In der 2. Klasse Mitte-West legte die SPG Lambach/Edt stark los und führte 2:0, am Ende jubelte jedoch der SK Blau Weiss Stadl-Paura über ein 2:3-Derbyspektakel. Obmann Andreas Hammer sprach von einem klaren Knackpunkt: dem schnellen 2:1 kurz nach dem zweiten Gegentreffer. Zugleich lobte er die Moral seines Teams: Man habe nach dem 0:2 die Ärmel hochgekrempelt und alles auf eine Karte gesetzt. Für Gesprächsstoff sorgten außerdem zwei Elfmeter-Entscheidungen, die laut Hammer zugunsten der Gäste ausfielen.

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Die Partie begann mit vielen langen Bällen auf beiden Seiten. Andreas Hammer ordnete die erste halbe Stunde so ein: "In der ersten Halbzeit haben beide Mannschaften versucht, mit langen Bällen das Mittelfeld schnell zu überspielen. Lambach hatte die besseren Gelegenheiten und hat sich mit dem 1:0 belohnt." Dieses 1:0 besorgte Dario Topalovic in Minute 29, zur Pause lag die SPG Lambach/Edt verdient mit 1:0 voran. Auch nach dem Seitenwechsel wirkte der Gastgeber zunächst griffiger. Hammer blieb fair in seiner Einschätzung: "Lambach war vor allem in der ersten Halbzeit die etwas bessere Mannschaft." Stadl-Paura suchte da noch den Zugriff, während Lambach die Führung verwaltete und auf den nächsten Stich lauerte.
Genau dieser Stich gelang den Hausherren in Minute 74, als Fatbardh Sulejmani auf 2:0 stellte. Was danach folgte, beschrieb Hammer als Schlüsselmoment: "Der Wendepunkt war sicherlich das schnelle 2:1 nach dem 0:2-Rückstand und die darauf folgende mentale Leistung unserer Mannschaft." Nur zwei Minuten nach dem zweiten Gegentreffer verkürzte Armin Mujagic auf 2:1 (76.). Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten: Christoph Hautzinger stellte in Minute 79 auf 2:2. Stadl-Paura blieb nun am Drücker, suchte entschlossen den Sieg und bekam ihn kurz vor Schluss. In der 86. Minute traf Mirza Mahmuljin zum 2:3 und drehte das Derby komplett. Hammer strich die Reaktion seiner Mannschaft heraus: "Wir haben nach dem 0:2 nicht aufgegeben, sondern die Ärmel hochgekrempelt und alles auf eine Karte gesetzt." Aus dem anfänglichen Hinterherlaufen war binnen zwölf Minuten ein Auswärtssieg geworden.
Rund um die hitzige Schlussphase wurde auch diskutiert. "Im Fokus standen zudem zwei Elfmeterentscheidungen - ein berechtigt gegebener Elfer für uns und ein ebenfalls vertretbarer, aber nicht gegebener für Lambach - die zu unseren Gunsten ausgefallen sind", sagte Hammer, ohne den Sieg darauf zu reduzieren. Vielmehr hob er die Haltung seiner Truppe hervor: "Kein leichtes Spiel, vor allem weil wir ersatzgeschwächt in die Partie gegangen sind." Am Ende blieben für Stadl-Paura drei ganz dicke Punkte in einem Nachbarschaftsduell: "Ganz wichtige drei Punkte in einem spannenden Nachbarschaftsderby." In der Tabelle untermauert BW Stadl-Paura damit Rang drei (43 Punkte) und hält Lambach/Edt (39) im direkten Duell auf Distanz. Für die kommenden Wochen lautet der Auftrag klar: die Energie aus der Wende mitnehmen, weiter kompakt bleiben – und Chancen so konsequent nützen wie in dieser zweiten Halbzeit.