Spielberichte

"Eine bittere Pille" - SPG Lambach/Edt gibt späte Führung noch aus der Hand

SPG Lambach/Edt
Union Weibern

In der 2. Klasse Mitte-West hat die SPG Lambach/Edt am zweiten Spieltag gegen die Union GT Weibern ein 3:3-Remis mit zwei ganz unterschiedlichen Gesichtern mitgenommen. Nach einem frühen 0:2 kämpften sich die Gastgeber stark zurück, drehten die Partie in der Schlussphase sogar auf 3:2 und mussten dennoch fast postwendend noch den Ausgleich hinnehmen. Genau dieser Verlauf prägte auch die Einordnung von Sportchef Nikolaus Zopf.

Ball der auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Doppelschlag bringt die SPG sofort unter Druck

Was Zopf schilderte, war ein Spiel, das für Lambach/Edt denkbar ungünstig begann. Weibern erwischte den besseren Start, ging in der 16. Minute durch Severin Oberndorfer mit 1:0 in Führung und legte nur fünf Minuten später durch denselben Spieler das 0:2 nach. „Das Spiel startete sehr fulminant. Die zwei frühen Gegentore von Weibern taten unserem Spielplan nicht unbedingt gut“, sagte Zopf. Gerade in dieser Phase sah er aber auch, dass seine Mannschaft nicht auseinanderfiel. Lambach/Edt fing sich laut dem Sportlichen Leiter rasch, kam wieder besser in die Partie und belohnte sich noch vor der Pause. Goalgetter Tayfur Sabur verkürzte in der 43. Minute auf 1:2 und brachte damit genau jenen Schwung noch vor der Halbzeit zurück, von dem Zopf im Rückblick sprach.

Nach der Pause hat Lambach/Edt mehr vom Spiel

Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie aus Sicht der Gastgeber dann deutlich. Zopf sprach davon, dass seine Mannschaft „klar spielbestimmend“ gewesen sei, und das zeigte sich in dieser Phase auch am Spielstand. Kapitän Stephan Zauner stellte in der 69. Minute per Elmeter auf 2:2 und sorgte damit für den Ausgleich in einer Phase, in der Lambach/Edt am Drücker blieb und deutlich überlegen war. Als der Starstürmer mit der Nummer 20 in der 87. Minute auch noch das 3:2 erzielte, schien die Wende komplett und die Euphorie war groß. Doch die Führung hielt nicht. Nur eine Minute später traf der eingewechselte Benjamin Landauer zum 3:3. Zopf beschrieb diese Szene als „einen schnellen Gegenzug, der leider wirklich schön zu Ende gespielt wurde. Genau da musst du halt manchmal sein“. Dass die SPG den Vorsprung nicht über die Zeit brachte, fasste er knapp zusammen: „So ist das manchmal. Leider konnten wir das 3:2 nicht über die 90 Minuten bringen.“

Zopf lobt Moral und Zusammenspiel, spricht aber auch die Fehler klar an

Warum aus der Aufholjagd am Ende doch nur ein Punkt wurde, erklärte Zopf vor allem mit den Fehlern zu Beginn. „Die ersten beiden Tore von Weibern gingen klar auf Einzel- und Stellungsfehler von unserer Seite, auch wenn sie sehenswert vollstreckt wurden“, sagte er offen. Das war für ihn auch der Hauptgrund, warum Lambach/Edt einem Rückstand nachlaufen musste, obwohl er die eigene Defensive insgesamt weiterhin als stabil einschätzt. „Auch wenn wir drei Gegentore kassiert haben, haben wir grundsätzlich eine sehr stabile Defensive, die leider zwei gravierende Eigenfehler gemacht, sonst aber kaum etwas zugelassen und gerade im Aufbau große Stärken bewiesen hat.“ Gleichzeitig hob er hervor, was seiner Mannschaft in vielen anderen Bereichen gelungen sei. „Ansonsten hat mir das Zusammenspiel und die herausragende Moral der Mannschaft sehr imponiert. Keiner hat sich hängen lassen, alle haben über die vollen 90 Minuten alles gegeben“, sagte Zopf. „Wir haben heuer das große Glück, dass unser Kader auch von der Bank nur großartige Spieler bringt. Gerade nach dem 0:2 hat man gemerkt, dass man sich so in ein Spiel zurückarbeiten kann und man immer mit uns rechnen muss, egal wer auf dem Feld steht."

Ein Remis, das sich aus dem Verlauf schwer eindeutig anfühlt

Auch den Gegner ordnete Zopf differenziert ein. Die Union Weibern habe „sehr körperlich“ gespielt, teilweise früh gepresst und sich „in jeden Zweikampf geworfen“. Für die SPG Lambach/Edt war das über weite Strecken unangenehm, weil die Gäste ständig präsent und sehr laufstark waren und kaum Ruhe ins Spiel ließen. Trotzdem blieb beim Sportlichen Leiter der Eindruck hängen, dass das 3:3 insgesamt erklärbar ist. „Aufgrund der ersten Halbzeit geht das Unentschieden grundsätzlich in Ordnung, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit klar überlegen waren“, sagte er. Diskussionen rund um den Unparteiischen gab es aus seiner Sicht keine, „Schiedsrichter Grünwald hatte das Spiel sehr gut im Griff“. Für die SPG stehen damit nach zwei Runden vier Punkte zu Buche – ein Ertrag, der nach dem frühen 0:2 ordentlich aussieht, nach der Führung in der 87. Minute aber ebenso zeigt, wie schnell ein Spiel noch kippen kann.

2. Klasse Mitte-West: Lambach/Edt : Weibern - 3:3 (1:2)

  • 88
    Benjamin Landauer 3:3
  • 87
    Stephan Zauner 3:2
  • 69
    Stephan Zauner 2:2
  • 43
    Tayfur Sabur 1:2
  • 21
    Severin Oberndorfer 0:2
  • 16
    Severin Oberndorfer 0:1