In der 2. Klasse Mitte-West legte der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg daheim gegen den SC Schwanenstadt Juniors einen klaren 6:0‑Auftritt hin. Vom Anpfiff weg war die Richtung vorgegeben, die Hausherren spielten dominant und fanden immer wieder über schnelle Kombinationen den Weg zum Tor. Trainer Michael Kinberger brachte es nach Abpfiff auf den Punkt: "Wir waren über die ganzen neunzig Minuten die spielbestimmende Mannschaft und haben mit schönen Kombinationen unsere Tore gemacht. Der Sieg war nie in Gefahr."

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Der ATSV suchte früh die Entscheidung – und fand sie Schritt für Schritt. Nach einigen sauberen Ballstafetten fiel in Minute 15 das längst fällige 1:0: Deniz Odabas traf und brachte die Hausherren in Front. Michael Kinberger sah darin den Startschuss: "Es war die Frage: Wann machen wir das 1:0? Das war die Eröffnung, danach ist uns vieles leichter gefallen." Nur sieben Minuten später erhöhte Ermin Buljubasic auf 2:0 (22.). Kohlgrube blieb am Drücker, ließ den Ball laufen und legte noch vor der Pause nach: Marcel Ebner stellte in der 35. Minute auf 3:0, zur Halbzeit war die Partie praktisch entschieden. Der Trainer hob die Entstehung des Führungstreffers extra hervor: "Deniz Odabas hat da sehr gekonnt und trocken, sehr souverän abgeschlossen." Diese Konsequenz zog sich durch den weiteren Verlauf.
Nach dem Seitenwechsel machte Kohlgrube dort weiter, wo es aufgehört hatte: aktiv, griffig, klar in den Aktionen. In der 52. Minute schnürte Marcel Ebner seinen Doppelpack zum 4:0, fünf Minuten später traf erneut Ermin Buljubasic und stellte auf 5:0 (57.). Weil die Gastgeber weiter sauber kombiniert und die Räume konsequent bespielt haben, fiel auch noch das halbe Dutzend: Philipp Beham sorgte in Minute 71 für den 6:0‑Endstand. Kinberger ordnete die Überlegenheit ein: "Wir waren aggressiver, schneller – auch im Kopf schneller. Mit gutem Passspiel und guten Kombinationen sind wir zu zahlreichen Chancen gekommen, die wir genutzt haben. Der Sieg hätte durchaus noch höher ausfallen können." Seine Mannschaft hatte über weite Strecken mehr vom Spiel und ließ hinten wenig zu.
Während der ATSV über die komplette Distanz das Heft in der Hand hielt, erlebte Kinberger einen defensiv eingestellten Gegner: "Schwanenstadt war sehr verhalten, nur vereinzelt in unserer Hälfte. Sie hatten pro Halbzeit nur eine Torchance und haben sich sonst aufs Verteidigen beschränkt." Auch zum Unparteiischen fand der Trainer ausgewogene Worte: "Es hat nichts Spielentscheidendes gegeben. Er war zwei-, dreimal sehr kleinlich bei gelben Karten, sonst hat der Schiedsrichter eine gute Partie gepfiffen." Beim Blick auf die eigene Entwicklung mischt sich Lob mit Anspruch. "Ich will das mannschaftliche Kollektiv hervorheben – die Geschlossenheit war heute sehr gut. Was wir verbessern müssen: das über längere Zeit durchziehen und nicht nur kurze Phasen haben." Mit dem klaren 6:0 und Platz sieben (33 Punkte) nach 22 Runden hat Kohlgrube eine starke Visitenkarte abgegeben – und die Richtung ist klar: weiter aktiv bleiben, die guten Phasen strecken und die gezeigte Klarheit im Passspiel in die nächsten Wochen mitnehmen.