Im Duell zwischen ESV Wels und Viktoria Marchtrenk Juniors in der 2. Klasse Mitte sprach Co-Trainer Sejfo Sultanic nach einem intensiven Nachmittag von Ausgeglichenheit und Lernmomenten. Sein Fazit: ein leistungsgerechtes Remis zwischen zwei jungen Teams – geprägt von Wind, Aluminiumtreffern und einer besonderen Standardszene. Zufriedenheit und Selbstkritik lagen eng beieinander, das Kollektiv stand über allem. „Bei uns zählt nur das Kollektiv – einzelne würde ich nicht hervorheben“, betonte Sultanic.

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Für Sultanic trug die Partie klar die Handschrift zweier entwicklungsfreudiger Mannschaften. Er brachte es so auf den Punkt: „Es trafen zwei junge Mannschaften aufeinander; spielerisch hat mich Viktoria Marchtrenk Juniors sehr positiv überrascht.“ Zugleich machte er kein Geheimnis daraus, dass die Gegentore vermeidbar waren – inklusive eines Torwartfehlers. Unterm Strich ordnete er das 2:2 als leistungsgerecht ein und sprach von einer Begegnung, die in beide Richtungen hätte kippen können, ohne ihre Balance zu verlieren.
Früh setzte ESV Wels ein Ausrufezeichen: Luka Kelemovic traf in Minute 11 zum 1:0. Kurz vor der Pause stellten die Juniors auf 1:1 (38.) – Torschütze: Sebastian Begicevic. Unmittelbar nach Wiederbeginn brachte Anes Mehmedovic die Hausherren in Minute 50 mit 2:1 erneut in Front. In einer weiter offenen Phase glichen die Gäste durch Fabian Keppelmüller in Minute 68 aus – sein Treffer fiel direkt von der Eckfahne, wie Sultanic hervorhob: „Das zweite Tor von Viktoria Marchtrenk Juniors war ein direkter Eckball.“ Auch äußere Faktoren spielten mit: Die Gäste agierten vor der Pause mit Rückenwind und trafen Pfosten sowie Latte, während Wels nach dem Seitenwechsel selbst einmal die Latte erwischte. Die Schlussphase brachte noch eine personelle Note: Sebastian Humer sah in Minute 90 die Rote Karte.
Auf die Frage nach einem herausragenden Akteur wollte Sultanic niemanden hervorheben und unterstrich abermals das große Ganze. Für die kommenden Wochen definierte er klare Schwerpunkte: „Der Bereich taktische Disziplin. Wir haben eine extrem junge Mannschaft, sie ist noch in einer Lernphase und muss noch viel lernen.“ Seine Bilanz fiel dennoch zuversichtlich aus: „Das Positive überwiegt.“ Ein Nachmittag also, an dem die Balance stimmte, das 2:2 passte und der Weg nach vorne über Struktur, Disziplin und Vertrauen ins Kollektiv führt.