Zum Abschluss der 2. Klasse Mitte drehte Union Haid ein intensives Duell gegen SC Hörsching 1b spät zu einem 3:2-Heimsieg (1:1). In einer kampfbetonten Partie mit wenig klaren Chancen und schwierigem Wetter brachte Armin Pracalic die Gäste zweimal in Front, Haids Tobias Donner traf jedoch dreimal – zuletzt in der 90. Minute. Aus Hörschinger Sicht blieb vor allem die Elfer-Frage hängen: Sportchef Anton Blees haderte mit „drei sehr strittigen Entscheidungen“ gegen sein Team.

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Der Beginn gehörte den Gästen: Nach 14 Minuten nutzte Armin Pracalic eine der raren Möglichkeiten und stellte auf 0:1. In einer von Dauerregen geprägten, zweikampfintensiven Partie fand Haid vor der Pause die Antwort: Tobias Donner glich in Minute 36 zum 1:1 aus, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Nach Wiederanpfiff erwischte erneut Pracalic den besseren Moment und traf in der 65. Minute zum 1:2 aus Sicht der Hausherren. Doch Haid blieb dran, erhöhte gegen Ende den Druck und kam durch Donner in der 86. Minute zum 2:2. Als vieles bereits auf eine Punkteteilung hindeutete, schlug der Haider Angreifer in der 90. Minute noch einmal zu und schnürte mit dem 3:2 den Dreierpack – die späte Wende war perfekt.
Anton Blees erlebte einen zähen, umkämpften Abend und verwies zuerst auf die Rahmenbedingungen: „Es war eine kampfbetonte Partie mit wenigen zwingenden Chancen. Das Wetter war wegen Dauerregen sehr schwierig.“ Auf die Frage nach dem entscheidenden Moment wollte er sich nicht auf eine einzelne Szene festlegen – und kam dennoch schnell auf den Punkt: „Kann man so nicht eindeutig sagen. Es waren drei strittige Elfmetersituationen, die gegen uns entschieden wurden, und so wurde es Union Haid schlussendlich möglich gemacht, den Sieg einzufahren.“ Blees präzisierte seine Kritik: „In der ersten und in der zweiten Halbzeit gab es je ein Handspiel im Strafraum, da musst du Elfmeter geben. Und ganz am Schluss der Elfer gegen uns zum 3:2 – den muss man nicht geben.“ Laut Blees hat das sogar der sportliche Leiter der Gastgeber bestätigt, dass man den Elfmeter nicht geben muss.“ Gleichzeitig blieb er in der Gesamtbewertung fair: „Abgesehen davon war die Schiedsrichterleistung in Ordnung.“
Hörsching 1b musste laut Blees mit einer dünnen Personaldecke antreten, was sich im Verlauf spürbar bemerkbar machte: „Wir waren ersatzgeschwächt, der Kader war sehr dünn. Unter anderem durch einen verletzungsbedingten Tausch in der Halbzeit war in der zweiten Hälfte die Luft draußen.“ Haid blieb am Drücker und wollte das Spiel unbedingt noch drehen – aus Sicht des Sportchefs passte das auch zum Saisonabschluss: „Union Haid wollte unbedingt das Spiel noch drehen und hat das geschafft, um die Saison mit einem Sieg zu beenden.“ Trotz des späten K.o.-Treffers blieb Blees bei der Einordnung sachlich: „Der Gegner war wie wir von Beginn an motiviert. Sie haben den Rückstand gedreht – das war in Ordnung aufgrund der Schlussphase.“ Abseits aller Debatten nahm er auch etwas Positives mit: In der Schlussphase kam es aus Hörschinger Sicht noch zu einem kleinen Familienmoment, als die zwei Schnallinger Brüder gemeinsam auf dem Feld standen.