Spielberichte

Andreas Staudinger (Trainer UFC Attergau): "Das Unentschieden war mehr als gerecht"

UFC Attergau
SV Ebensee 1922

In der 1. Klasse Süd trennten sich der UFC Attergau und der SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 nach intensiven 90 Minuten 2:2. Die Heimischen führten zweimal, mussten aber in der 89. Minute den Ausgleich hinnehmen. Trainer Andreas Staudinger sprach von einem späten Dämpfer, blieb aber fair im Urteil: "Das Unentschieden war mehr als gerecht." Ein Abend, an dem defensive Stabilität reichte, um Punkte mitzunehmen, aber nicht, um den Sieg einzutüten.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Zweimal vorne, am Ende geteilt

Aus Attergauer Sicht startete der Abend mit einer frühen Führung, davor war der Gast allerdings wacher. "SV Ebensee war in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten sehr gut", schilderte Andreas Staudinger. Dann fanden die Hausherren besser hinein und stellten auf 1:0: Jonas Hemetsberger traf in Minute 11 für Attergau. "Wir sind dann besser ins Spiel gekomen und haben das 1:0 gemacht – in einer Phase, in der Ebensee am Drücker war", so der Coach. Mit 1:0 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel glich Christoph Pilz in der 59. Minute für SV Ebensee 1922 aus. Attergau antwortete spät und wieder mit einem Hemetsberger: Johannes stellte in Minute 81 auf 2:1. Doch die Gäste blieben dran, Gregor Janovic traf in der 89. Minute zum 2:2-Endstand.

"Defensiv stabil", aber das Zentrum bereitete Sorgen

In seiner Analyse blieb Staudinger nah an den Basics. Er lobte zunächst die Arbeit gegen den Ball: "Wir sind defensiv eigentlich stabil gestanden." Gleichzeitig benannte er klar, wo es hakte: "Die Kontrolle im Zentrum haben wir nicht so zusammengebracht wie in den letzten Wochen." Genau dadurch blieb die Partie bis zum Schluss offen, der Trainer sah kaum klare Brüche: "So richtige besondere Momente hat es nicht gegeben. Ebensee war jederzeit gefährlich." Weil beide Teams über weite Strecken aktiv blieben und auf ihre Chancen warteten, fand Staudinger ein ausgewogenes Gesamtfazit: "Das Unentschieden war mehr als gerecht." Den späten Ausgleich ordnete er nüchtern ein: "Es ist ein bissl bitter, dass so spät der Ausgleich fällt, aber er war auch verdient."

Respekt für den Gegner und ein besonderes Jubiläum

Zum Gegner hatte Staudinger deutliche Worte der Anerkennung. "Überrascht hat mich nichts. Das ist eine super Mannschaft, eine ganz gute Truppe und brutal aggressiv in jeder Phase des Spiels", sagte der Attergauer Coach, der Ebensees ständiges Anlaufen mehrfach betonte. Unaufgeregt, aber nicht ohne Spitze, bewertete er die Leitung des Unparteiischen: "Der hat sein eigenes Spiel ein bisschen gepfiffen." Für einen positiven Farbtupfer sorgte ein Attergauer Eigengewächs: Johannes Hemetsberger feierte sein 300. Pflichtspiel und krönte den Abend mit dem Treffer zum 2:1 – nach Angaben Staudingers sein 29. Saisontor. Solche Geschichten schreibt im Unterhaus nicht jeder Tag, auch wenn der Jubel über drei Punkte am Ende ausblieb.

Spitze behauptet, Fokus aufs Zentrum

Tabellarisch bleibt der Punkt für Attergau wertvoll. Der UFC führt die Liga mit 53 Zählern nach 22 Runden an, SV Ebensee 1922 hält als starker Dritter bei 40 Punkten. Der Abend zeigte, warum die Spitzenplätze so aussehen: Attergau nutzt vorne seine Momente und lässt hinten wenig zu, Ebensee bleibt bis zur letzten Minute gefährlich. Für Staudinger ist der Auftrag für die nächste Woche klar umrissen: im Zentrum wieder mehr Kontrolle herstellen und die Phasen, in denen der Gegner am Drücker ist, noch besser überstehen. Das Selbstvertrauen ist da – und der Respekt vor starken Gegnern ebenso.

1. Klasse Süd: Attergau : SV Ebensee 1922 - 2:2 (1:0)

  • 89
    Gregor Janovic 2:2
  • 81
    Johannes Hemetsberger 2:1
  • 59
    Christoph Pilz 1:1
  • 11
    Jonas Hemetsberger 1:0