In der 1. Klasse Süd hat Union Gampern am Freitagabend gegen SV Promot Roitham mit 0:2 verloren. Für die Gäste war es laut Co-Trainer Christian Kreiseder ein Abend, an dem nach zähem Beginn vor allem zwei starke Aktionen vor der Pause und ein kompakter Defensivverbund den Ausschlag gaben. Roitham brachte die Führung aus der ersten Halbzeit danach kontrolliert ins Ziel.
Kreiseder schilderte eine Partie, die von Anfang an genau so verlief, wie man sie in dieser Ausgangslage erwarten konnte. „Es war von Beginn an, wie erwartet, ein umkämpftes Spiel, in dem es für beide Mannschaften um viel ging. Spielerisch hat sich kaum etwas entwickelt“, sagte der Co-Trainer. Dazu passte auch, dass Roitham nach seiner Einschätzung in den ersten zehn Minuten Mühe hatte, richtig in die Begegnung zu kommen. Mit Fortdauer der ersten Hälfte fanden die Gäste aber besser hinein und bekamen mehr Spielanteile. In der 26. Minute fiel dann das 0:1 durch Daniel Wartha, nach einem starken situativen Pressing von Maxi Kroiss. Das hat für Kreiseder das Momentum auf Roithamer Seite gebracht. „Mit dem 1:0 war es für uns dann leichter. Gampern musste mehr kommen“, erklärte er. Nur vier Minuten später legte Roitham nach: Lukas Hüttner bereitete vor, Marcel Köck traf zum 0:2. Gerade dieses zweite Tor hob Kreiseder besonders hervor und nannte die Flanke samt Direktabschluss ins lange Eck ein „Traumtor“.
Dass die Heimelf nach dem Seitenwechsel mehr Druck machen würde, kam für Roitham nicht überraschend. Genau das hatte Kreiseder erwartet, und genau darauf stellte sich seine Mannschaft nach seiner Darstellung auch ein. Gampern versuchte, noch einmal in die Partie zu kommen, doch die Gäste ließen in dieser Phase wenig zu und blieben kompakt. „Die größte Stärke meiner Mannschaft ist einfach der Defensivverbund“, sagte Kreiseder, der diese Entwicklung nicht nur auf diesen Abend bezog. „Da hat sich in den letzten Wochen wirklich etwas entwickelt.“ Für ihn war entscheidend, dass Roitham diesmal nicht nur phasenweise, sondern „über neunzig Minuten eine sehr kompakte defensive Leistung“ auf den Platz brachte. Gleichzeitig boten sich den Gästen im Laufe der zweiten Hälfte Räume für Konter. Das 3:0 fiel allerdings nicht mehr, weil Roitham diese Möglichkeiten nicht nutzte. So blieb es bis zum Schluss bei einer Partie, in der weiter gearbeitet, verschoben und gekämpft werden musste, ehe das Zu-null feststand.
Trotz des klaren Halbzeitstands sprach Kreiseder nicht von einer einseitigen Angelegenheit. Im Gegenteil: Er sah die Begegnung „über große Distanz“ als Spiel auf Augenhöhe. Auch seine Einschätzung des Gegners fiel entsprechend aus. Gampern sei „wie erwartet eine sehr kompakte, starke, kämpferische Mannschaft“ gewesen, dazu mit guten Einzelspielern. Gerade deshalb maß der Roithamer Co-Trainer den beiden Treffern vor der Pause besonderes Gewicht bei. Aus seiner Sicht entschied nicht eine klare Überlegenheit die Partie, sondern die Tatsache, dass seine Mannschaft die eigenen Chancen vor der Pause konsequent nutzte und danach geschlossen verteidigte. Passend dazu sprach er von einem „glücklicheren Ende“ für seine Elf, hielt den Auswärtssieg insgesamt aber dennoch für verdient. Auch rund um die Spielleitung blieb der Abend ruhig. Kreiseder beschrieb die Begegnung als „hart, aber fair“ und meinte, der Schiedsrichter habe die Partie gut geleitet, ohne dass größere Diskussionen entstanden seien.
Für Roitham hat dieser Auswärtssieg damit nicht nur wegen des Ergebnisses Gewicht, sondern auch wegen der Art und Weise, wie er zustande kam. Die Gäste überstanden eine schwierige Anfangsphase, schlugen in ihrem besten Abschnitt der ersten Hälfte doppelt zu und verteidigten die Führung danach konzentriert bis zum Ende. Gerade diese Mischung aus Effizienz und mannschaftlicher Geschlossenheit war es, die Kreiseder mehrfach betonte. Mit dem 0:2 nimmt Roitham in Runde sechs drei Punkte mit und hält nun bei sechs Zählern. Gampern wartet nach sechs Spielen weiterhin auf den ersten Punktgewinn. Aus Sicht der Gäste war es damit ein Abend, der vor allem eines bestätigte: Wenn Roitham kompakt steht und seine Chancen nützt, ist in dieser Liga auch auswärts einiges möglich.