In der 2. Klasse Mitte setzte sich SV Oftering am Sonntag in Runde fünf mit 3:2 gegen SV Sparkasse Alkoven durch. Nach einem 1:1 zur Pause legten die Gastgeber direkt nach dem Seitenwechsel entscheidend nach. Trainer Vedat Dogru machte vor allem die starke zweite Hälfte, die geschlossene Mannschaftsleistung und einen gehaltenen Elfmeter als Schlüsselmomente für den verdienten Heimsieg aus.

Foto von Mike Robinson auf Unsplash
Vedat Dogru musste nach dem Schlusspfiff nicht lange nach Erklärungen suchen. „Schon beim Treffpunkt hatte ich das Gefühl, dass die Mannschaft den Sieg unbedingt will“, sagte der Oftering-Trainer und machte damit klar, dass er seiner Mannschaft die richtige Spannung früh angemerkt hatte. Umso höher bewertete er den Auftritt, weil seine Elf mit einigen verletzten Spielern und einem dünnen Kader in diese Partie gegangen war. Auf dem Platz entwickelte sich zunächst eine erste Halbzeit, die Dogru als ausgeglichen einordnete. Oftering ging in der 17. Minute durch Maurice Celepci mit 1:0 in Führung, Alkoven antwortete aber noch vor dem Pausenpfiff und kam durch Oliver Zauner in der 44. Minute zum 1:1. Für Dogru passte dieses Zwischenresultat zum Verlauf der ersten 45 Minuten, weil er auch aufseiten seiner Mannschaft „einige Chancen“ gesehen hatte und von Beginn an eine engagierte Vorstellung wahrnahm.
Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann jene Richtung, die sich Dogru erhofft hatte. Halil Kirkizoglu traf unmittelbar nach Wiederbeginn zum 2:1, und in der 54. Minute legte Jastin Cadar das 3:1 nach. Genau diese Phase hob der Trainer besonders hervor. „Wir sind in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gekommen, haben schnell ein Tor geschossen und nach dem 2:1 nicht aufgegeben, sondern auf das dritte Tor gespielt“, sagte er. Für Dogru waren die beiden schnellen Treffer nicht nur wichtig für den Spielstand, sondern auch als Zeichen an den Gegner. Seine Mannschaft habe damit gezeigt, dass sie nach der Pause besser starten und den Sieg unbedingt holen wollte. Noch stärker gewichtet er allerdings eine andere Szene. „Der absolute Wendepunkt war ganz klar der gehaltene Elfmeter von unserem Tormann. Er war richtig stark“, erklärte Dogru. Dass er die Strafstoßentscheidung selbst als zu leicht empfand, sprach er offen an. Zugleich stellte er aber klar, dass er mit der Spielleitung insgesamt einverstanden war: „Sonst hat alles gepasst, es war ein sehr fairer Schiedsrichter.“
Ganz durch war die Partie trotz des Doppelschlags nach der Pause noch nicht. Alkoven verkürzte in der 73. Minute durch Valentin-Daniel Simion auf 2:3 und machte die Schlussphase damit noch einmal eng. Dogru schilderte, dass die Gäste vor allem in den letzten zehn Minuten noch einmal alles versuchten, um doch noch zum Ausgleich zu kommen. Oftering hielt dem Druck aber stand und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Gerade dieser Schlussteil war für den Trainer ein weiterer Beleg dafür, wie entschlossen seine Mannschaft an diesem Tag auftrat. „Die Mannschaft hat bis zur letzten Minute, bis zur letzten Sekunde gekämpft“, sagte er und sprach von einer „richtig starken Leistung von jedem einzelnen Spieler“. Sein Lob verteilte Dogru dabei bewusst nicht nur an einzelne Torschützen oder an den Torhüter, sondern an die ganze Mannschaft, weil für ihn die Geschlossenheit den Ausschlag gab.
Entsprechend deutlich fiel auch das Gesamtfazit des Trainers aus. „Heute hat alles gut funktioniert, wirklich. Von der Verteidigung bis zum Mittelfeld, vom Mittelfeld zum Sturm, alles hat einfach gepasst“, sagte Dogru. Er begründete das nicht nur mit Einsatz und Kampf, sondern auch mit vielen kleinen Dingen im Spiel. Die Bewegungen hätten gestimmt, die Spieler hätten sich angeboten, den Ball gefordert, gute Zuspiele gespielt und häufiger den Abschluss gesucht. Dazu kam aus seiner Sicht die richtige Haltung von der ersten Minute an. „Die Mannschaft wollte heute schon von Anfang an den Sieg haben“, betonte er noch einmal. Gerade weil Oftering ersatzgeschwächt antreten musste und laut Dogru auch zwei Spieler urlaubsbedingt fehlten, ordnete er die drei Punkte besonders hoch ein. Mit nun sechs Punkten nach fünf Runden soll dieser Sieg deshalb nicht nur Erleichterung bringen, sondern auch Selbstvertrauen. „Wir werden von Woche zu Woche hoffentlich besser und stärker“, sagte Dogru – nach diesem 3:2 hatte seine Mannschaft dafür jedenfalls die passende Antwort auf dem Platz gegeben.