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„Man hat einfach gemerkt - Wir wollten nie aufgeben“: SPG Lambach/Edt dreht 1:3-Rückstand in 5:3-Sieg

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SPG Lambach/Edt
Sattledt Juniors

In der 2. Klasse Mitte-West setzte sich die SPG Lambach/Edt am Samstagnachmittag nach einem turbulenten Verlauf mit 5:3 gegen die ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors durch. Nach dem 3:3 zur Pause lagen die Gastgeber zwischenzeitlich sogar 1:3 zurück, fanden aber eindrucksvoll in die Partie zurück. Für Sportchef Nikolaus Zopf lag der Ausschlag am Ende vor allem in der Haltung seiner Mannschaft: „Wir haben nie aufgegeben.“

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Sechs Tore vor der Pause und Lambach findet rechtzeitig zurück

Die Partie nahm schon früh ordentlich Fahrt auf und entwickelte sich genau so, wie es Zopf später beschrieben hat: „Das Spiel war von Anfang an ein offener Schlagabtausch. Die Sattledt Juniors haben das spielerisch gut gemacht, auch wenn wir sie zweimal eingeladen haben.“ Auf der Anzeigetafel war das besonders in der ersten Hälfte gut zu sehen. Kemal Elgit brachte die Gäste in der 20. Minute sehr abgeklärt mit 1:0 in Führung, doch Lambach hatte die passende Antwort parat und kam nur zwei Minuten später durch die Abwehrmaschine Jan Deisenhammer nach einem Standard zum 1:1. Ruhe kehrte trotzdem nicht ein, weil Burak Kocadag in der 24. Minute das 1:2 erzielte und Elgit nur wenig später mit seinem zweiten Treffer auf 1:3 stellte. Die Gastgeber waren damit früh gefordert, zeigten aber genau in dieser Phase, dass sie das Spiel noch lange nicht verloren gaben. Der georgische Silberstreif am Horizont war wieder einmal Atschiko Nadiradze, der in der 28. Minute auf 2:3 verkürzte, ehe Man of the Match Jan "Deisi" Deisenhammer kurz vor der Pause mit seinem zweiten Tor eiskalt auch noch das 3:3 herstellte. „Man könnte meinen, er hätte an diesem Tag sogar noch mehr machen können, hätten wir noch mehrere solche Standardsituationen gehabt." So ging es mit einem Gleichstand in die Kabinen, obwohl Sattledt zunächst klarer vorne gelegen war.


Fallrückzieher zum 4:3 verändert Spiel

Nach dem Seitenwechsel fiel dann jene Szene, die Zopf ganz klar als Wendepunkt einordnete. Der Zauberfuß und Kapitän an diesem Abend mit der Nummer 21 könnte das Tor des Monats erzielt haben. Dario Topalovic brachte Lambach in der 53. Minute erstmals an diesem Nachmittag in Führung und aus Sicht des sportlichen Leiters war genau dieses 4:3 der Moment, in dem das Spiel endgültig kippte. „Wahrscheinlich hat das sehr beeindruckende und wirklich außergewöhnlich erzielte Tor zum 4:3 den Gästen einen deutlichen Knick gegeben. Dadurch konnten wir uns nicht nur im Spiel festigen, sondern auch in unserem Spielaufbau“, sagte Zopf. Er schilderte die Entstehung dieser Szene auch genauer: Nach etwas Tumult im Strafraum der Gäste kam der Ball zu Fatbardh Sulejmani, der kurz vor dem Sechzehner die Übersicht behielt und mit viel Gefühl einen Chipball nahe an den Elfmeterpunkt spielte. Dort verwertete Ballkünstler Topalovic die Hereingabe per Fallrückzieher zum 4:3, wie einst Gareth Bale im CL-Finale 2018. Lambach hatte sich damit nicht nur zurückgekämpft, sondern das Spiel auch ganz auf die eigene Seite gezogen. Den entgültigen Schlusspunkt setzte dann Leonard Sulejmani, einer der Youngstars des Teams, in der 69. Minute mit dem 5:3.

Viel Respekt für griffige Gäste, aber Unterschied lag in der Einstellung

Dass dieser Heimsieg kein Selbstläufer war, machte Zopf in seiner Einordnung mehrfach deutlich. Er sprach den Gästen ein starkes Spiel nicht ab, im Gegenteil: „Sattledt ist sehr griffig. Sie sind fest in ihren Strukturen, haben einen konsequenten Spielaufbau und wissen ihre Stärken merklich auszuspielen.“ Gerade deshalb war die Leistung der Gastgeber für ihn umso höher einzuschätzen. Lambach musste sich gegen einen Gegner behaupten, der nicht nur die frühe Führung herausspielte, sondern die Gastgeber mit dem 1:3 auch richtig unter Druck setzte. Zopf hob außerdem hervor, dass vor allem ein technisch starker und schneller Offensivspieler der Gäste immer wieder gefährlich in Szene gesetzt wurde. Dazu kam, dass es in der Partie auch Gesprächsstoff gab. „Der Schiedsrichter hatte das Spiel über weite Strecken gut im Griff. Strittig waren aus meiner Sicht aber vor allem zwei Elfmeterszenen, bei der wir zweimal keinen Elfmeter zugesprochen bekamen und auch die Szene vor dem 4:3 aus Sicht der Gäste, die gerne eine Unterbrechung gehabt hätten. Aber ansonsten war das Spiel großteils gut unter Kontrolle“, sagte er. Unterm Strich wollte er den Blick aber nicht auf Nebenschauplätze lenken, sondern auf den Auftritt seiner Mannschaft.

Sieg, der zu Platz eins passt

Am Ende stand für für die SPG Lambach/Edt nicht nur ein torreicher 5:3-Erfolg, sondern auch eine Bestätigung des bisherigen Saisonstarts. Nach sechs Runden führt Lambach mit 16 Punkten vorerst die Tabelle an, und dieses Spiel passte aus Sicht des sportlichen Leiters gut ins Bild. „Die Mannschaft hat heute auf jeden Fall Moral bewiesen. Sich nach einem 1:3 zurückzukämpfen und das Spiel noch auf 5:3 zu drehen, beweist, dass sie als Ganzes und als Einheit funktioniert“, sagte Zopf. Noch klarer wurde er bei der Frage nach dem Unterschied zwischen den beiden Teams: „Ich denke, es lag an der Einstellung. Man hat bei uns gespürt, dass wir nie aufgeben wollten. Wir haben das ganze Spiel über gezeigt: Wir wollen gewinnen, wir können gewinnen – und zwar vom Torwart, über die Trainer bis zu den Ersatzspielern. Auch beim Publikum fand diese Einstellung Anklang, unter das sich auch dieses Mal wieder "Stargast" Jürgen Hager mischte.“ Genau das war in dieser Partie auch zu sehen. Lambach geriet ins Hintertreffen, kam aber Schritt für Schritt zurück, drehte die Partie nach der Pause und machte aus einem schwierigen Nachmittag noch einen Sieg, der in der Tabelle Gewicht hat.

2. Klasse Mitte-West: Lambach/Edt : Sattledt Juniors - 5:3 (3:3)

  • 69
    Leonard Sulejmani 5:3
  • 53
    Dario Topalovic 4:3
  • 42
    Jan Deisenhammer 3:3
  • 28
    Atschiko Nadiradze 2:3
  • 26
    Kemal Elgit 1:3
  • 24
    Burak Kocadag 1:2
  • 22
    Jan Deisenhammer 1:1
  • 20
    Kemal Elgit 0:1