Spielberichte

„Hinten haben wir sehr gut gearbeitet“ – ATSV Lenzing gewinnt in Scharnstein

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SV Scharnstein
ATSV Lenzing

In der 1. Klasse Süd hat der SV Wolf System Scharnstein gegen den ATSV Lenzing mit 0:2 verloren. Für die Gäste war die Partie vor allem über die Defensive zu erklären. Nihad Purkovic sprach nach dem Auswärtssieg von einer sehr gut stehenden Viererkette, einem ordentlichen ersten Durchgang und einer zweiten Halbzeit, in der spielerisch nicht mehr viel zusammenlief, in der Lenzing den Vorsprung aber sauber über die Zeit brachte.

Fußball in Weiß-Rot auf Rasen

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels

Lenzing nutzt die besseren Momente vor der Pause

Aus Sicht der Gäste nahm das Spiel einen klaren Verlauf, auch wenn Purkovic keinen einseitigen Beginn gesehen hatte. „Wir sind gut ins Spiel gekommen“, sagte der Sektionsleiter, schob aber gleich nach, dass es in der ersten Halbzeit „auf beiden Seiten Chancen“ gegeben habe. Gerade deshalb bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft vor der Pause als stark, weil Lenzing die eigenen Möglichkeiten besser verwertete als Scharnstein. Dazu kam laut Purkovic ein starker Rückhalt: „Unser Tormann hat ziemlich gut reagiert.“ So entstand jener Vorteil, den die Gäste noch vor dem Seitenwechsel in Tore ummünzten. In Minute 37 brachte Manuel Alexander Lenzing in Führung, kurz vor der Pause legte Stefan Sammer das 2:0 nach. Purkovic beschrieb beide Treffer als sauber herausgespielt. Vor dem ersten Tor habe es „einen schönen Pass auf Manuel Alexander“ gegeben, der dann vollendete, während der Scharnsteiner Tormann „zu spät rauskommt“. Das zweite Tor gefiel ihm mindestens genauso gut: „Eine schöne Flanke auf den Stefan Sammer, der hat den Ball direkt genommen, volley aus der Drehung und schön versenkt.“ Damit war das Spiel schon zur Halbzeit in die Richtung gekippt, die Lenzing am Ende reichen sollte.


Nach der Pause wenig Spielfluss, aber viel Ordnung

Die zweite Hälfte war nach Purkovics Worten deutlich zäher und weit weniger ansehnlich. „Die zweite Halbzeit war von beiden Mannschaften nicht so ansehnlich“, sagte er offen und führte das vor allem auf die vielen einfachen Fehler zurück. Im Mittelfeld habe es „zu viele Ballverluste“ gegeben, weshalb auf beiden Seiten kaum mehr ein sauberer Rhythmus entstanden sei. Große Torchancen seien daraus nicht mehr entstanden. Eine Ausnahme nannte Purkovic aber ausdrücklich: „Bis auf einen Volleyschuss von Manuel Alexander, den der Tormann von Scharnstein gut pariert hat.“ Diese Aktion sei „die gefährlichste Chance in der ganzen zweiten Halbzeit“ gewesen. Gerade weil spielerisch nicht mehr viel zusammenlief, bekam aus seiner Sicht jene Qualität besonderes Gewicht, die Lenzing an diesem Tag ausgezeichnet habe: die Arbeit gegen den Ball. „Das Wichtigste war, dass wir defensiv sehr gut gestanden sind“, sagte Purkovic. Auch wenn die Ballverluste im Zentrum zu schnell gekommen seien, habe die Mannschaft das hinten abgefangen. Vor allem die Viererkette hob er heraus: „Unsere Defensive hinten, die Viererkette, ist gut gestanden, sehr gut.“ Dass am Ende die Null stand, war für ihn deshalb kein Zufall, sondern die logische Folge eines konzentrierten Auftritts.

Sauberer Auswärtssieg mit kleinem Makel zum Schluss

Purkovic machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, worauf er den 2:0-Erfolg hauptsächlich zurückführte. „Wie gesagt, hinten in der Defensive haben wir sehr gut gearbeitet“, sagte er, und genau das zog sich als Hauptaussage durch seine Einschätzung. Zusätzlich sprach er von einer „mannschaftlichen Leistung“, die für ihn mindestens so wichtig gewesen sei wie die beiden gelungenen Angriffe vor der Pause. Einen Punkt sprach er aber trotzdem kritisch an. Die Diskussionen mit Schiedsrichter Zahirovic bezeichnete er als unnötig. „Da müssen wir uns bei der eigenen Nase nehmen und einfach weniger mit dem Referee diskutieren und uns mehr auf das Fußballspielen konzentrieren“, meinte Purkovic. Gerade bei einer 2:0-Führung brauche es so etwas nicht. Der Auswärtssieg blieb dadurch zwar ungefährdet, doch für den Funktionär war klar, dass dieser Aspekt nicht untergehen soll. Unter dem Strich nahm der ATSV Lenzing drei Punkte mit, blieb ohne Gegentor und verbesserte sich nach sechs Runden auf zwölf Punkte. Wenn die Defensive weiter so stabil auftritt, wie Purkovic es in Scharnstein gesehen hat, dann ist diese Richtung für die Gäste jedenfalls eine, „in die wir auch so weitermachen müssen“.

1. Klasse Süd: Scharnstein : ATSV Lenzing - 0:2 (0:2)

  • 45
    Stefan Sammer 0:2
  • 37
    Manuel Alexander 0:1