Spielberichte

„Wir sind nicht zu Tode betrübt“: Lindinger und ASKÖ SC Kirchberg-Thening nach 1:4 bei ASK Blaue Elf Wels

Blaue Elf Wels
Kirchberg-Th.

Ein erster Härtetest für Gerhard Lindinger und ASKÖ SC Kirchberg-Thening: Beim 1:4 in Wels berichtete der Trainer von schwierigen Bedingungen und einem frühen Gegentreffer, der den Matchplan durcheinanderbrachte. Zum Auftakt in der 2. Klasse Mitte blieb der Ton dennoch konstruktiv und nach vorne gerichtet. Lindinger hob Teamgeist, Energie und Bereitschaft hervor und machte klar, dass seine Mannschaft aus diesem Spiel lernen will: „Wir sind nicht zu Tode betrübt. Wir werden an unseren Fehlern arbeiten und dementsprechend auch besser wieder auftreten.“ Die Niederlage war ärgerlich, aber kein Dämpfer für die kommenden Wochen – der Fokus liegt auf Korrekturen und einem stabileren Auftritt, Schritt für Schritt.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Bedingungen prägen den Rhythmus

Der Coach fasste den Charakter des Duells präzise zusammen: „Das Spiel hat sich viel in der Luft abgespielt, weil beide Mannschaften aufgrund des Geläufs die Bälle schnell hoch nach vorne gespielt haben.“ Schon früh geriet Kirchberg ins Hintertreffen – Ivan Zeko traf zum 0:1, kurz darauf legte Tvrtko Kljajic zum 0:2 nach. „Taktische Vorgaben waren heute schwieriger umzusetzen, weil sich der Ball mehrheitlich in der Luft befand“, ordnete Lindinger ein. Aus dem 0:2 arbeitete sich sein Team zurück, ehe die Begegnung in der Schlussphase endgültig kippte.

Anschlusstreffer und die Risikophase

In der 2. Halbzeit setzte Kirchberg ein Zeichen: Marco Haderer verkürzte mit dem Anschlusstreffer auf 1:2. Lindinger betonte die Reaktion seiner Mannschaft und den Willen, noch einmal zurückzukommen. Doch die Wende blieb aus. „Dann haben wir mehr Risiko genommen – und der Gegner hat uns eiskalt bestraft.“ Sebastian Rathmayr stellte auf 1:3, Shemsi Dzelili setzte den Schlusspunkt zum 1:4. Für Kirchberg stand am Ende weniger die Höhe des Resultats im Vordergrund als die Erkenntnis, welche Stellschrauben in engen Phasen greifen müssen.

Ausfälle, Stützen und Ausblick

Die Personallage bildete einen wichtigen Teil der Geschichte: „Wir hatten im Vorfeld einige Ausfälle von Stammspielern und mussten schon in der 1. Halbzeit verletzungsbedingt wechseln; außerdem mussten wir vor dem Spiel auf Akteure aus dem erweiterten Kader zurückgreifen. All das hat es nicht erleichtert.“ Umso mehr rückte Lindinger Einzelne ins Licht: „Ich möchte zuerst bei uns beginnen: In der Viererkette war ein Abwehrspieler heute der Fels in der Brandung – absolut top.“ Beim Gegner fiel ihm „die Nummer 10, ein Neuzugang“, besonders auf. Am Ende blieb die Marschroute eindeutig: „Im Großen und Ganzen müssen wir Woche für Woche unsere Leistung bringen.“ Der Blick geht nach vorne – Lehren ziehen, Abläufe schärfen und den nächsten Schritt setzen.

2. Klasse Mitte: B.Elf Wels : Kirchberg-Th. - 4:1 (2:0)

  • 93
    Shemsi Dzelili 4:1
  • 80
    Sebastian Rathmayr 3:1
  • 72
    Marco Haderer 2:1
  • 22
    Tvrtko Kljajic 2:0
  • 8
    Ivan Zeko 1:0