In der 1. Klasse Süd hat sich Union Gampern im Derby gegen TSV Sparkasse Frankenmarkt knapp mit 2:3 geschlagen geben müssen. Die Gäste legten stark los, ließen den Gegner dann aber zurück ins Spiel. Trainer Tobias Aschenberger sah den Knackpunkt darin, dass seine Mannschaft nach dem 2:2 noch einmal antwortete und sich damit den Derbysieg sicherte.

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Frankenmarkt erwischte genau jenen Start, den sich Aschenberger gewünscht hatte. „Die ersten zehn Minuten von uns waren wirklich unglaublich stark“, sagte der Trainer und verwies damit auf eine Phase, in der seine Mannschaft das Derby sofort an sich zog. Schon in der 5. Minute brachte Jonathan Elias Sax die Gäste mit 1:0 in Führung. Aschenberger beschrieb die Szene so: „Jonathan Sax ist mit einem super Solo durchgegangen, nach einem kurzen Ballwechsel ist ihm der Ball wieder vor den Fuß gefallen und er hat ihn super im Tor versenkt.“ Nach diesem frühen Treffer hatte Frankenmarkt laut seinem Coach „ein richtig gutes Gefühl“, konnte die Anfangskontrolle aber nicht über die gesamte erste Halbzeit halten. „Leider haben wir dann stark nachgelassen“, meinte Aschenberger, der vor allem bemängelte, dass sein Team das Mittelfeld etwas verlor und keine zweiten Bälle mehr gewann. Gampern kam dadurch etwas besser in die Partie, dennoch blieb es bis zur Pause beim 0:1.
Nach dem Seitenwechsel bekam Frankenmarkt das Spiel zunächst wieder besser in den Griff. Aschenberger sprach davon, dass seine Elf nun kompakter stand und wieder mehr zweite Bälle gewann. Das machte sich auch am Spielstand bemerkbar, als Robert Martinkovic in der 56. Minute auf 2:0 stellte. „Zweite Halbzeit hat es wieder besser funktioniert. Wir sind wieder kompakter gestanden und haben wieder mehr zweite Bälle gewonnen“, sagte der Trainer. Doch entschieden war die Partie damit noch nicht. Union Gampern verkürzte vier Minuten später durch Dominik Moshammer und kam nach 76 Minuten durch Xaver Loy sogar noch zum 2:2. Aus Sicht des Frankenmarkt-Trainers war dabei klar, wodurch der Gegner wieder herankam: „Gampern ist durch zwei Standards, durch eine Ecke und durch einen Elfmeter wieder zurück in die Partie gekommen.“ Aus einem Spiel, das kurz nach der Pause schon klarer wirkte, wurde damit wieder ein enges Derby, in dem Frankenmarkt plötzlich noch einmal alles neu ordnen musste.
Dass Frankenmarkt am Ende trotzdem mit drei Punkten heimfuhr, hing für Aschenberger ganz wesentlich an der Reaktion nach dem Ausgleich. In der 82. Minute traf Robert Martinkovic ein zweites Mal und stellte auf 3:2. Genau diesen Moment hob der Trainer als entscheidend hervor. Gleichzeitig machte Aschenberger nach dem Schlusspfiff deutlich, dass der Sieg für ihn nicht alle Schwächen überdeckte. „Was nicht so gut funktioniert hat, war, dass wir vor allem in der 1. Halbzeit nicht kompakt waren, viel zu viele Räume zugelassen haben und nach hinten nicht gut genug umgeschaltet haben“, sagte er. Dazu kamen laut ihm Eigenfehler im Spielaufbau, durch die Gampern immer wieder besser in die Begegnung fand. Auch den Gegner ordnete er fair ein: „Gampern ist stark in die Zweikämpfe gegangen und hat viele zweite Bälle gewonnen.“ Deshalb fiel sein Fazit trotz aller Freude über den Derbyerfolg sehr ehrlich aus. „Wenn das Spiel ein bisschen anders läuft, dann hätte Gampern vielleicht sogar einen Punkt holen können“, meinte Aschenberger. Unter dem Strich überwog bei ihm aber klar die Freude über den Sieg: „Wir sind sehr glücklich, dass wir die drei Punkte geholt haben!“ Mit dem 3:2-Derbysieg hält Frankenmarkt nach elf Runden bei 18 Punkten.