Spielberichte

„Wir mussten geduldig bleiben“ – SPG Niederneukirchen/St. Florian Juniors findet nach der Pause die Lösungen

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SPG NNK/St. Florian Juniors
Donau Linz 1b

In der 2. Klasse 1b hat die SPG Niederneukirchen/St. Florian Juniors gegen ASKÖ Donau Linz 1b mit 3:0 gewonnen. Trainer Moritz Casagrande sprach danach von einem „echten Arbeitssieg“ gegen einen guten und giftigen Gegner. Entscheidend war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft geduldig blieb, nach der Pause bessere Lösungen fand und damit ein wichtiges Etappenziel erreichte.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zähes Spiel bekommt durch Traumtor richtige Richtung

Leicht machte es Donau 1b den Gastgebern von Beginn an nicht. Casagrande schilderte eine Partie, in der sein Team vor allem in der ersten Halbzeit viel Geduld brauchte, weil der Gegner mit drei Spielern im Mittelfeld das Zentrum sehr eng machte und mit technisch starken Einzelspielern dagegenhielt. „Es war kein leichtes Spiel, sondern ein echter Arbeitssieg gegen einen guten Gegner“, sagte der Trainer. Lange musste seine Mannschaft also nach Lösungen suchen, ehe in der 37. Minute der Dosenöffner kam. Samuel Feichtner traf zum 1:0, und für Casagrande war genau diese Führung der wichtigste Moment des Abends. Besonders angetan war er von der Entstehung: „Das 1:0 war ein absolutes Traumtor. Fabi bringt eine perfekte Flanke und Sam setzt den Kopfball genau in den Winkel. So ein Tor gibt dir in einem engen Spiel natürlich Selbstvertrauen.“ Mit diesem Treffer ging es mit einer 1:0-Führung in die Pause.


Nach der Pause wird Sieg klarer

Dass die Partie nach dem Seitenwechsel deutlicher in Richtung der Heimischen kippte, führte Casagrande nicht nur auf das Ergebnis, sondern auch auf den geänderten Zugriff seiner Mannschaft zurück. „Wir haben in der Halbzeit klar angesprochen, was besser werden muss und wie wir gegen die drei Spieler im Zentrum agieren wollen. Die Mannschaft hat das nach der Pause sehr gut umgesetzt“, erklärte er. Die Juniors blieben also am Drücker und legten in der 64. Minute nach, als Clemens Ludger Hackl das 2:0 erzielte. Auch dieses Tor hatte für den Trainer Gewicht, weil es aus einem Standard fiel und der Mannschaft zusätzliche Sicherheit gab. „Das 2:0 fällt dann nach einem Standard. Das war wichtig, weil es uns noch mehr Kontrolle gegeben hat“, sagte Casagrande. Nur wenige Minuten später setzte Inas Kadusic mit dem 3:0 in der 70. Minute den Schlusspunkt. Viel ausschmücken wollte der Trainer diesen letzten Treffer gar nicht, seine Einordnung fiel kurz und klar aus: „Das 3:0 war am Ende der Schlussstrich.“

Defensiv stabil, vorne noch Luft nach oben

Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, war Casagrande weit davon entfernt, den Auftritt seiner Mannschaft schönzureden. Ihm gefiel, dass sein Team ruhig blieb und sich nicht aus dem Konzept bringen ließ, zugleich sprach er aber auch einen Punkt an, der aus seiner Sicht noch besser werden muss. „Am Ende ist der Sieg verdient, auch wenn wir im letzten Drittel oft noch zu unsauber und nicht konsequent genug waren“, sagte der Trainer. Positiv hob er hervor, dass seine Elf defensiv stabil blieb und vorne in den richtigen Momenten zuschlug. Genau das war für ihn an diesem Abend der Unterschied. „Wir sind geduldig geblieben und haben nach der Halbzeit bessere Lösungen gefunden. Außerdem war wichtig, dass wir defensiv stabil geblieben sind und vorne in den richtigen Momenten zugeschlagen haben. Solche Spiele muss man auch erst einmal gewinnen.“ Dass Donau 1b dabei immer wieder gefährlich werden konnte, verschwieg er nicht: „Sie waren giftig, hatten gute technische Einzelspieler und sind auch in Umschaltsituationen immer wieder gefährlich geworden.“

Wichtiger Schritt, aber nicht mehr als ein Zwischenschritt

Zum Gesamtbild des Dienstagabends gehörte für den Trainer auch, dass es rund um die Spielleitung nichts zu beanstanden gab. Im Gegenteil: Casagrande fand für Referee Alesi sogar ausdrückliches Lob und sprach von einem lange nicht mehr so überzeugenden Auftritt. „Seit Langem mal wieder ein richtig guter Schiedsrichter. Der hat schon Spiele gepfiffen, da war ich noch nicht mal auf der Welt“, sagte er schmunzelnd und verwies darauf, dass man die Erfahrung des Referees deutlich gespürt habe. Vor allem aber nahm der Trainer den sportlichen Wert dieses 3:0 in den Blick. Der Sieg war für ihn mehr als nur ein weiterer Heimerfolg, nämlich ein bewusst gesetzter Schritt, um vorne dranzubleiben. „Der Sieg war sehr wichtig. Wir haben damit unser erstes Etappenziel erreicht und stehen in der Tabelle wieder verdientermaßen weiter vorne“, sagte Casagrande. Gleichzeitig wollte er den Erfolg nicht größer machen, als er ist. „Dieses Etappenziel haben wir erreicht, aber es ist nur ein Zwischenschritt. Jetzt müssen wir weiterarbeiten und vorne dranbleiben.“ Genau so ordnet sich dieser Abend für die Juniors ein: als verdienter Heimsieg, der Selbstvertrauen gibt, aber noch keine Zeit zum Zurücklehnen lässt.

2. Klasse 1b: SPG NNK/St. Florian Jrs : Donau 1b - 3:0 (1:0)

  • 70
    Inas Kadusic 3:0
  • 64
    Clemens Ludger Hackl 2:0
  • 37
    Samuel Feichtner 1:0