In der 1. Klasse Süd hat die Sportunion Neukirchen/Vöckla-Puchkirchen beim SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 einen turbulenten 5:4-Erfolg gefeiert. Trainer Alexander Steiner sah seine Mannschaft lange klar im Vorteil, musste nach mehreren Wendungen aber bis zum Ende zittern. Ausschlaggebend war für ihn, dass seine Elf nach jedem Rückschlag sofort wieder geantwortet und sich auch in der Schlussphase nicht mehr aus dem Spiel bringen ließ.

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Neukirchen fand nach Steiners Einschätzung vom Anpfiff weg genau so in die Partie, wie man sich das als Auswärtsteam vorstellt. „Wir waren von Beginn an gut in der Partie und konnten unsere Überlegenheit in Tore ummünzen“, sagte der Trainer, und auf dem Spielbericht lässt sich das klar ablesen. In der 21. Minute brachte Patrik Manuel Holzapfel die Gäste mit 1:0 in Führung, sieben Minuten später legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Für Steiner war diese Phase der beste Beleg dafür, dass seine Mannschaft das Spiel zunächst im Griff hatte und sich die Führung verdient erarbeitet hat. Ganz ruhig blieb der Nachmittag aber nicht. Mit dem Anschlusstreffer kam Ebensee besser ins Spiel, und Manuel Schmidl verkürzte durch einen Elfmeter noch vor der Pause auf 1:2. Aus einer klaren Führung war damit wieder eine offene Partie geworden, obwohl Neukirchen mit einem Vorsprung in die Kabine ging.
Richtig wild wurde es dann nach dem Seitenwechsel. Ebensee kam in der 49. Minute durch Shkelqim Shabanaj zum 2:2, und damit war das Spiel plötzlich wieder völlig ausgeglichen. Gerade diese Phase hob Steiner später aber besonders hervor, weil seine Mannschaft nicht den Faden verlor. „Wichtig war, dass wir immer wieder nach den Gegentreffern weitergemacht und so wieder eigene Tore erzielt haben“, meinte er. Genau das zeigte sich nur wenige Minuten nach dem Ausgleich: Jakob Rudolf Reisz stellte in der 52. Minute auf 3:2 für Neukirchen, Marcel Haider erhöhte in der 55. Minute sogar auf 4:2. Ebensee blieb allerdings gefährlich. David Rahberger brachte die Heimischen mit dem 3:4 rasch wieder heran, ehe Dominik Schachner in der 67. Minute den Zwei-Tore-Abstand mit dem 5:3 noch einmal herstellte. Dass es trotzdem bis zum Ende spannend blieb, lag auch daran, dass Ebensee in Überzahl durch Shkelqim Shabanaj in der 86. Minute seinen zweiten Treffer des Tages erzielte und seine Mannschaft noch einmal auf 4:5 heranbrachte.
Dass die Partie in den letzten Minuten noch einmal kippte, hatte für Steiner auch mit einer Szene zu tun, über die nach dem Schlusspfiff gesprochen wurde. Aus seiner Sicht war die Gelb-Rote Karte gegen einen Neukirchner Spieler „äußerst umstritten“. Der Trainer formulierte es so: „Da hätte es mehr Fingerspitzengefühl gebraucht von Schiedsrichter Fuchs-Eisner, wenn ein Spieler schon verwarnt ist und dann aus einer Reaktion heraus ohne Foul die zweite Gelbe bekommt.“ Unabhängig von dieser Bewertung wollte Steiner den Blick aber nicht nur auf diese Szene richten. Er sprach von einer „soliden Leistung“ seiner Mannschaft, lobte die Zweikampfstärke und vor allem den klaren Willen, immer weiterzumachen. Gleichzeitig verteilte er auch Respekt an den Gegner. Der SV Ebensee habe „absolute Qualität im Angriff“ und komme mit hohen Bällen oder Umschaltmomenten immer gefährlich vor das Tor, dazu sind sie bei Standards „oftmals schwer auszurechnen“. Gerade deshalb ordnete Steiner den Auswärtssieg unter dem Strich deutlich ein: „In Summe ist der Sieg verdient.“ Für die Union Neukirchen sind es drei wichtige Punkte in einem schwierigen Auswärtsspiel, mit denen die Mannschaft nach sechs Runden bei 13 Zählern hält und vorne in der Tabelle dranbleibt.