Im Duell von Union BMR Buchkirchen bei ASKÖ SC Kirchberg-Thening in der 2. Klasse Mitte zeichnete Trainer Murat Aplak ein Spiel voller Intensität und kleiner Fehler, die den Rhythmus prägten. Er sprach von einem kampfbetonten Auftritt beider Seiten, ausgeglichenem Ballbesitz und wenigen klaren Abschlüssen – und hob zugleich die Geschlossenheit seiner Mannschaft hervor. Eine strittige Abseitsszene rund um den entscheidenden Treffer sowie Emotionen in der Schlussphase bestimmten die Stimmung nach Abpfiff.

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Die Partie war geprägt von vielen Zweikämpfen und hoher Laufarbeit, aber auch von technischen Unsauberkeiten, die den Fluss immer wieder unterbrachen. Aplak ordnete den Charakter klar ein: „Es war ein sehr intensives, kampfbetontes Spiel von beiden Mannschaften.“ Der Ballbesitz sei „sehr ausgeglichen“ gewesen, doch nach wenigen Pässen schlichen sich zu oft Fehlpässe und unsaubere erste Kontakte ein. Entsprechend blieb das Risiko gering und das Chancenplus überschaubar. Vorne fehlte häufig die letzte Präzision – lange deutete alles auf ein 0:0 hin. „Es gab sehr wenige Torchancen, deshalb hätte es auch null-null oder höchstens eins-null für eine Mannschaft ausgehen können“, so Aplak.
Zur Pause stand es 0:0. Auch nach Standards ergaben sich zunächst keine großen Gelegenheiten. Als Kirchberg-Thening später auf Dreierkette umstellte und offensiver agierte, boten sich Buchkirchen Räume für Umschaltmomente, die jedoch nicht immer konsequent zu Ende gespielt wurden: „Zum Schluss, als der Gegner sehr offen war, hatten wir noch ein, zwei gute Möglichkeiten, aber wir haben es nicht sauber ausgespielt.“ Die Entscheidung fiel in der 78. Minute: Abdulmedjit Isufi traf zum 1:0. Der Treffer sorgte kurzzeitig für Diskussionen wegen einer möglichen Abseitsstellung. Aplak schilderte die Szene so: „Wir waren vorne gut besetzt, und der Kapitän der Gastgeber hob das Abseits auf.“ Laut Aplak bestätigte später auch ein Videoclip der Hausherren die Regularität des Tores. In einem Spiel mit wenigen klaren Chancen entschieden ein kluger Laufweg und ein präziser Abschluss.
Die Schlussminuten trugen die Nervosität eines knappen 1:0-Vorsprungs. In der 90. Minute sah ein Buchkirchener Akteur die Rote Karte, zuvor hatte bereits die Ersatzbank intensiv mitgefiebert. Aplak blieb in der Einordnung sachlich: „Es ist normal, dass die ganze Ersatzbank am Ende mitfiebert. Es gab keine Beleidigungen.“ Der Trainer selbst erhielt Gelb: „Ich habe auch eine gelbe Karte bekommen, weil ich für die Ersatzbank verantwortlich bin.“ Nach Abpfiff sei alles besprochen und abgehakt gewesen.
Sportlich überwog für Aplak die Geschlossenheit seines Teams: „Mein Kapitän hat in puncto Ruhe sehr stark gespielt, aber ich muss alle loben – Sechser, Außenbahnspieler, Stürmer. Es war ein echtes Mannschaftslob: Jeder ist marschiert, jeder hat sich reingehauen.“ Dass parallel auch die „1-B“ gewann, rundete das Wochenende ab – zwei Siege, sechs Punkte für Buchkirchen.
Der Blick geht nach vorn. Der nächste Gegner gilt als jung, spielfreudig und schnell. „Zu Hause müssen wir wieder das Spiel machen“, sagt Aplak. Wer „vorne dabei bleiben“ wolle, müsse solche Partien daheim gestalten – idealerweise mit mehr Präzision im letzten Drittel als an diesem Abend.