In der 2. Klasse Mitte-West hat sich die SPG Lambach/Edt im Duell mit der Union Linseder Hofkirchen/Trattnach 2:1 durchgesetzt. Das Ergebnis blieb knapp, aus Sicht von Nikolaus Zopf war die Sache aber eindeutig: Lambach hatte klar mehr vom Spiel, kombinierte stark und hätte die Partie aus Sicht des sportlichen Leiters schon viel früher klarer entscheiden müssen.

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Für Lambach begann die Partie ideal. Schon in der 2. Minute brachte die Kante mit der Nummer 6, Andreas Jukic, die Gastgeber nach einem schön herausgespielten Angriff mit 1:0 in Führung, genau jener frühe Treffer, den Zopf später als wichtigen Einstieg in dieses Spitzenspiel hervorhob. „Das Spiel startete mit einem schnellen Tor, was natürlich sehr gut für uns war“, sagte er. Danach sah der sportliche Leiter seine Mannschaft klar am Drücker. „Das Spiel ging eigentlich zum Großteil nur in eine Richtung“, so Zopf. Trotzdem blieb es bis zur Halbzeit beim 1:0. Für ihn war das der Punkt, an dem sich die deutliche Überlegenheit seiner Mannschaft noch nicht ausreichend am Spielstand zeigte, obwohl Lambach über weite Strecken das aktivere Team war.
Direkt nach dem Seitenwechsel legte die SPG nach. Der eingewechselte ungarische Blitz mit der Nummer 9, Peter Parti, setzte sich auf dem Flügel durch und bediente Mittelfeldstratege und Regisseur Dario Topalovic am Sechzehner sehenswert und jener erhöhte in der 49. Minute abgeklärt auf 2:0, und damit hatte Lambach das Spiel zunächst weiter in die gewünschte Richtung gebracht. Ganz erledigt war die Sache aus Sicht von Zopf aber noch nicht. Er sprach von einer Phase, in der seine Mannschaft nicht nachließ und den Druck konsequent aufrechterhielt. „Wir hätten in dieser Phase drei oder vier Tore schießen müssen“, meinte er. Genau darin lag für ihn der Grund, warum die Partie offen blieb. Weil Lambach den dritten Treffer nicht nachlegte, durfte Hofkirchen weiter hoffen. Als Michael Streif in der 78. Minute auf 2:1 verkürzte, bekam die Begegnung noch einmal jene Spannung, die aus Sicht der Gastgeber eigentlich längst nicht mehr nötig gewesen wäre. „Natürlich musst du auch den Elfmeter in der ersten Halbzeit verwandeln, aber sowas kann passieren. Chapeau an den Torhüter der Hofkirchner, der den sauber rausgeholt hat! Hat man auch bei vielen Torchance aus dem Spiel heraus gemerkt, dass er ein starker Rückhalt für die gegnerische Mannschaft ist", ergänzte Zopf weiter.
Trotz des knappen Endstands fiel die Analyse des sportlichen Leiters klar aus. „Wir waren die klar überlegene Mannschaft und konnten so verdient über neunzig Minuten einen Sieg nach Hause bringen, auch wenn er noch höher hätte ausfallen können“, sagte Zopf. Besonders zufrieden war er mit dem Auftreten seiner Mannschaft in Ballbesitz. „Die Mannschaft hat von hinten bis vorne super kombiniert. In Ballbesitz waren wir kaum vom Ball zu trennen und wir hatten den Gegner großteils komplett im Griff, wodurch auch zahlreiche Torchancen resultierten.“ Damit beschrieb er genau das Bild, das sich für ihn über weite Strecken ergab: Lambach kontrollierte das Geschehen, ließ den Ball gut laufen und hatte spielerisch viele Vorteile. Dass der Sieg am Ende trotzdem nicht deutlicher ausfiel, führte er nicht auf fehlende Ordnung oder mangelnde Kontrolle zurück, sondern ganz klar auf die Verwertung der Möglichkeiten.
Dass es bis zum Schlusspfiff eng blieb, hatte für Zopf auch mit dem Gegner zu tun. Er bezeichnete die Union Hofkirchen als „stabile Mannschaft“, die genau wisse, wann sie mit und gegen den Ball die richtigen Aktionen setzen müsse. Vor allem aber hob er hervor, dass sich die "Fledermäuse" nie aufgaben. „Daher konnten wir uns über 90 Minuten nie sicher sein, dass wir das Spiel bei diesem Spielstand für uns entscheiden würden“, sagte er. Auch rund um die Partie fiel sein Urteil positiv aus. „Schiedsrichter Wolfsberger hatte das Spiel völlig unter Kontrolle. So wünscht man sich das eigentlich immer“, meinte Zopf, der auch mit der Atmosphäre zufrieden war: „Die Stimmung war spitze. Das Spiel war sehr sehenswert und ich glaube, dass es eine würdige Partie zwischen dem Zweiten und Dritten für alle war.“ Auch Stargast und Vereinslegende Jürgen Hager konnte dem Spiel beiwohnen, wodurch dieser Sieg noch wichtiger für die Mannschaft war. Für die SPG Lambach/Edt bringt dieser Heimsieg nach vier Runden die Tabellenführung mit zehn Punkten, Hofkirchen hält bei neun Zählern und liegt auf Rang drei. Klar ist nach dem Samstagnachmittag aber auch, woran bei den Gastgebern weiter gearbeitet werden soll. Auf die Frage nach dem größten Ansatzpunkt kam von Zopf eine kurze, aber deutliche Antwort, die mit einem Schmunzeln gegeben wurde: „Nach diesem Spiel? Im Torabschluss.“