In der 2. Klasse Mitte-West musste sich der ATSV Stadl-Paura am Sonntagabend gegen den SV Erler Naturholzbau Kematen/Innbach klar mit 1:6 geschlagen geben. Neo-Trainer Bozidar Radujkovic sah in der Höhe zwar eine deutliche Niederlage, verwies aber auch auf Phasen, in denen seine Mannschaft im Spiel war. Vor allem die Gegentore zu Beginn beider Hälften und ungenützte Möglichkeiten blieben ihm dabei hängen.

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Für ATSV Stadl-Paura begann die Partie denkbar schlecht. Schon in der 2. Minute brachte Fabian Mairinger die Gäste in Führung, nur sechs Minuten später legte Leon Gebert das 0:2 nach. Als Nico Fuchs in der 19. Minute auf 0:3 stellte, war SV Erler Naturholzbau Kematen am Innbach früh klar vorne. Ganz abgeschrieben sah Radujkovic sein Team da aber noch nicht. „Beim 0:3 hatten wir die Chance auf das 1:3. Danach haben wir das 1:3 gemacht“, sagte der Trainer. Tatsächlich verkürzte Adnan Durmisevic in der 37. Minute, und mit dem 1:3 zur Pause war zumindest noch ein kleiner Ansatz da, um in die Partie zurückzufinden.
Gerade deshalb störten den Trainer die Gegentore zu den aus seiner Sicht schlechtesten Zeitpunkten besonders. „Wir haben am Anfang des Spiels und am Anfang der zweiten Halbzeit Tore bekommen, die psychologisch nicht gut waren“, sagte Radujkovic. Das passte auch zum weiteren Verlauf, denn kaum war die Pause vorbei, erhöhte Niklas Leb in der 49. Minute auf 1:4. Acht Minuten später traf derselbe Spieler auch noch zum 1:5. Radujkovic machte die Gründe dafür nicht nur an der Ordnung seiner Mannschaft fest, sondern vor allem an den Duellen. „Wir hatten bei gewissen Zweikämpfen das Nachsehen. Daraus sind Elfmeter oder unnötige Fouls und Freistöße entstanden. Deshalb haben wir das Spiel verloren“, erklärte er.
Bei aller Klarheit des Ergebnisses blieb Radujkovic dennoch nicht bei einer reinen Abrechnung. Er sah auch, dass seiner Mannschaft Möglichkeiten auf ein engeres Spiel entgangen waren. „Uns hat die nötige Entschlossenheit vor dem Tor gefehlt. Wir hatten zwei Chancen, die man eigentlich verwerten sollte“, sagte er. Nach seiner Einschätzung war also mehr drin, obwohl Oliver Breinesberger in der Nachspielzeit noch das 1:6 folgen ließ. Über den Gegner sagte der Trainer: „Kematen hat gut begonnen und einige sehr gute Einzelspieler. Mit einem anderen Spielverlauf hätten wir einen Punkt holen können.“ Auch bei ein paar strittigen Szenen blieb er sachlich. Die Elfmetersituationen seien „ein bisschen strittig“ gewesen, insgesamt habe der Schiedsrichter aber „eine sehr gute Partie gepfiffen“.
Unter dem Strich steht für den ATSV Stadl-Paura nach zwei Runden damit weiter ein Fehlstart, doch der neue Trainer wollte nach dem Schlusspfiff nicht nur auf das nackte Resultat schauen. Ihm ging es auch darum, aus dem Spiel die Dinge mitzunehmen, die in den nächsten Wochen tragen sollen. „Positiv war, dass wir nach den Toren, speziell nach dem 1:4 in der zweiten Halbzeit, gut gespielt haben“, sagte Radujkovic. Dazu komme der Einsatz seiner Mannschaft. „Wir haben einige schöne Aktionen gemacht und gekämpft. Ich sehe für die nächsten Wochen eine sehr positive Einstellung meiner Spieler.“ Genau daran werden sich die Stadlinger nach dem klaren 1:6 jetzt festhalten müssen.