In der 2. Klasse Mitte-West hat sich die Union Linseder Hofkirchen/Trattnach am Sonntagnachmittag mit 1:0 gegen den FC Union Steinerkirchen durchgesetzt. Für Neo-Trainer Branko Cvrtak war der Ausgang der Partie schnell erklärt: Nicht die Spielanteile, sondern die fehlende Verwertung der eigenen Möglichkeiten gaben den Ausschlag. Nach einer starken ersten Hälfte seiner Elf reichte Hofkirchen ein sauber ausgespielter Umschaltmoment zum Heimsieg.

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Aus Sicht von Cvrtak begann das Spiel genau so, wie er es sich von seiner Mannschaft vorgestellt hatte. „In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel kontrolliert und sehr viele Chancen gehabt“, sagte der neue Coach. Gleich zu Beginn bot sich den Gästen eine Eins-gegen-eins-Situation mit dem gegnerischen Tormann, dazu kamen im Verlauf der ersten Hälfte weitere Hochkaräter inkl. Aluminium-Treffern dazu. Der Trainer beschrieb seine Mannschaft als aktiv, bemüht und aggressiv in den Zweikämpfen. „Wir haben viele zweite Bälle gewonnen und versucht, den Gegner in seine eigene Hälfte hineinzudrücken“, erklärte Cvrtak. Auch über die Flügel kam der Absteiger immer wieder zu Abschlüssen, ohne sich dafür zu belohnen. So stand zur Pause ein 0:0, obwohl die Gäste nach der Schilderung ihres Trainers längst mehr daraus hätten machen können.
Nach dem Seitenwechsel wollte Steinerkirchen laut Cvrtak den Druck noch einmal erhöhen, doch genau in dieser Phase kippte das Spiel ein Stück weit. „In der 2. Halbzeit haben wir versucht, den Druck zu erhöhen. Dadurch wurden leider mehr Räume frei für Hofkirchen“, sagte er. Die Gastgeber blieben ihrer Linie treu, standen kompakt und suchten mit schnellen, hohen Bällen den Weg nach vorne. In der 63. Minute ging dieser Plan auf: Nach einem Ballverlust der Gäste schaltete Hofkirchen um, Michael Streif traf zum 1:0. "Die Heimmannschaft hat das ganze Spiel über versucht, uns mit schnellen Bällen auszukontern, und in dieser Situation hat es gepasst", so der Gästetrainer. Danach bekam der Gastgeber noch mehr Platz für Konter und kam nach Aussage des Steinerkirchen-Trainers auch noch zu zwei-drei guten Möglichkeiten auf das 2:0.
Den entscheidenden Knackpunkt machte Cvrtak nicht an einer einzelnen Aktion fest, sondern an einem Thema, das sich aus seiner Sicht durch den ganzen Nachmittag zog. „Einen speziellen Moment gibt es nicht. Wir sind einfach an unserer eigenen Chancenauswertung gescheitert“, sagte er klar. Dem gegenüber stellte er die Klarheit im Spiel der Hofkirchener: „Sie waren sehr effizient. Sie haben gewusst, dass sie uns auskontern können. Die Spielanlage war klar auf einen guten defensiven Block und schnelle Umschaltmomente gelegt. Und das haben sie gut gemacht, da kann man nur gratulieren.“ Dass genau die erste richtig große Möglichkeit der Heimischen zum Tor führte, passte für ihn ins Bild. Entsprechend deutlich fiel auch seine Zusammenfassung aus: „Die Effizienz der Heimmannschaft war der ausschlaggebende Unterschied."
Ganz ohne Diskussionen ging die Partie aus Steinerkirchener Sicht dennoch nicht über die Bühne. Cvrtak verwies auf eine strittige Situation und blieb dabei bewusst zurückhaltend. „Bei einer Chance war der Ball klar hinter der Linie - beim Stand von 0:0 ist das natürlich sehr bitter“, sagte er, wollte die Leistung von Schiedsrichter Hametner aber nicht weiter kommentieren. Mehr Gewicht legte er ohnehin auf das, was seine Mannschaft selbst beeinflussen kann. „Wir werden versuchen, die Chancenauswertung zu verbessern und die Lehren aus diesem Spiel zu ziehen“, kündigte der Trainer an. Trotz der 0:1-Niederlage fiel sein Schlusswort keineswegs resigniert aus. „Ich bin trotzdem zufrieden mit meiner Mannschaft. Sie kämpft verbissen um jeden Zentimeter, erspielt sich viele Torchancen und lässt nicht viele Chancen zu. Es fehlte gestern einfach das Quäntchen Glück vor dem Tor."