In der 2. Klasse Mitte-West hat die Union Meggenhofen gegen den ATSV Stadl-Paura mit 10:0 gewonnen und die Partie schon vor der Pause entschieden. Für den sportlichen Leiter Markus Rader war das frühe Führungstor der entscheidende Auftakt zu einem Sonntagnachmittag, an dem seine Mannschaft „von der ersten bis zur letzten Minute“ klar den Ton angab.

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Viel Anlaufzeit brauchte die Partie nicht. Bereits in der 2. Minute brachte Valentin Oberndorfer die Gastgeber in Führung, und genau dieser frühe Treffer war aus Sicht von Markus Rader der erste entscheidende Schritt in eine ganz klare Richtung. „Mit dem 1:0 war klar, dass wir die Chance haben, hier ein überzeugendes Ergebnis zu erzielen“, sagte der sportliche Leiter nach dem Schlusspfiff. Auch wenn es danach nicht Schlag auf Schlag im Minutentakt weiterging, hatte Rader nie den Eindruck, dass dieses Spiel noch kippen könnte. Er sprach von einer „sehr einseitigen Angelegenheit“ und betonte, dass seine Mannschaft von Beginn an konzentriert aufgetreten sei. Nach dem 1:0 legte Meggenhofen in der 15. Minute durch Mario Gaubinger das 2:0 nach, ehe derselbe Spieler in der 21. Minute auch das 3:0 erzielte. Spätestens da war klar, dass die Heimelf das Geschehen fest im Griff hatte.
Was sich nach gut zwanzig Minuten bereits abgezeichnet hatte, wurde noch vor dem Seitenwechsel endgültig deutlich. David Gruber erhöhte in der 26. Minute auf 4:0, Maximilian Lehner legte nur drei Minuten später das 5:0 nach, und in der 38. Minute sorgte Michael Past für den 6:0-Pausenstand. Rader fand dafür klare Worte: „Es war von der ersten bis zur letzten Minute eigentlich eine sehr überzeugende Leistung und ein absolut verdientes Ergebnis.“ Dass die Meggenhofener zur Halbzeit bereits sechs Tore voran lagen, passte zu seiner Analyse des ersten Durchgangs. Seine Mannschaft habe weitere Chancen kreiert, vieles sei gut gelungen, und so sei dieses Halbzeitergebnis auch folgerichtig zustande gekommen. Zweifel am Ausgang der Partie gab es für ihn zu diesem Zeitpunkt längst keine mehr. Stadl-Paura war zwar bemüht, wie Rader ausdrücklich sagte, doch entscheidend war für ihn, dass die Gäste Meggenhofen kaum einmal wirklich in Bedrängnis bringen konnten.
Besonders zufrieden war Rader mit dem Auftreten seiner Mannschaft gegen den Ball. „Wir haben speziell in der ersten Halbzeit gezeigt, dass wir in jenen Situationen, wo wir nicht am Ball waren, sehr giftig und aggressiv aufgetreten sind“, erklärte er. Für ihn lag genau darin eine der größten Stärken dieses Auftritts. Meggenhofen ließ dem Gegner nach kurzen Vorstößen kaum Zeit, kam rasch wieder zu Balleroberungen und schuf daraus sofort neue gefährliche Aktionen. Rader sprach von einer überzeugenden Kompaktheit und einer starken kämpferischen Leistung. Dass Meggenhofen auch nach der Pause nicht nachließ, unterstrich dann auch der weitere Spielverlauf. Paul Simon Mairhuber traf in der 55. Minute zum 7:0, Michael Past schnürte in der 60. Minute mit dem 8:0 seinen Doppelpack, Mario Gaubinger stellte in der 78. Minute mit seinem dritten Treffer auf 9:0, und Noah Josef Oberndorfer setzte in der 81. Minute mit dem 10:0 den Schlusspunkt. Für Rader passte auch das ins Bild, weil seine Mannschaft weiter nach vorne spielte und die Lücken konsequent suchte.
So klar das Ergebnis auch war, einen Punkt wollte Rader dennoch nicht unter den Tisch fallen lassen. „Einziges Manko war heute die Chancenverwertung“, sagte er, und das ist bei einem 10:0 zunächst bemerkenswert. Aus seiner Sicht hätte das Resultat nämlich noch höher ausfallen können, weil seine Mannschaft über die gesamten 90 Minuten sehr viele Torchancen vorgefunden habe. Genau das zeigt auch, wie deutlich die Überlegenheit an diesem Nachmittag war. Gleichzeitig blieb die Partie laut Rader ruhig und ohne große Aufreger. Es habe wenig strittige Situationen gegeben, Schiedsrichter Schilcher habe das Spiel souverän geführt, und deshalb seien auch nur wenige Emotionen hochgekommen. Für die Union Meggenhofen steht damit nach elf Runden nicht nur ein besonders deutlicher Heimsieg zu Buche, sondern auch die Tabellenführung mit 27 Punkten. Der Auftritt gegen den punktelosen Tabellenletzten war für Rader deshalb vor allem eines: ein rundum überzeugender Nachmittag, bei dem seine Mannschaft früh die Richtung vorgab und sie dann bis zum Schlusspfiff beibehielt.