Zum Saisonstart der 1. Klasse Süd hat der SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 gegen den UFC Attergau mit 5:0 gewonnen. Für Trainer Andreas Staudinger war die Niederlage des UFC in dieser Höhe verdient, auch wenn seine Mannschaft lange ordentlich dagegenhielt. Vor allem die beiden Gegentore unmittelbar vor der Pause und das schnelle 3:0 nach Wiederbeginn sah er als jene Phase, in der das Spiel klar in die Richtung des Heimteams kippte.
Aus Sicht des UFC Attergau war das Spiel über weite Strecken der ersten Halbzeit noch nicht so eindeutig, wie es das Endergebnis später vermuten ließ. Andreas Staudinger sagte, seine Mannschaft habe „die ersten vierzig Minuten versucht, kompakt zu verteidigen und schnell umzuschalten“. Das sei auch phasenweise gelungen, dazu sei der UFC Attergau „zu ein paar Chancen gekommen“. Dann aber drehte sich die Partie in wenigen Minuten deutlich. In der 44. Minute brachte Christoph Pilz den SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 mit 1:0 in Führung, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Gregor Janovic das 2:0 nach. Genau diese Phase hob Staudinger nach dem Schlusspfiff besonders hervor: „Wenn man kurz vor der Halbzeit zwei Tore kriegt, ist das äußerst ungünstig.“ Mit dem 0:2 zur Pause war das Spiel aus Sicht des Trainers bereits in eine Richtung gelaufen, aus der seine Mannschaft nur mehr schwer herauskommen konnte.
Was der UFC Attergau noch an Hoffnung mit in die Kabine genommen hatte, war kurz nach Wiederbeginn endgültig weg. In der 49. Minute traf David Rahberger zum 3:0 für den SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922, und genau dieses Tor bezeichnete Andreas Staudinger als den entscheidenden Stich. „Das 3:0 war dann der Deckel drauf“, sagte der Trainer des UFC Attergau. Von diesem Moment an sei der Gastgeber „in einem Flow drin“ gewesen, und danach sei es „eigentlich nur noch eine Frage der Höhe“ gewesen. Der weitere Verlauf passte dazu: Gregor Janovic erhöhte in der 60. Minute auf 4:0, Simon Leibetseder stellte in der 70. Minute den 5:0-Endstand her. Staudinger fand dafür klare Worte: „Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir nichts anderes verdient.“ Besonders kritisch sah er die Arbeit gegen den Ball und das Verhalten im Aufbau. „Uns hat die Kompaktheit in der Defensive gefehlt. Wir waren zu fehleranfällig und haben den Gegner in Zonen eingeladen, wo es einfach gefährlich wird“, sagte er. Gerade Ballverluste im ersten Drittel, sprich im eigenen Aufbauspiel hätten es dem Gegner leicht gemacht.
So deutlich Andreas Staudinger die Schwächen des UFC Attergau ansprach, so deutlich fiel auch sein Lob für den Gegner aus. Schon vor der Partie sei klar gewesen, was auf seine Mannschaft wartet, und dieser Eindruck habe sich bestätigt. „Ebensee hat eine brutal starke Mannschaft und irrsinnig viel Qualität in der Truppe“, sagte der Trainer. Für ihn sei der SV Ebensee sogar „Titelfavorit Nummer eins“, weil die Mannschaft schon in der Rückrunde der vergangenen Saison viele Punkte geholt habe und personell noch stärker geworden sei. Damit ordnete Staudinger die Niederlage ein, ohne sie schönzureden. Sein Fazit blieb dennoch eindeutig: „Wenn man 0:5 verliert, war es nicht knapp. Es war ein verdienter Sieg der Ebenseer.“ Auch abseits des Ergebnisses gab es aus seiner Sicht kein großes Nebengeräusch, denn strittige Situationen habe es „nicht wirklich“ gegeben, Schiedsrichter Waldl sei „unauffällig“ gewesen und habe „von der Leistung her top“ gearbeitet. Für den UFC Attergau bleibt nach diesem Auftakt damit vor allem die Aufgabe, die defensive Kompaktheit und die Sicherheit im eigenen Spiel rasch zu verbessern.