Spielberichte

„Die rote Karte hat uns in die Karten gespielt“ – ASK St. Valentin 1b nimmt 2:0-Sieg aus Linz mit

Donau Linz 1b
ASK St. Valentin 1b

In der 2. Klasse 1b hat der ASK St. Valentin 1b mit einem 2:0-Auswärtssieg bei der ASKÖ Donau Linz 1b die ersten drei Punkte mitgenommen. Trainer Andreas Umhaller sprach nach der Partie von einem lange offenen Spiel, in dem vor allem die frühe Rote Karte ein klarer Faktor war. Luca Wallner brachte die Gäste per Elfmeter in Führung, Kapitän Thomas Hinterreiter legte noch vor der Pause mit einem sehenswerten Treffer nach.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Auf Augenhöhe, bis das Spiel kippte

Umhaller beschrieb die Anfangsphase als ausgeglichen und wollte den Erfolg gerade deshalb nicht nur auf das Ergebnis reduzieren. "Es war eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe bis zur roten Karte, die Donau gekriegt hat", sagte der Trainer. Diese Szene aus der 18. Minute, als Andreas Bapitao ausgeschlossen wurde, veränderte den Mittwochabend aus seiner Sicht spürbar. Die Gäste bekamen danach mehr Zugriff, ohne dass sich die Partie sofort komplett einseitig entwickelte. Umhaller betonte vielmehr, dass Donau trotz Unterzahl immer wieder mit Einzelaktionen gefährlich bleiben konnte. Den ersten klaren Vorteil nutzte der ASK dann in der 28. Minute, als Luca Wallner einen Elfmeter zum 0:1 verwandelte. Für Umhaller war auch diese Szene klar einzuordnen: "Das Tor zum 1:0 war ein klarer Elfmeter aus meiner Sicht." Noch wichtiger wurde die Führung, weil Thomas Hinterreiter in der 39. Minute noch vor der Pause auf 0:2 stellte und damit die gute Phase der Gäste auch auf die Anzeigetafel brachte.

Hinterreiters Treffer und viel Lob für die Mannschaft

Vor allem das zweite Tor blieb dem Trainer nach dem Schlusspfiff hängen, weil es der Partie noch vor dem Seitenwechsel eine klare Richtung gab. "Das 2:0 durch Kapitän Hinterreiter war wirklich ein Tausend-Gulden-Schuss", sagte Umhaller, der gleich nachschob: "Den trifft er, glaube ich, nur jedes fünfte oder jedes zehnte Mal." Gerade weil das Spiel davor aus seiner Sicht lange offen war, hatte dieser Treffer zusätzliches Gewicht. Die Niederösterreicher gingen mit einem 2:0 in die Halbzeit und konnten sich damit auf eine solide Ausgangslage stützen. Dass es dazu kam, führte Umhaller aber nicht alleine auf Überzahl und Tore zurück. Für ihn lag der wichtigste Punkt im Gesamtauftritt seiner Mannschaft. "Der wichtigste Moment war, dass wir eine geschlossene Teamleistung gehabt haben", sagte er. Und auf die Frage, was heute besonders gut funktioniert habe, fiel die Antwort ebenso deutlich wie bodenständig aus: "Der Teamgeist und die Moral und die Leidenschaft." Genau diese drei Dinge waren für ihn die Grundlage dafür, dass seine Mannschaft den Vorteil nach dem Ausschluss auch wirklich nützen konnte.

Nach der Pause offen, am Ende aber ohne zwingende Chancen gegen sich

Ganz durch war die Partie für Umhaller trotz des 2:0 zur Pause noch nicht. "Nach der Halbzeit war es wieder ein wenig offen", sagte er und sprach damit eine Phase an, in der St. Valentin noch einmal gefordert war. Besonders kritisch wurde es aus seiner Sicht, "als wir selbst Gelb-Rot bekommen haben. Da waren wir ein bisschen unorganisiert." Trotzdem hatte der Trainer das Gefühl, dass seine Mannschaft die Dinge wieder in den Griff bekam. "Im Endeffekt war es dann trotzdem so, dass wir das Spiel in der Hand gehabt haben und Donau nicht wirklich zwingende Chancen gehabt hat", lautete sein Urteil. Dazu passte auch, dass ein Elfmeter der Kleinmünchner in der Endphase ungenutzt blieb. Unterm Strich sprach Umhaller daher von einem verdienten Sieg: "Ich glaube, das Ergebnis ist gerecht und auch in der Höhe mit 2:0." Respekt hatte er für den Gegner dennoch genug übrig. "Donau ist eine sehr gute Mannschaft", sagte er und traute den Linzern trotz dieser Niederlage zu, "zumindest unter die ersten Fünf" zu kommen. Auch mit der Leistung des Unparteiischen zeigte er sich im Wesentlichen einverstanden: "Im Endeffekt war die Leistung von Schiedsrichter Schweighofer sehr gut." Für den ASK St. Valentin 1b steht damit ein gelungener Start mit drei Punkten, den der Trainer vor allem als Mannschaftserfolg verstanden wissen wollte.

2. Klasse 1b: Donau 1b : St. Valentin 1b - 0:2 (0:2)

  • 39
    Thomas Hinterreiter 0:2
  • 28
    Luca Wallner 0:1