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„Das 2:1 war der Knackpunkt“ – SC Hörsching 1b hält lange mit, bricht in Linz aber spät ein

Donau Linz 1b
SC Hörsching 1b

In der 2. Klasse 1b hat sich die ASKÖ Donau Linz 1b am Freitagabend mit 3:1 gegen den SC eMoC Hörsching 1b durchgesetzt. Nach einer torlosen ersten Halbzeit blieb die Partie lange offen, ehe die Gastgeber nach dem 1:1 noch einmal zulegten. Für Sportchef Anton Blees war vor allem das 2:1 entscheidend: Danach, so seine Einschätzung, konnte seine Mannschaft nicht mehr nachsetzen.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Lange offen, nach der Pause deutlich lebhafter

Wer nur auf das Endergebnis schaut, übersieht, dass Hörsching über weite Strecken ordentlich dagegenhielt. Blees beschrieb die erste Phase als ein Spiel, in dem beide Seiten geduldig agierten. „Es war ein geduldiges Spiel auf beiden Seiten. Donau war nach vorne temporeicher, wir waren in der ersten Halbzeit vor allem stabil in der Defensive“, sagte er. Genau so entwickelte sich auch der Abend. Zur Pause stand es 0:0, weil die Gäste hinten lange kompakt blieben und Donau trotz der etwas zielstrebigeren Ausrichtung nach vorne noch kein Tor gelang. Erst nach dem Seitenwechsel wurde die Partie offener. Blees sagte dazu: „In der zweiten Halbzeit gab es mehr Torchancen, und Donau hat dann mehr Tore erzielen können.“ Damit war der Rahmen gesetzt für eine Phase, in der das Spiel Schritt für Schritt zugunsten der Gastgeber kippte.

Vom 1:0 bis zum späten Doppelschlag

Unmittelbar nach Wiederbeginn ging Donau durch Luka Bratic in der 48. Minute mit 1:0 in Führung. Hörsching blieb aber im Spiel und fand in der 72. Minute die richtige Antwort, als Luca Koch den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Gerade in dieser Phase schien die Begegnung wieder völlig offen zu sein. Dass es am Ende dennoch klar wurde, macht Blees an einem ganz bestimmten Moment fest. „Das 2:1 war eindeutig der Knackpunkt. Danach konnten wir nicht mehr nachsetzen“, sagte der Sportliche Leiter. Tatsächlich legte Donau zehn Minuten nach dem Ausgleich durch Marcel Pawlik wieder vor und zog vier Minuten später durch Moumini Bance auf 3:1 davon. Für Hörsching war dieser Schlussabschnitt besonders bitter, weil die Gäste nach dem Ausgleich noch auf einen Punkt hoffen durften, dann aber in kurzer Zeit den Zugriff auf die Partie verloren.

Zu wenig Durchschlagskraft, dazu personell am Limit

In seiner Analyse wurde Blees danach sehr deutlich, ohne dabei Ausreden zu suchen. Er sah den Unterschied vor allem im Spiel nach vorne. „Die Durchschlagskraft war der Unterschied. Donau war spritziger, wir waren in der zweiten Halbzeit nicht wirklich ebenbürtig“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft erneut nicht aus dem Vollen schöpfen konnte. „Personell waren wir wieder sehr am Limit, weil uns zwei bis drei Stammspieler nicht zur Verfügung standen.“ Gerade deshalb bewertet er die erste Halbzeit noch einmal als ordentlichen Auftritt. „Wir sind defensiv gut aufgetreten, speziell in der ersten Halbzeit. Trotz alledem schwanden in der zweiten Halbzeit dann die Kräfte, die Konzentration ließ nach, und dann fängst du dir halt Gegentore.“ Auch bei der Entstehung der Treffer sah Blees klare Gründe. „Die drei Gegentore waren mehr oder weniger unglücklich oder selbst verschuldet.“ Das war aus seiner Sicht der Punkt, der eine lange ordentliche Defensivleistung am Ende entwertete.

Solider erster Teil als Ansatz, offensiv aber klar unterlegen

Dass Hörsching aus Linz ohne Zählbares heimfuhr, lag für Blees nicht an Nebenschauplätzen. „Keine diskussionswürdigen Entscheidungen, die Leistung von Schiedsrichter Eckhart war okay“, stellte er klar. Vielmehr richtete er den Blick ganz bewusst auf die sportlichen Gründe. Donau sei „zügiger und bestimmter im Spiel nach vorne“ gewesen, der Spielaufbau der Gastgeber habe „durchdachter“ gewirkt, und offensiv sei der Gegner „schlichtweg besser“ gewesen. Genau diese Einschätzung passt zum Verlauf: Erst hielt Hörsching mit einer stabilen Defensive dagegen, später kamen die Linzer mit ihren Offensivaktionen immer besser durch und nutzten die entscheidenden Phasen konsequent. Für die Gäste bleibt damit zumindest der erste Durchgang als Ansatz, auf dem man aufbauen kann. Wenn es die Hörschinger schaffen, die defensive Stabilität über 90 Minuten zu halten und nach vorne präsenter zu werden, dann lässt sich aus solchen Spielen künftig mehr mitnehmen, als es dieses 1:3 am Ende vermuten lässt.

2. Klasse 1b: Donau 1b : SC Hörsching 1b - 3:1 (0:0)

  • 86
    Moumini Bance 3:1
  • 82
    Marcel Pawlik 2:1
  • 72
    Luca Koch 1:1
  • 48
    Luka Bratic 1:0