Die ASKÖ Fußballschule Linz hat in der 2. Klasse Mitte ein zähes Duell gegen den ESV Wels nach holpriger erster Hälfte in einen deutlichen 7:2-Erfolg gedreht. Zur Pause stand es 1:1, ehe die Hausherren in der letzten halben Stunde aufdrehten. Sportlicher Leiter Jakov Vukadin lobte Willen und Qualität: „Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und den Vorsprung ausbauen.“ Am Ende stand ein deutlicher Sieg und ein komfortables Polster an der Tabellenspitze.

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Die ersten Minuten gehörten nicht den Linzern, obwohl sofort die große Chance da war. „Gleich in der ersten Minute hatten wir eine klare Eins-gegen-eins-Situation, die wir nicht genutzt haben“, schilderte Jakov Vukadin. Danach lief wenig zusammen. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, das war teilweise unsere schlechteste Halbzeit in der Meisterschaft.“ ESV Wels witterte seine Gelegenheit und ging nach zwölf Minuten durch Luka Leon Kelemovic 0:1 in Führung – ein Gegentreffer, der die Hintermannschaft der Hausherren ärgerte. „Das Tor war unglücklich, da hat unsere ganze Verteidigung schlecht ausgeschaut.“ Fußballschule Linz brauchte lange, fand aber kurz vor der Pause die Antwort: Hasib Seperovic traf in Minute 44 zum 1:1. „Gut, dass wir kurz vor der Pause ausgeglichen haben“, so Vukadin.
Nach dem Seitenwechsel blieb es zunächst zäh. „Auch der Start in die zweite Halbzeit war nicht gut“, gab Vukadin offen zu. Dann kippte das Spiel in jener Phase, auf die seine Mannschaft gehofft hatte. In der 63. Minute stellte Edwin Skrgic auf 2:1 – „das war der Knackpunkt“. Danach spielten die Linzer ihre Klasse aus. Skrgic erhöhte in Minute 73 auf 3:1, Filip Vinojcic legte in der 76. Minute das 4:1 nach, und wieder Skrgic stellte nur zwei Minuten später auf 5:1. „Auf einmal ist uns alles gelungen. Jeder Pass, jede Flanke, wunderschön ausgespielte Tore, alles hat gepasst“, sagte Vukadin. ESV Wels verkürzte durch Senaid Smajlovic in der 83. Minute noch auf 5:2, ehe Skrgic mit einem späten Doppelpack (88., 89.) zum 7:2-Endstand traf – sein persönlicher Fünferpack.
Warum die Linzer trotz schwieriger erster Stunde so loslegten, erklärte der Sportchef mit einem klaren Blick auf die Tabelle: „Der Wille, das Spiel zu drehen und unbedingt zu gewinnen, war entscheidend. Wir wussten, dass Buchkirchen am Vortag verloren hat und wir den Vorsprung auf neun Punkte ausbauen können.“ Zugleich fand Vukadin faire Worte für den Gegner: „Der Torwart war sehr stark und hatte über 90 Minuten mehrere Glanzparaden.“ Auch der Rahmen passte: „Der Schiedsrichter hat das Spiel gut geleitet, beide Mannschaften waren sportlich, da hat’s nichts gegeben.“ Mit nun 54 Punkten nach 20 Runden führt Fußballschule Linz vor Blaue Elf Wels und Union Buchkirchen (je 45). Den Schwung aus diesem 7:2 will der Tabellenführer mitnehmen und die starke Ausgangslage in den kommenden Wochen absichern.