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6:2 in Linz: Oftering hadert – „Die zwei frühen Verletzungen haben uns wehgetan“

Babenberg Linz
SV Oftering

In der 2. Klasse Mitte setzte sich Union Babenberg Linz Süd klar mit 6:2 gegen den SV Oftering durch. Zur Pause stand es bereits 4:1, nach dem Seitenwechsel legte Babenberg nach, ehe Oftering noch Ergebniskosmetik betrieb. Oftering-Trainer Vedat Dogru sprach von einem Abend mit schwierigen Vorzeichen: „Die zwei frühen Verletzungen haben uns wehgetan.“ Gleichzeitig gefiel ihm die Reaktion seiner Mannschaft nach der Pause: „Wir haben in der zweiten Halbzeit gut gekämpft und gut kombiniert – darauf können wir aufbauen.“

Torwart in Scharz und Neonorange legt sich den Ball für einen Abstoß zurecht

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Babenberg legt früh vor – Ofterings Anschluss hält nur kurz

Babenberg erwischte den besseren Start und nutzte die erste Drangphase eiskalt. In Minute 12 traf Szilveszter Odri zum 1:0, nur vier Minuten später legte Niklas Oliver Prammer das 2:0 nach. Oftering antwortete sofort: Jastin Cadar stellte in der 19. Minute auf 2:1 und brachte die Gäste kurzzeitig zurück ins Spiel. Doch die Hoffnung hielt nicht lange. Alparslan Özkorucu stellte in Minute 25 wieder zwei Tore Abstand her, ehe Jürgen Hartl in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45+1) zum 4:1 einschob. Nach der Pause blieb Babenberg das aktivere Team: Tsultrim Gyalpo erhöhte in der 68. Minute auf 5:1, ein unglückliches Eigentor von Cristian Motentan (70.) bedeutete das 6:1. Oftering gab nicht auf, und Michael Scheuringer setzte in Minute 83 mit dem 6:2 den Schlusspunkt. „Wir haben uns ein, zwei gute Möglichkeiten herausgespielt“, sagte Dogru, „aber insgesamt war es zu wenig.“

Dogru über Gründe: frühe Wechsel, kleiner Kader und interne Reibereien

Der Ofteringer Trainer ordnete die Niederlage ohne Ausreden ein, benannte aber deutlich, was aus seiner Sicht den Ausschlag gab. „Wir hatten gleich am Anfang zwei Verletzte – ein Innenverteidiger und ein Offensivspieler. Wir mussten nach fünf Minuten das erste Mal und nach zehn Minuten schon wieder wechseln“, erklärte Vedat Dogru. Diese frühen Umstellungen nagten am Plan und an der Stabilität. Dazu kam die dünne Personaldecke: „Leider haben wir keinen großen Kader. Am Ende der Saison fehlen uns Spieler – verletzungsbedingt, aber auch arbeitsbedingt.“ Ein weiterer Punkt wurmte ihn besonders: „Nach langer Zeit haben wir wieder untereinander gestritten. Das hat die Motivation geknickt. Kämpferisch und disziplinär hat sonst vieles gepasst.“ Gleichzeitig hob er den positiven Abschnitt hervor: „In der zweiten Halbzeit haben wir gut zusammengespielt und gut kombiniert. Darauf können wir aufbauen.“

Gegnerstärke und Schiedsrichter: viel Lob, ein Aber an der Linie

Dogru zeigte Größe und stellte die Leistung des Gegners voran. „Babenberg war sicher stärker, weil sie konditionell besser drauf sind als wir und weil man merkt, dass sie schon länger zusammenspielen“, sagte der Oftering-Coach. Gerade in den entscheidenden Phasen nach dem 2:1-Anschluss sei Babenberg abgeklärter gewesen und habe das Spiel kontrolliert.

Zur Spielleitung fand Dogru klare, aber faire Worte: „Der Schiedsrichter war top, wirklich top und sehr fair.“ Zu den Assistenten an der Linie merkte er jedoch an: „Wir hatten keinen offiziellen Linienrichter, Babenberg hat zwei gestellt. Der Linienrichter war aus meiner Sicht unfair, und der Schiedsrichter konnte gewisse Abseitsentscheidungen aus der Distanz nicht sehen.“ Gleichzeitig relativierte er bewusst: „Wir haben nicht wegen der Linie verloren.“

Ausblick: Auf die zweite Halbzeit bauen – und an der Fitness arbeiten

Bei allem Frust über das 2:6 nahm Dogru etwas Greifbares mit. „Auf die zweite Halbzeit können wir aufbauen“, betonte er, denn dort zeigte Oftering Passsicherheit und blieb trotz des Rückstands im Spiel. Die Marschroute für die nächsten Wochen ist klar: „Konditionell fehlt uns noch was, da müssen wir weiter vorankommen.“ In der Tabelle steht Oftering mit nur einem Punkt am Ende, Babenberg rangiert mit 33 Zählern auf Rang zehn. Genau deshalb braucht es für Oftering nun eine stabile Startphase ohne frühe Wechsel, mehr Ruhe im Miteinander – und die Konsequenz, die guten Passagen über 90 Minuten zu tragen. Dogru fasste zusammen: „Wenn wir geschlossen bleiben und fitter werden, kommen die Ergebnisse.“

2. Klasse Mitte: Babenberg : Oftering - 6:2 (4:1)

  • 83
    Michael Scheuringer 6:2
  • 70
    Eigentor durch Cristian Motentan 6:1
  • 68
    Tsultrim Gyalpo 5:1
  • 46
    Jürgen Hartl 4:1
  • 25
    Alparslan Özkorucu 3:1
  • 19
    Jastin Cadar 2:1
  • 16
    Niklas Oliver Prammer 2:0
  • 12
    Szilveszter Odri 1:0