Runde 26 in der 1. Klasse Süd brachte ein intensives Derby: Der UFC Attergau und der TSV Sparkasse Frankenmarkt trennten sich 2:2. Nach einem torlosen ersten Durchgang legten die Gäste durch einen Doppelpack von Stefan Oberndorfer vor, ehe Johannes Hemetsberger Attergau spät rettete. Frankenmarkt-Trainer Tobias Aschenberger sah sein Team im Vorteil, haderte aber mit liegen gelassenen Chancen und dem Ausgleich in der Nachspielzeit – ein bitteres Déjà-vu nach der Vorwoche.

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Frankenmarkt erwischte in Attergau den deutlich besseren Start. Trainer Tobias Aschenberger schilderte den Auftakt ohne Umschweife: „Wir sind richtig gut in die Partie gekommen und haben vorne sehr aggressiv gepresst. Damit war Attergau phasenweise überfordert.“ Weil die Hausherren über Konter immer wieder Nadelstiche setzten, blieb die Partie im ersten Durchgang offen. „In der ersten Halbzeit hätten beide Mannschaften die Tore machen können“, so Aschenberger, der die Null zur Pause als vertane Chance sah. Der Gegner kam als Tabellenzweiter und Relegationsanwärter mit breiter Brust, trotzdem blieb der Respekt im Rahmen. „Wir hätten uns erwartet, dass es schwieriger wird, weil sie Zweiter sind und in die Relegation gehen. Mit unserer Leistung sieht man aber, dass wir mit den unteren Tabellenplätzen eigentlich nichts zu tun haben sollten“, erklärte der Coach. Die Richtung war klar: Frankenmarkt hatte mehr vom Spiel, suchte nach Ballgewinnen den schnellen Weg nach vorne – nur das Tor fehlte vorerst.
Nach dem Seitenwechsel belohnte sich Frankenmarkt endlich für den Aufwand. In Minute 67 traf Stefan Oberndorfer zum 0:1 und eröffnete damit eine starke Phase der Gäste. „Unser Druck vorne hat richtig gut funktioniert. Wir sind nach Ballgewinnen und unseren Spielaufbau nach vorne gekommen und immer wieder gefährlich geworden“, sagte Aschenberger. Oberndorfer legte in der 80. Minute das 0:2 nach – die Partie schien entschieden. Doch Attergau gab sich nicht geschlagen, kam nur drei Minuten später durch Johannes Hemetsberger zum 1:2 (83.) und hielt das Spiel damit am Leben. Frankenmarkt hatte zuvor Gelegenheiten, um endgültig abzuschließen. „Wir hätten früher den Deckel draufmachen müssen!“, ärgerte sich der Trainer, der genau in dieser Phase die verpasste Vorentscheidung sah. Das Momentum kippte kurz – und die Schlussminuten wurden zum Nerventest.
Als die Uhr bereits über die 90 zeigte, schlug Attergau noch einmal zu: In der 90.+3 Minute gelang Johannes Hemetsberger der 2:2-Ausgleich. Für Aschenberger war der späte Rückschlag schnell erklärt. „Ganz klar die Chancenverwertung. Wir hätten viel früher noch mehr Tore machen müssen. Und wir müssen bis zum Schluss konsequenter wegverteidigen.“ Die Worte passten auch zu seiner Erinnerung an die Vorwoche: „Wir haben letzte Woche gegen Zell am Moos in der Nachspielzeit das Gegentor bekommen – und jetzt wieder.“ Trotz des Frusts blieb der Coach beim Blick auf die Unparteiischen sachlich: „Mit der Schiedsrichterleistung bin ich nicht zu hundert Prozent zufrieden, aber er hat die Partie nicht kaputt gemacht. Es gab auf beide Seiten strittige Szenen.“ Unterm Strich stand für Frankenmarkt das Gefühl, zwei Punkte verschenkt zu haben – denn über weite Strecken war das Auswärtsteam das aktivere und zielstrebigere.
Auch wenn das Ergebnis schmerzte, zog Tobias Aschenberger eine positive Bilanz der letzten Wochen. „Man hat gemerkt, dass wir uns in den letzten vier Wochen wirklich noch mal weiterentwickelt haben. Mit der Leistung der letzten beiden Spiele können wir positiv auf die neue Saison blicken.“ In der Tabelle steht Frankenmarkt nach 26 Runden bei 28 Punkten auf Rang zehn, während Attergau mit 60 Zählern den zweiten Platz innehat. Den sportlichen Gruß ließ der Trainer zum Schluss nicht aus: „Ich wünsche Attergau und Andreas Staudinger alles Gute in der Relegation.“ Für Frankenmarkt bleibt die Aufgabe klar: den mutigen Auftritt für die nächste Saison konservieren, die Chancen besser nutzen – und bis zum Abpfiff konsequent verteidigen.