In der 2. Klasse Mitte-West haben die ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors am dritten Spieltag gegen den SV Erler Naturholzbau Kematen/Innbach mit 5:0 gewonnen und damit nach zwei Spielen ohne Sieg ein klares Zeichen gesetzt. Co-Trainer Sali Aras sah seine Mannschaft über weite Strecken klar besser und betonte nach dem Schlusspfiff, dass vor allem das 3:0 die Partie endgültig in Richtung der Gastgeber kippen ließ.

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Auch wenn das Ergebnis am Ende eindeutig ausfiel, beschrieb Aras die Partie nicht einfach als lockeren Spaziergang, sondern als Spiel, in dem seine Mannschaft von Anfang an viel richtig machte, sich aber zunächst nicht in der gewünschten Klarheit absetzte. „Von der ersten Minute bis zum Schlusspfiff waren wir eigentlich die bessere Mannschaft“, sagte der Co-Trainer. Ein paar Situationen habe man durch Eigenfehler hinten zwar zugelassen, doch wirklich große Möglichkeiten seien daraus für Kematen nicht entstanden. Viel deutlicher war aus seiner Sicht, dass die Juniors selbst sehr viele Räume fanden und genügend Chancen liegenließen. „Es hätte viel früher schon 5:0 stehen können“, meinte Aras. Genau deshalb war ihm dieser Sieg auch über das reine Ergebnis hinaus wichtig. Nach zwei Spielen ohne Erfolg sei es entscheidend gewesen, wieder einmal anzuschreiben, einen klaren Sieg mitzunehmen und dazu auch hinten die Null zu halten. „Für das Selbstvertrauen war es wichtig, dass wir hoch gewinnen und zu null spielen“, sagte er.
Auf dem Spielberichtsbogen wurde die Überlegenheit der Sattledter erst kurz vor der Pause sichtbar. In der 38. Minute brachte Kemal Elgit die Juniors in Führung, sechs Minuten später legte Ramazan Sen das 2:0 nach. Aras ordnete gerade diese Anfangsphase nachträglich so ein, dass seine Mannschaft schon vor den Treffern genug Möglichkeiten für einen deutlicheren Vorsprung gehabt habe. Gleichzeitig gefiel ihm, dass Kematen nach dem Rückstand nicht sofort aufsteckte. „Mit Anpfiff zur zweiten Halbzeit waren sie nicht komplett weg, sondern haben noch weitergekämpft und weiter versucht, etwas zu tun“, sagte Aras. Nach dem 2:0 habe es deshalb noch einmal ein paar Momente gegeben, in denen die Gäste gefährlich wurden. Den entscheidenden Unterschied sah der Co-Trainer aber trotzdem klar bei seiner Mannschaft. „Meiner Meinung nach lag es ganz klar an der Qualität. Wir waren gerade im Mittelfeld, im Zentrum, sehr überlegen“, erklärte er. Gerade dort habe Sattledt das Spiel immer wieder an sich gezogen.
Für Aras stand nach dem Schlusspfiff fest, welcher Moment die Partie endgültig entschied. „Das 3:0 war entscheidend“, sagte er ohne Zögern. Seine Begründung dazu war schlüssig: Nach dem 2:0 sei das Spiel trotz Kontrolle noch nicht völlig durch gewesen, weil Kematen noch auf einen Anschluss hoffen konnte. Mit dem dritten Treffer sei dieser Druck aber gebrochen. Entstanden sei das Tor nach einer Aktion von Innenverteidiger Anton Jansenberger, der mit nach vorne geschoben habe. Aras schilderte die Szene so: Jansenberger brachte zunächst eine gute Hereingabe, blieb danach in der Aktion und flankte ein zweites Mal, der Kopfball von Elgit ging an die Latte und Gabriel Strobl machte den Abpraller in der 79. Minute zum 3:0. „Da war relativ klar, dass wir das gut überspielen und die drei Punkte holen“, sagte Aras. In der Schlussphase wurde der Sieg dann auch auf der Anzeigetafel noch richtig deutlich, als Mario Djordjevic in der 88. Minute und Yusuf Oguz in der 90. Minute auf 5:0 stellten.
Inhaltlich konnte Aras dem Auftritt seiner Mannschaft einiges abgewinnen, und er wurde dabei auch recht konkret. Besonders gut habe funktioniert, dass die Sattledt Juniors immer wieder die Bälle in die Schnittstellen spielten und vor allem aus dem zentralen Mittelfeld sowie von hinten hinter die Abwehr kamen. „Die tiefen Bälle haben uns gute Chancen gebracht“, sagte er. Gleichzeitig sprach der Co-Trainer aber auch offen an, wo seine junge Mannschaft noch zulegen müsse. Zum einen gehe es darum, solche Spiele früher zuzumachen und nach einer Führung schneller den nächsten Treffer nachzulegen. Zum anderen wünscht er sich in manchen Phasen mehr Ruhe am Ball. „Wir müssen lernen, ein bisschen ruhiger zu spielen, den Gegner mehr laufen zu lassen und hinten einmal einen ruhigeren Spielaufbau zu machen“, erklärte Aras. Über den SV Kematen sagte er, dass die Gäste nach vorne nicht viele Ideen entwickelt hätten und die Räume zwischen Viererkette und Mittelfeld für Sattledt zu nutzen gewesen seien. Am Ende nahm er aus dem 5:0-Kantersieg deshalb viel Positives mit, ohne alles zu verklären. Die drei Punkte, das klare Ergebnis und das Zu-Null-Spiel seien wichtig gewesen.