In der 22. Runde der 2. Klasse Mitte-West setzte es für Union Linseder Hofkirchen an der Trattnach gegen ASV Raika Niederthalheim eine 2:4-Heimniederlage (0:3). Harald Linseder, Sportlicher Leiter der Gastgeber, sprach von der "schlechtesten Saisonleistung" und sah im schnellen 0:1 sowie der klaren Pausenführung die Weichen gestellt. Nach dem Seitenwechsel stemmte sich Hofkirchen gegen die Niederlage und kam zu zwei Treffern, doch die Gäste blieben kaltschnäuzig und nahmen am Ende verdient die drei Punkte mit.

Image by Daniel Allgyer from Pixabay
Die Partie begann aus Hofkirchner Sicht denkbar ungünstig. Bereits in Minute fünf stellte Niederthalheims Torjäger Amar Udovcic auf 0:1 und gab damit früh die Richtung vor. "Wir sind sehr schlecht ins Spiel gekommen, das war unsere schlechteste Saisonleistung", ärgerte sich Harald Linseder. Während die Hausherren suchten, legten die Gäste nach: Udovcic erhöhte erst in der 33. Minute auf 0:2 und nur zwei Minuten später sogar auf 0:3 – ein echter Dreierpack vor der Pause. "Besonders entscheidend war das schnelle 1:0 und dass es zur Halbzeit 3:0 stand. Das war vorentscheidend", so Linseder über die Schlüsselmomente der ersten Hälfte. Mit diesem klaren Polster ging es in die Kabinen, Niederthalheim hatte das Spiel bis dahin im Griff.
Nach dem Seitenwechsel kam mehr Leben in das Spiel der Heimischen. Hofkirchen war griffiger und belohnte sich in Minute 60 mit dem 1:3 durch Michael Wagenleitner. Die Hoffnung war zurück – allerdings nur kurz, denn Niederthalheim antwortete prompt: Udovcic traf in der 63. Minute erneut und stellte mit seinem vierten Treffer des Abends auf 1:4. Die Gastgeber steckten dennoch nicht auf. In der 71. Minute verkürzte Kilian Reinhold auf 2:4 und setzte damit noch einmal ein Zeichen. "Zur zweiten Halbzeit ist es ein bisschen besser geworden, aber generell hat Niederthalheim verdient gewonnen", ordnete Linseder ein. Positives nahm er trotzdem mit: "Wir haben nicht aufgegeben, haben das 3:1 und später das 4:2 gemacht. Wir hatten noch einige Chancen – vielleicht wäre sogar ein Punkt drin gewesen, wenn wir sie nützen."
In seiner Analyse wurde Linseder klar. "Am meisten gefehlt hat die Spritzigkeit. Die Niederthalheimer waren viel spritziger, schneller am Ball, einfach konsequenter." Während er seine Mannschaft zur Reaktion aufforderte, fand der Sportliche Leiter lobende Worte für den Unparteiischen: "Der junge Schiedsrichter war sehr gut, war konsequent, es hat alles gepasst." Spät in der Nachspielzeit gab es noch eine Rote Karte für Niederthalheims Timo Weißeneder (90.+7), am Auswärtssieg änderte das aber nichts mehr.
In der Tabelle hält Niederthalheim aktuell bei 26 Punkten (Platz 9), Hofkirchen bei 21 Zählern (Platz 12). Für die Trattnachtaler gilt es nun, die angesprochene Spritzigkeit wiederzufinden und die bessere zweite Hälfte als Ansatz für die kommenden Aufgaben mitzunehmen.