In der 2. Klasse Mitte-West trennten sich Union GT Weibern und ASKÖ Ohlsdorf Juniors mit 1:1. Nach einer intensiven ersten Hälfte mit Toren beider Seiten blieb es nach der Pause beim Remis. Ohlsdorfs Trainer Alexander Magiera sah seine Elf klar spielbestimmend, ärgerte sich aber über die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel. „Wir hatten sicher achtzig Prozent Spielanteil, aber zu wenig Konkretes aufs Tor“, sagte er und sprach von einem Gegner, der „mit Leidenschaft verteidigt“ und die Räume eng gehalten habe.

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Ohlsdorf hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, Weibern stand kompakt und lauerte auf seine Momente. In Minute 33 durften die Gastgeber jubeln: Alexander Roitinger stellte auf 1:0. Ohlsdorf brauchte nicht lange, um zu antworten. Nur fünf Minuten später glich Nico Sladoje aus und setzte das schnelle 1:1. Zur Pause war damit alles wieder offen, der Pausenstand lautete 1:1. Nach dem Seitenwechsel blieb Ohlsdorf das aktivere Team, ließ den Ball laufen und suchte geduldig die Lücke. Weibern verteidigte weiter diszipliniert, klärte viele Situationen konsequent und hielt das Zentrum dicht. Trotz zahlreicher Angriffe der Gäste fiel kein weiterer Treffer, am Ende stand ein Remis auf der Tafel.
Alexander Magiera fand klare Worte für das, was gut funktionierte – und für das, was den vollen Ertrag verhinderte. „Spielaufbau, konsequentes Verteidigen, Ball halten, verlagern“, zählte er die Stärken seines Teams auf. Seine Mannschaft ließ hinten wenig zu, hatte den Ball häufig in den eigenen Reihen und blieb geduldig. Vorne fehlte jedoch die letzte Konsequenz. „Wir haben das Spiel teilweise nicht zu Ende gespielt, zu wenig Abschlüsse gesucht und wollten es eigentlich zu perfekt machen“, erklärte er. Besonders bitter: „Wir hatten zwei Stangen- beziehungsweise Lattenschüsse.“ Am Führungstreffer der Heimischen ärgerte ihn vor allem der Entstehungsort: „Die einzige strittige Aktion war der Freistoß für den Gegner, der zum 1:0 führte.“ Gleichzeitig sprach Magiera von „zwei kleinen Stellungsfehlern“, die in dieser Szene das Tor ermöglichten.
Respekt gab es vom Gästecoach für den Gegner. „Weibern hat mit Leidenschaft verteidigt und wollte Punkten“, so Magiera. Auch zum Unparteiischen hatte er eine klare Meinung: „Der Schiedsrichter war sehr gut“, betonte er, mit dem Zusatz, dass lediglich der Freistoß vor dem 1:0 aus seiner Sicht diskutabel gewesen sei. Aus Ohlsdorfer Sicht blieb am Ende das Gefühl, zwei Punkte liegen gelassen zu haben – nicht wegen fehlender Kontrolle, sondern wegen der Chancenverwertung. „Uns fehlten die letzten zehn Prozent vor dem Tor und ein bisschen Glück“, fasste Magiera zusammen. In der Tabelle bleiben die Juniors mit 31 Zählern im gesicherten Mittelfeld (Rang acht), Weibern hält bei 22 Punkten. Für Ohlsdorf ist der Weg klar: an Abschluss und Entschlossenheit arbeiten, damit sich die vielen guten Phasen künftig auch in Siegen niederschlagen.