In der 2. Klasse Mitte-West trennte sich der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg und die Bad Wimsbach Juniors mit 2:2. Deniz Odabas brachte die Hausherren früh in Front, nach der Pause glich Maximilian Hochreiter prompt aus. In der Schlussphase brachte Leon Winitzky die Gäste kurzzeitig mit 1:2 in Führung, ehe Daniel Purrer sofort antwortete. In der langen Nachspielzeit sah Paul Bachmair bei den Gästen noch Rot. Kohlgrube-Coach Michael Kinberger ordnete nicht mehr nüchtern ein: „Es war ein verdientes Unentschieden.“

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Die Ausgangslage war klar: Der Tabellenzweite aus Wimsbach reiste als Favorit an, trotzdem erwischte Kohlgrube den besseren Start. Nach zwölf Minuten traf Deniz Odabas zum 1:0 – ein früher Treffer, der der Heimelf Sicherheit gab. Bis zur Pause blieb es dabei, zur Halbzeit stand ein 1:0 auf der Tafel. Direkt nach Wiederbeginn folgte jedoch der Dämpfer: In Minute 48 stellte Maximilian Hochreiter auf 1:1. Die Partie blieb offen, ohne dass eines der Teams entscheidend davonziehen konnte. In der Schlussphase kippte das Pendel zunächst zu den Gästen: Leon Winitzky brachte Wimsbach in der 83. Minute mit 1:2 in Front. Kohlgrube brauchte aber nicht lange für die Antwort: Nur zwei Minuten später glich Daniel Purrer zum 2:2 aus. In einer hektischen Nachspielzeit musste Wimsbachs Paul Bachmair noch mit Rot vom Feld (90.+8), an der Punkteteilung änderte das aber nichts mehr.
ATSV-Trainer Michael Kinberger sprach nach dem Schlusspfiff von einem intensiven Spiel beider Seiten. „Es war ein lauffreudiges Spiel von beiden Mannschaften!“ Besonders schmerzte ihn der Start nach der Pause: „Das 1:1 gleich nach der Halbzeit war natürlich sehr bitter für uns, aber wir haben uns danach stabilisiert und Wimsbach nicht in unsere Zone kommen lassen. Im eigenen Offensivspiel blieben wir immer wieder gefährlich.“ Gleichzeitig hob er die Grundausrichtung hervor: „Meine Mannschaft war heute sehr gut eingestellt.“ Seine Einordnung passte zum Spielverlauf: ordentlich verteidigt, vorne mit gefährlichen Nadelstichen – und deshalb am Ende ein gerechtes Remis.
Sportlich fühlt sich das 2:2 für Kohlgrube wie ein kleiner Sieg an, weil man dem Tabellenzweiten einen Zähler abknöpfte und damit Rang sieben untermauerte. Nach 25 Runden hält Wimsbach bei 55 Punkten, der ATSV bei 35 – die Kräfteverhältnisse waren also vorab klar verteilt. Umso wichtiger, dass die Heimischen nach dem 1:2-Rückstand nicht auseinanderfielen, sondern mit dem schnellen Ausgleich durch ein 30 Meter Traumtor von Daniel Purrer sofort reagierten. Genau diese Reaktion passte zu Kinbergers nicht mehr ganz nüchterner Analyse: Der Trainer sah vieles positiv und die Erkenntnis, dass man gegen ein Spitzenteam bestehen und sich in heiklen Phasen zurückmelden kann.