hausherren dann aber das nächste Ausrufezeichen: In Minute 65 schraubte Johannes Hemetsberger mit seinem zweiten Tor des Tages auf 3:0. Zell am Moos blieb dran und kam durch Viktor Kocic in der 78. Minute zum 3:1-Anschluss, doch Attergau hatte die passende Antwort parat. Wieder Hemetsberger traf in Minute 86 zum 4:1-Endstand – sein dritter Treffer, der den Heimsieg endgültig absicherte. Staudinger zog ein rundes Fazit: "Super tolle Mannschaftsleistung." Und er schob nach: "Wir haben gezeigt, dass wir zu Recht da oben stehen." In der Tabelle hält Attergau nach 21 Runden bei 52 Punkten und bleibt vor St. Wolfgang (50) an der Spitze, Zell am Moos steht bei 34 Zählern. Für die Attergauer war es ein Abend, an dem sie spielerisch überzeugten und vor dem Tor effizient waren.