Frühe Gegentore haben dem SV Urfahr 1912 im Heimspiel der 2. Klasse Mitte gegen die ASK Blaue Elf Wels das Genick gebrochen: Am Ende stand ein 2:5. Die Gäste trafen früh doppelt, Urfahr meldete sich kurz vor der Pause und nach dem Seitenwechsel zurück, bekam die Partie aber nicht mehr gedreht. Co-Trainer Mahir Hamzakadic sprach von einem bitteren Start, sah aber auch eine ordentliche Reaktion seiner Mannschaft und betonte, dass es trotz allem Phasen gab, in denen Urfahr am Drücker war.

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Kaum angepfiffen, lag Urfahr hinten: Shemsi Dzelili stellte in Minute 6 auf 0:1, nur eine Zeigerumdrehung später erhöhte Sebastian Rathmayr auf 0:2. Dieser frühe Doppelschlag gab dem Spiel sofort eine klare Richtung. Nach einer halben Stunde legte Ivan Zeko das 0:3 nach – ein schwerer Rucksack für die Gastgeber. Kurz vor der Pause keimte Hoffnung auf: Marlon Aschauer traf in Minute 45 zum 1:3, und mit diesem Lebenszeichen ging es in die Kabinen. Nach Wiederbeginn erwischte wieder Blaue Elf den besseren Start: Zeko stellte in der 52. Minute auf 1:4. Urfahr antwortete prompt, Omar Yasser Mostafa verkürzte in der 54. Minute auf 2:4 und brachte die Partie noch einmal ins Wackeln. Am Ende machten die Gäste aber den Deckel drauf: Dzelili traf in der 73. Minute zum 2:5-Endstand.
Mahir Hamzakadic brachte die Urfahr-Sicht ohne Umschweife auf den Punkt: „Wir haben leider sehr schnell in den Anfangsminuten zwei Tore bekommen. Da haben wir in der Verteidigung nicht gut aufgepasst. Die Tore sind zu leicht gefallen – ein kleines Geschenk an den Gegner.“ Für ihn stand fest: „Der Knackpunkt waren diese zwei schnellen Tore. Die Mannschaft hat trotzdem probiert, dagegenzuhalten und das Spiel zu drehen.“ Nach dem Seitenwechsel sah der Co-Trainer ein anderes Gesicht seiner Elf: „Nach der Pause sind wir besser ins Spiel gekommen, hatten mehr Ballkontakte und haben viel Druck vor dem Tor gemacht.“ Dass es trotz Anschlusstreffer nicht mehr reichte, führte er auch auf starke Gäste-Paraden zurück: „Der Torwart von Blaue Elf hat ein paar sehr gute Paraden gehabt.“ Selbstkritisch hielt er fest: „Die Mannschaft war nicht von Anfang an da, die Kommunikation zwischen den Reihen hat gefehlt.“
Rund um das 0:1 sprach Hamzakadic einen Punkt an, der aus Urfahr-Sicht bitter schmeckte: „Das zweite und dritte Tor war abseitsverdächtig. Unsere Abwehr ist sehr hoch gestanden und hat auf Abseits gespielt, der Linienrichter hat es nicht gegeben.“ Grundsätzlich wollte er die Unparteiischen aber nicht in den Mittelpunkt rücken: „Der Schiedsrichter hat eine gute Partie gepfiffen.“ Gleichzeitig wünscht er sich bei solchen Spielen mehr Unterstützung: „Bei so einem Spiel wäre eine Dreierbesetzung besser gewesen, aber wir wissen, dass in Oberösterreich Schiedsrichter fehlen.“ Der Gegner war Zielstrebig: „Man hat den Willen gesehen, dass sie aufsteigen. Für sie war es ein Finalspiel, sie mussten die drei Punkte holen.“ Der Blick geht nun nach vorne: „Wir schauen nach vorne, spielen die restlichen Partien positiv fertig und starten in die Aufbauphase fürs nächste Jahr – mit einer guten Sommerpause zur Erholung.“