In der 2. Klasse Mitte lieferten sich die Union BMR Buchkirchen und der ASKÖ SC Kirchberg-Thening ein torreiches Duell, das am Ende 5:3 für die Gastgeber endete. Aus Sicht von Sportchef Manfred Isak lag der Unterschied vor allem darin, dass seine Mannschaft in Phasen mehr vom Spiel hatte, sich dafür aber nicht belohnte, während Buchkirchen vorne "eiskalt" blieb und immer wieder zum richtigen Zeitpunkt traf.

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Die Partie begann aus Kirchberger Sicht denkbar ungünstig. Schon in der 7. Minute brachte Martin Hofmayr die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Isak sprach danach von einem frühen Treffer, der seine Mannschaft zunächst aus dem Konzept brachte: "Wir sind sehr schnell mit 0:1 in Rückstand geraten." Besonders in Erinnerung blieb ihm die Entstehung dieses Tores, weil Buchkirchen "mit zwei super Pässen direkt vors Tor gekommen" sei. Kirchberg fing sich aber rasch wieder. Nur fünf Minuten später stellte Gregor Leonhartsberger auf 1:1 und gab den Gästen damit wieder Halt. Genau diese Phase hob Isak auch ausdrücklich hervor. "Nach dem 1:1 haben wir das Spiel sicher von der 20. bis zur 40. Minute kontrolliert", sagte er und sprach seiner Mannschaft für diesen Abschnitt ein Kompliment aus. Umso bitterer war aus Kirchberger Sicht das 2:1 kurz vor der Pause. Edin Nurkic traf in der 41. Minute, und für Isak war genau dieses Tor "mitunter der ausschlaggebende Treffer", weil es erneut nach einer schnellen Kombination fiel und den guten Kirchberger Abschnitt unmittelbar vor dem Seitenwechsel entwertete.
Auch nach Wiederbeginn blieb das Muster aus Sicht der Gäste ähnlich. Buchkirchen legte nach und erhöhte zunächst durch Martin Hofmayr in der 51. Minute auf 3:1, ehe Luka Konta in der 64. Minute das 4:1 nachlegte. Damit schien die Partie klar in Richtung der Gastgeber zu kippen, doch Kirchberg gab sich nicht geschlagen. Thomas Schaffelner verkürzte in der 70. Minute auf 4:2 und machte es mit seinem zweiten Treffer in der 78. Minute zum 4:3 wieder richtig spannend. Gerade diese Reaktion seiner Mannschaft wollte Isak nach dem Spiel ausdrücklich hervorheben: "Ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, nach einem 1:4-Rückstand auf 3:4 zurückzukommen." Er sprach sogar davon, dass die Chance auf das 4:4 da gewesen sei. Gleichzeitig verschwieg er nicht, was aus seiner Sicht fehlte. "Wenn du vorne die Tore nicht machst und dann hinten relativ schnell die Gegentore kriegst, dann liegt es am gesamten Team", sagte der Sportliche Leiter. Dazu passte auch sein Hinweis auf eine "nicht optimale" Chancenauswertung. Kirchberg war also nicht chancenlos, belohnte sich aber zu selten für die eigenen Phasen.
Die klarste Erklärung für die Niederlage lieferte Isak mit einem Satz, der den Nachmittag aus seiner Sicht gut zusammenfasst: "Der Knackpunkt waren jedes Mal die schnellen Gegenstöße der Union Buchkirchen, wenn wir das Spiel kontrolliert haben." Genau darin sah er die große Stärke der Gastgeber. Buchkirchen habe "immer die richtigen Antworten gefunden" und zudem auch "Traumtore geschossen". Für den SC Kirchberg war das besonders ärgerlich, weil die eigene Leistung für Isak keineswegs nur schlecht war. "Wir haben grundsätzlich ein gutes Spiel gemacht und uns leider nicht belohnt", sagte er, stellte aber ebenso klar fest: "Unter dem Strich ein verdienter Sieg der Buchkirchner." In der Schlussphase wurde die Aufholjagd zusätzlich erschwert, als Julian Koll in der 82. Minute die Rote Karte sah. Den endgültigen Schlusspunkt setzte dann Stefan Braun mit dem 5:3 in der 90. Minute. Diskussionen über den Unparteiischen wollte Isak gar nicht erst aufkommen lassen. "Schiedsrichter Waldl hat eine ordentliche Leistung gebracht. Wir suchen die Fehler am besten bei uns selbst und nicht beim Referee." Trotz der Niederlage blieb der Blick nach vorne gerichtet. Isak verwies darauf, dass Buchkirchen zu jenen Teams gehört, die vorne mitspielen werden, und betonte zugleich: "Die Saison ist noch sehr lange. Wir wissen um unsere Qualitäten und werden sie in den nächsten Spielen wieder ausschöpfen."