In der neuen 2. Klasse 1b ist der DSG Union HABAU Perg 1b mit einem 2:0-Sieg gegen die SPG Niederneukirchen/St. Florian Juniors in die Saison gestartet. Trainer Markus Derntl-Saffertmüller sah nach einer kurzen Abtastphase eine starke halbe Stunde seiner Mannschaft, ärgerte sich aber auch über den kleinen Bruch vor der Pause. Genau dort lag für ihn jener Abschnitt, in dem sein Team den Abend unnötig offen hielt.

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Der Auftakt verlief zunächst so, wie es der Trainer erwartet hatte. „Wir haben gewusst, dass wir heute auf einen sehr, sehr guten Gegner treffen“, sagte Markus Derntl-Saffertmüller nach dem Schlusspfiff. Entsprechend vorsichtig begann die Partie auch. „Die ersten 15 Minuten waren etwas Abtasten“, erklärte der Coach. Danach kippte das Spiel aber klar in Richtung der Heimischen. Die Union Perg 1b übernahm mehr und mehr die Kontrolle, wurde im Ballbesitz sicherer und setzte den Gegner immer öfter in dessen eigener Hälfte fest. Derntl-Saffertmüller sprach sogar von der besten Phase des Abends: „Von Minute 15 bis 35 haben wir richtig guten Fußball gezeigt.“ Gerade in diesem Abschnitt habe seine Mannschaft die Gäste „wirklich sehr, sehr gut bespielt“ und viel Druck aufgebaut.
Belohnt wurde diese Überlegenheit in der 31. Minute. Nach einer Standardsituation und dem zweiten Ball traf Timo Pollhammer zum 1:0, ein Treffer, den der Union-Trainer als „Dosenöffner“ bezeichnete. Für ihn war dieses Tor deshalb so wichtig, weil seine Mannschaft bis dahin zwar das aktivere Team gewesen war, sich dafür aber erst einmal auch auf der Anzeigetafel zeigen musste. Nur fünf Minuten später legte Perg nach. Nach einer Kopfballverlängerung war Daniel Sinnmayer durch und sorgte in der 36. Minute für das 2:0. „Das war zu diesem Zeitpunkt auch die verdiente Führung“, sagte Derntl-Saffertmüller. Gerade diese 20 Minuten hob er mehrfach hervor, weil seine Mannschaft dort nicht nur mehr vom Spiel hatte, sondern die eigenen Abläufe auch sauber auf den Platz brachte.
Ganz zufrieden war der Union-Coach trotz des Auftaktsieges aber nicht. Vor allem die letzten zehn Minuten vor der Pause störten ihn deutlich. „Da haben wir etwas nachgelassen, haben den Gegner etwas aufkommen lassen, und das darf uns nicht passieren“, sagte Markus Derntl-Saffertmüller. Seine Mannschaft habe in dieser Phase „zehn bis 20 Prozent weniger Leistung gebracht“ und damit den Gegner unnötig stärker gemacht. Mit dem 2:0 ging es zwar in die Halbzeit, doch nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel laut Trainer deutlich ausgeglichener. Eine große Chance auf das 3:0 hatte Matthias Derntl, doch der dritte Treffer fiel nicht. „Den kann man machen, den muss man fast machen“, meinte der Trainer offen. Genau deshalb lautete sein Fazit auch: „Wir hätten es uns heute leichter machen können, als es war.“
Was Markus Derntl-Saffertmüller am Freitagabend gefallen hat, war vor allem die Art, wie seine Mannschaft im Ballbesitz auftrat. „Wir haben den Gegner wirklich gut mit hohem Tempo bespielt und auch die nötige Geduld aufgebracht“, sagte er. Seine Elf sei bei den eigenen Mustern geblieben und habe gewusst, „wenn wir den Gegner ordentlich bespielen, dass wir auch zu Torchancen kommen werden“. Gleichzeitig schob der Trainer nach dem gelungenen Saisonstart sofort eine Warnung hinterher. „Wenn einige Spieler zehn bis 15 Prozent nachlassen, dann werden wir gegen jede Mannschaft Probleme kriegen.“ Umso höher bewertete er das 2:0 gegen einen Gegner, den er „sicher als eines der Top-Teams in der Liga“ einordnet. Für die Union Perg 1b war dieser Auftakt damit mehr als nur ein Sieg. „Wir haben hier auch ein Zeichen gesetzt, dass wir bereit sind, dass wir die Liga annehmen und sicher eine gute Rolle spielen wollen“, sagte der Coach. Die Schiedsrichterleistung beurteilte er kurz und sachlich: „Das war in Ordnung, es hat alles gepasst.“