In der 2. Klasse Mitte trennten sich Union Haid und ASKÖ Fußballschule Linz 0:0. Die Linzer hatten klar mehr vom Spiel und zwei richtig dicke Chancen, doch Haid verteidigte über weite Strecken mit vielen Leuten im eigenen Strafraum und der Heim-Tormann hielt stark. Am Ende nahm der bereits fix als Meister feststehende Tabellenführer den Zähler mit – ohne Tor – und sprach von einem fairen, freundschaftlichen Auftritt bei großer Hitze.

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Die Partie begann so, wie sie über weite Strecken blieb: Die Fußballschule Linz hatte den Ball, Haid stand tief und wartete auf Umschaltmomente. „Wir hatten den Ballbesitz klar auf unserer Seite, gefühlt siebzig zu dreißig“, sagte Sportchef Jakov Vukadin. Seine Mannschaft suchte geduldig die Räume, doch die Gastgeber rückten kaum raus. „Haid ist sehr tief gestanden, teilweise mit sieben, acht Mann in der Box“, schilderte er. Bis zur Pause blieb es beim 0:0, was auch daran lag, dass die Linzer trotz Überlegenheit nur selten sauber durchkamen. Vukadin blieb fair in der Einordnung: „Ob der Punkt jetzt für Haid verdient ist, hin oder her – sie haben ihn sich hart erkämpft, und dafür gratuliere ich.“
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gäste den Druck noch einmal, ohne die nötige Präzision im Abschluss zu finden. Vukadin sprach von zwei Szenen, die das Spiel hätten entscheiden können. „Rund um die 70. Minute hatten wir eine Eins-gegen-eins-Situation von der Seite, da haben wir das Tor nicht getroffen“, ärgerte er sich. Und ganz spät lag der Jubel schon auf den Lippen: „Kurz vor Schluss hatten wir eine riesige Kopfballgelegenheit, die der Tormann perfekt gehalten hat.“ Für ihn stand fest: „Wir müssen die Chancen nützen und das Spiel gewinnen – aber es wollte einfach nicht sein.“ Haid blieb bei Kontern gefährlich, Linz verteidigte das sauber weg, doch am Ende fehlte der eine Treffer.
Wie Vukadin den Gegner sah, brachte er in mehreren Sätzen auf den Punkt. „Sie wollten unbedingt mithalten, sie wollten uns ärgern, sie wollten da einen Punkt – und sie haben diesen Punkt gefeiert“, sagte er und verwies auch auf den Anlass: Haid hatte eine Siebziger-Feier. „Sie sind tief gestanden, waren kämpferisch sehr stark, stabil in der Defensive“, so der Linzer sportliche Leiter. Die Bedingungen machten es zusätzlich zäh: „Es war heiß, und es war nicht leicht, zu Torchancen zu kommen.“ Unterm Strich ordnete er den Nachmittag nüchtern ein: „Es war ein freundschaftliches 0:0.“ Dass die Hausherren mit schnellen Gegenstößen immer wieder Nadelstiche setzten, passte ins Bild des Spiels, in dem eine disziplinierte Abwehrleistung den Ton angab.
Neben der Defensivarbeit der Haider hob Vukadin zwei Dinge hervor: den Goalie und die Leitung des Spiels. „Bester Mann am Platz war der Haider Torhüter, der mit zwei, drei Paraden geglänzt hat“, betonte er. Zum Unparteiischen fand er klare Worte: „Wir hatten eine Dreierbesetzung, alles fair, korrekt und gut geleitet.“ In seiner Gesamtbilanz klang Zufriedenheit trotz ausgelassener Chancen durch: „Wir hätten uns den Sieg weit mehr verdient, aber wir nehmen den Punkt mit. Wir sind weiterhin ungeschlagen, wir sind schon fix Meister.“ Ein persönliches Detail rundete den Abend ab: „Danke an Union Haid für das Spalier vorm Einlaufen.“ So bleibt für die Fußballschule Linz vor allem die Erkenntnis, dass Stabilität und Geduld auch ohne Torerfolg tragen – und der Blick geht als Meister gelassen in die letzten Runden.