Nach dem 0:0 gegen Viktoria Marchtrenk Juniors ordnete Jürgen Hartl, sportlicher Leiter von Union Babenberg Linz Süd, die 90 Minuten als insgesamt stimmig ein. Er sah seine Mannschaft besonders vor der Pause im Vorteil und sprach von einem gerechten 0:0, weil die zweite Hälfte auf beiden Seiten nur noch wenige Höhepunkte bot. Hartl hob ein klares Chancenplus seines Teams, mehr Ballbesitz sowie eine insgesamt faire Atmosphäre hervor. Gleichzeitig machte er deutlich, dass der Weg weiterhin über Konzentration auf die nächste Aufgabe führt – auch vor dem Hintergrund eines Sommer-Umbruchs, in dessen Folge die Mannschaft weiter geformt werden soll. In der 2. Klasse Mitte richtet sich der Blick daher von Spiel zu Spiel, mit dem Ziel, konstant Punkte zu sammeln.

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„In der 1. Halbzeit waren wir überlegen, in den ersten 25 Minuten hatten wir vier gute Chancen – einen Freistoß und drei Flanken –, die fast zu einem Tor geführt haben.“ Über die gesamte Distanz sah er ein deutliches Chancenplus auf seiner Seite: „Wir hatten im Spiel sicher fünf, sechs Chancen, darunter zwei Hundertprozentige. Der Gegner hatte vielleicht drei Möglichkeiten im ganzen Spiel, die aber nicht hundertprozentig waren. Über 90 Minuten waren wir die bessere Mannschaft.“ Dass es am Ende bei der Nullnummer blieb, war für ihn schlüssig, weil nach der Pause „für beide Mannschaften nicht mehr viel drin“ war – in Summe ein gerechtes 0:0 aus seiner Perspektive.
Auch die Statik des Spiels sah Hartl auf seiner Seite: „Der Ballbesitz war sicher bei uns – ich würde sagen 60:40.“ Bei ruhenden Bällen leuchteten einzelne Szenen auf, ohne das Ergebnis zu kippen: „Wir hatten zwei gute Standards nach Eckbällen, sonst war es eher ein Mittelfeldgeplänkel.“ Seine Einordnung des Spieltons fiel positiv aus: „Es war ein sehr faires Spiel.“ Strittige Szenen rückten aus seiner Sicht nicht in den Vordergrund.
In der Schlussphase witterte Babenberg noch einmal die Möglichkeit auf den Lucky Punch: „Wir hatten eine gute Möglichkeit in der 90. Minute.“ Taktische Detailfragen stellte Hartl nicht in den Mittelpunkt, der Fokus blieb klar auf den nächsten Schritten: „Wir schauen von Spiel zu Spiel und schauen, dass wir Punkte sammeln. Da wir im Sommer einen Umbruch hatten, müssen wir eine Mannschaft formen – schon für den Sommer wieder.“ Das Remis gegen Viktoria Marchtrenk Juniors passt damit in ein Bild, in dem Stabilität, Arbeit an der Formation und das Sammeln von Punkten Vorrang haben – mit dem Selbstverständnis, über weite Strecken des Abends die aktivere Mannschaft gewesen zu sein.