In der 1. Klasse Süd hat der SV DAXNER Immobilien Ebensee 1922 gegen den SV Promot Roitham mit 3:0 gewonnen und laut Neo-Trainer Ivica Sirocic genau die Partie geliefert, die er sehen wollte. „Wir haben das Spiel von der ersten Minute an beherrscht“, sagte der neue Coach nach einem Auftritt, in dem seine Mannschaft früh die Richtung vorgab, hinten wenig zuließ und sich für eine dominante Vorstellung auch auf der Anzeigetafel belohnte.

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Schon in seiner ersten Einordnung machte Sirocic klar, wie er die 90 Minuten gesehen hat. „Wir haben den Ball von der ersten bis zur letzten Minute sehr gut kontrolliert“, sagte der Trainer, der vor allem mit dem Auftreten seiner Mannschaft zufrieden war. Ebensee ließ den Ball laufen, suchte gezielt den Weg nach vorne und kam nach einer starken Anfangsphase in der 15. Minute zur Führung. Manuel Schmidl traf zum 1:0, und genau dieses erste Tor hatte für Sirocic besonderes Gewicht. „Wenn du die ersten Chancen verwertest und der Gegner aus seiner ersten Möglichkeit kein Tor macht, dann entscheidet das oft die Richtung des Spiels“, erklärte er. Noch vor der Pause legte Schmidl in Minute 30 das 2:0 nach. Für den Coach war damit nicht alles erledigt, aber es war der Moment, in dem seine Mannschaft zusätzliche Sicherheit bekam. „Da ist ein bisschen Last von uns abgefallen“, meinte Sirocic, der schon in dieser Phase das Gefühl hatte, dass sein Team die Partie nicht mehr aus der Hand geben würde.
Trotz der klaren Halbzeitführung wollte sich Ebensee in der Kabine nicht zu früh zurücklehnen. Sirocic betonte, dass intern klar angesprochen wurde, dass mit dem 2:0 noch nichts gewonnen sei. Entsprechend sollte seine Mannschaft auch nach dem Seitenwechsel konzentriert bleiben und das Spiel weiter kontrollieren. Der Trainer sprach von einer Phase, in der die ersten 15 Minuten nach Wiederbeginn „ein bisschen hin und her“ gelaufen seien, ohne dass dabei auf beiden Seiten wirklich zwingende Abschlüsse entstanden. Erst danach bekam Ebensee wieder mehr Zug in seine Aktionen. Vor allem im Offensivspiel kam noch einmal neue Kraft hinein, und in der 65. Minute sorgte Gregor Janovic mit dem 3:0 für die endgültige Entscheidung. Sirocic hob außerdem hervor, dass auf der Außenbahn auch Christoph Pilz wichtige Impulse setzte und sich mehrmals durchsetzen konnte. Aus Sicht des Trainers hatte seine Mannschaft nach dem dritten Treffer die Begegnung wieder vollständig im Griff. „Die letzte halbe Stunde nach dem 3:0 haben wir das Spiel total beherrscht“, sagte er. Deshalb war für ihn auch klar, dass der Sieg am Ende nicht mehr in Gefahr geriet.
So sehr Sirocic das Offensivspiel seiner Mannschaft lobte, so wichtig war ihm auch der Hinweis auf die Arbeit gegen den Ball. „In der Defensive haben wir gut gestanden. Wir haben kaum etwas zugelassen“, sagte der Ebensee-Trainer. Konkret sprach er davon, dass Roitham im Grunde nur mit zwei Distanzschüssen gefährlich werden konnte. Das passte zu jener kompakten Grundordnung, die er von seinem Team gesehen hatte. Besonders im Mittelfeld hob Sirocic Kapitän David Rahberger hervor, der aus seiner Sicht viele Zweikämpfe gewann und damit ein wichtiger Baustein für die Kontrolle im Spiel war. Gleichzeitig stellte der Coach klar, dass er den Gegner keineswegs kleinreden wollte. Roitham sei „kämpferisch eine starke Mannschaft“, sagte er, auch wenn Ebensee im spielerischen Bereich mehr Qualität auf den Platz gebracht habe. Entscheidend war für ihn deshalb, dass seine Mannschaft nicht nur fußballerisch Vorteile hatte, sondern auch in den Zweikämpfen dagegenhielt. Genau diese Mischung aus Kompaktheit und spielerischer Überlegenheit sah Sirocic als Grundlage für den klaren Heimsieg.
Der 3:0-Erfolg war für den SV Ebensee nicht nur wegen der Art und Weise wichtig, sondern auch mit Blick auf die Tabelle. Nach zwei Siegen in Folge steht die Mannschaft nun bei elf Punkten und will sich aus den unteren Regionen weiter nach oben arbeiten. Sirocic machte deutlich, dass er sein Team vom Potenzial, vom Training und vom Willen her besser einschätzt, als es der aktuelle Tabellenplatz vermuten lässt. „Wir haben es nicht verdient, dort unten zu stehen, wo wir zurzeit sind. Aber so ist Fußball“, sagte er. Ganz ohne Kritik ging der Trainer trotz des klaren Erfolgs aber nicht aus dem Spiel. Er fordert, dass seine Mannschaft in der Defensive von Woche zu Woche noch stabiler wird und im Offensivspiel manches früher und sauberer ausspielt. „Wir müssen konzentrierter verteidigen und vorne ein bisschen besser das Auge für den Mitspieler aufmachen“, erklärte Sirocic. Gerade beim letzten Pass habe seine Mannschaft diesmal noch das eine oder andere Mal zu viel gewollt. Der Auftritt gegen den SV Roitham war für Ebensee also ein klarer Schritt in die richtige Richtung, aus Sicht des Trainers aber noch nicht das Ende der Entwicklung.