In der 2. Klasse Mitte hat SV Lichtenberg am Freitagabend gegen Union Babenberg Linz Süd mit 6:1 gewonnen und damit den vierten Sieg in Serie gefeiert. Zur Pause stand es noch 1:0, erst nach dem Seitenwechsel zog Lichtenberg mit einem Doppelschlag davon. Co-Trainer David Koblmüller nannte die Partie eine schwere Aufgabe, sah sein Team nach den Treffern zum 2:0 und 3:0 aber klar auf Kurs.

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Schon der Blick auf den Halbzeitstand zeigte, dass dieses 6:1 nicht von Anfang an nach einem Schützenfest aussah. Lichtenberg führte nach 45 Minuten nur mit 1:0, nachdem Daniel Wiesmayr in der 23. Minute für die Gastgeber getroffen hatte. Mehr Abstand war vorerst nicht da, und genau das passte auch zur Einschätzung von David Koblmüller. "Es war eine schwere Aufgabe, gegen Babenberg zu spielen. Der Gegner wurde unter Wert geschlagen, aber wir haben verdient gewonnen", sagte der Trainer nach dem Spiel. Damit war die Partie gut beschrieben. Lichtenberg lag vorne, musste sich diesen Vorsprung aber erst erarbeiten, weil die Gäste die Begegnung offen hielten und den Hausherren über weite Strecken eine ernsthafte Aufgabe stellten.
Entscheidend wurde dann die Phase kurz nach dem Seitenwechsel. Maximilian Schurm erhöhte in der 56. Minute auf 2:0, nur vier Minuten später legte Daniel Wiesmayr das 3:0 nach. Genau dort sah Koblmüller den Knackpunkt des Abends. "Es war eine Druckphase der Babenberger, aber wir haben zu den richtigen Zeitpunkten zugeschlagen und dadurch dem Gegner keine Chance gelassen", sagte er. Vor allem das 2:0 fiel also zu einem Moment, in dem Babenberg selbst gut im Spiel war. Dass unmittelbar danach auch noch das 3:0 folgte, nahm den Gästen zusätzlich den Glauben. Aus einem Spiel, das zur Pause noch eng war, wurde damit innerhalb weniger Minuten eine klare Angelegenheit für Lichtenberg.
Dass das Ergebnis am Ende so deutlich ausfiel, lag laut Koblmüller vor allem an den Stärken seiner Mannschaft in den entscheidenden Momenten. "Unsere größte Stärke war der unbändige Siegeswille, die Konterstärke und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor", sagte der Co-Trainer. Diese Einschätzung passte zum weiteren Verlauf. Adrian Bertleff erhöhte in der 72. Minute auf 4:0 und baute den Vorsprung weiter aus. Bleron Bytyqi verkürzte für Babenberg in der 77. Minute zwar auf 4:1, doch Lichtenberg blieb vorne konsequent. Nick Datscher stellte in der 84. Minute auf 5:1, ehe Maximilian Schurm in der 88. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends den 6:1-Endstand fixierte. Gerade diese späten Tore unterstrichen noch einmal, wie zielstrebig die Gastgeber an diesem Abend vor dem Tor waren.
Koblmüller fand nach Spielende trotz der klaren Niederlage des Gegners auch anerkennende Worte für Babenberg. "Babenberg hat versucht, Fußball zu spielen, was nicht alle Mannschaften in der 2. Klasse machen. Sie haben gute junge Spieler in ihren Reihen, aber am Schluss ist ihnen etwas die Kraft ausgegangen und sie wurden dafür bestraft", sagte er. Dazu passte auch seine kurze Bewertung der Rahmenbedingungen: "Der Schiedsrichter hat eine gute Partie abgeliefert und es war eine sehr faire Partie." Viel Anlass zur Suche nach Mängeln sah er nach diesem Abend naturgemäß nicht. "Es gibt immer wieder Schrauben an denen man drehen kann, ich bin aber mit der Mannschaftsleistung zufrieden und stolz auf unsere Jungs", meinte er zum Verbesserungspotenzial. Mit nun 16 Punkten aus sieben Spielen steht Lichtenberg auf Rang zwei und geht mit viel Selbstvertrauen in die nächsten Spiele. Koblmüller brachte das in einem Satz auf den Punkt: "Wir sind endlich in der 2. Klasse angekommen, haben jetzt eine breite Brust und wollen auf dieser Erfolgswelle reiten."