In der 2. Klasse Mitte-West haben die ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors gegen den SK Stratex Gallspach mit 1:4 verloren. Nach dem frühen Doppelschlag und einer Phase, in der der Absteiger laut Paul Straßl viele Chancen liegen ließ, brachte erst das 3:1 die Ruhe hinein. "Das 3:1 war wichtig", sagte der sportliche Leiter nach einem Auswärtssieg, der aus seiner Sicht trotz klarer Überlegenheit lange spannender blieb, als nötig gewesen wäre.

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Gallspach war von Beginn an sofort in der Partie und setzte genau dort an, wo Straßl den Unterschied gesehen hat: bei einem guten Start und einer klaren Anfangsphase. "Wir sind gut in die Partie gestartet. Wir hatten gleich sehr gute Chancen und haben daraus zwei Tore gemacht", sagte er nach dem Spiel. Schon in der 19. Minute ging Gallspach durch Armin Smajlovic mit 1:0 in Führung. Straßl hob dabei nicht nur den Treffer an sich hervor, sondern auch die Art, wie er zustande kam: "Das erste Tor war sehr schön gespielt. Das war ein Steckpass, und Armin Smajlovic hat vor dem Tor eiskalt verwertet." Nur sechs Minuten später legte derselbe Spieler nach. Auch das zweite Tor erklärte der Funktionär sehr konkret: Smajlovic eroberte den Ball, nutzte einen Fehler in der Abwehr und blieb alleine vor dem Tor ruhig. Damit hatte Gallspach nach 25 Minuten genau die Partie, die man sich auswärts wünscht.
Ganz durch war die Sache damit aber noch nicht, obwohl Gallspach laut Straßl über weite Strecken die bessere Mannschaft war. In der 37. Minute verkürzte Filip Raso für Sattledt auf 1:2, und genau dieser Treffer machte die Partie aus Sicht der Gäste wieder unnötig eng. Straßl sprach offen an, was ihn daran störte: "Wir haben wieder viele Chancen liegen lassen und dann wieder ein extrem blödes Gegentor gekriegt. Dann steht es auf einmal nur noch 2:1, obwohl wir ganz klar besser sind und eigentlich schon den Deckel draufmachen müssen." Mit dem 2:1 ging es auch in die Pause, und damit blieb die Tür für die Gastgeber offen. Umso wichtiger war für Gallspach dann das 3:1 in der zweiten Hälfte. In der 68. Minute traf Arif Berisha zum dritten Gallspacher Tor, und genau diesen Moment bezeichnete Straßl als Knackpunkt: "Das 3:1 war wichtig, und dann war es eigentlich entschieden." Acht Minuten später legte Kevin Grosic das 4:1 nach und machte damit auch ergebnistechnisch klar, was Straßl zuvor schon beschrieben hatte: Gallspach hatte das Spiel im Griff, machte es sich aber lange selbst schwer.
Dass Gallspach diesmal als Sieger vom Platz ging, lag für Straßl nicht nur an den Toren, sondern auch an einer insgesamt saubereren Leistung. "Wir haben einfach weniger Eigenfehler gemacht, weniger Fehlpässe. Wir haben das kontrolliert runtergespielt", sagte er. Genau darin sah er einen klaren Fortschritt gegenüber anderen Auftritten. Gallspach wirkte geordneter, verlor weniger einfache Bälle und brachte dadurch mehr Ruhe in das eigene Spiel. Gleichzeitig blieb Straßl aber weit davon entfernt, alles schönzureden. Trotz vier erzielter Treffer sprach er die Chancenverwertung erneut deutlich an: "Nichtsdestotrotz ist noch viel Luft nach oben. Vor dem Tor müssen wir einfach kaltschnäuziger werden und das besser nutzen. Man wird nicht jede Partie so viele Chancen kriegen." Diese Mischung aus Zufriedenheit über den Auftritt und Kritik an der Effizienz zieht sich durch seine Analyse. Der sportliche Leiter sah viele richtige Ansätze, aber ebenso klar jene Punkte, die Gallspach in den kommenden Spielen noch konsequenter angehen muss.
Auch den Gegner ordnete Straßl sachlich ein. Der ATSV Sattledt sei "nach vorne hin gefährlich" gewesen, gleichzeitig betonte er aber, dass der SK Gallspach insgesamt wenig zugelassen habe und als Mannschaft kompakt aufgetreten sei. Das passt zum Spielverlauf: Die Gastgeber kamen durch den Treffer von Filip Raso zwar noch einmal heran, konnten die Partie danach aber nicht drehen. Aus Gallspacher Sicht war es deshalb ein verdienter Auswärtssieg, weil die Gäste früh in Führung gingen, mehr vom Spiel hatten und nach dem 2:1 noch einmal nachlegen konnten. Mit den drei Punkten hält Gallspach nach elf Runden nun bei 17 Zählern und bleibt in der Tabelle vor Sattledt, das bei 12 Zählern steht. Unzufriedenheit mit der Spielleitung gab es bei Straßl übrigens keine. "Die Spielleitung war eher kleinlich, hat das aber auf beide Seiten durchgezogen", sagte er. Unter dem Strich nahm Gallspach also genau das mit, was man in so einem Auswärtsspiel mitnehmen will: vier Tore, drei Punkte und das Gefühl, vieles richtig gemacht zu haben – auch wenn aus Sicht der Gäste noch mehr drin gewesen wäre.