Spielberichte

„Die ersten zwei Tore waren schon die Entscheidung“ – Unterweitersdorf gewinnt nach frühem Doppelschlag 4:1

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Babenberg Linz
Unterweitersdorf

In der 2. Klasse Mitte hat Union Babenberg Linz Süd gegen Union Stiftinger Bau Unterweitersdorf mit 1:4 verloren. Für Trainer Gerhard Stoiber lag der Schlüssel in einem Start, der den Gästen das Spiel sofort in die Hände legte. Zwei frühe Tore, die schnelle Antwort nach der Pause und über weite Strecken das aktivere Auftreten machten aus seiner Sicht den verdienten Auswärtssieg aus.

Zwei Spieler in weißen und roten Dressen im Zweikampf um den Ball

Foto von Emma Benedict auf Unsplash

Blitzstart bringt die Gäste früh auf Kurs

Unterweitersdorf erwischte genau jenen Auftakt, den man sich auswärts wünscht. Schon in der 4. Minute brachte Xaver Aichinger die Gäste 1:0 in Führung, in der 6. Minute legte Michael Ahorner das 2:0 nach. Für Stoiber war damit die Richtung früh vorgegeben. „Wir haben einen idealen Start erwischt. Gleich in der vierten Minute das 1:0 und bereits einige Minuten später das 2:0, das war schlussendlich schon die Entscheidung für das Spiel“, sagte der Trainer. Entscheidend war für ihn aber nicht nur der frühe Vorsprung, sondern auch die Art, wie er zustande kam. „Die beiden Tore waren sehr schön über den Flügel herausgespielt“, meinte Stoiber und verwies damit auf eine Anfangsphase, in der seine Mannschaft sofort Zugriff hatte und den Gegner gar nicht erst ins Spiel kommen ließ.


Der Anschlusstreffer ändert wenig, Unterweitersdorf antwortet sofort

Ganz ohne schwierige Phase ging es für die Gäste trotzdem nicht durch. In der 37. Minute verkürzte Luca Fuchsjäger für die Linzer auf 1:2 und sorgte kurz vor der Pause noch einmal für Bewegung in der Partie. Stoiber sprach offen an, dass dieser Treffer nicht spurlos an seinem Team vorbeiging. „Der Anschlusstreffer kurz vor der Pause war für uns zwar kurz ein Schock, aber wir haben uns davon relativ schnell erholt“, sagte er. Mit dem 1:2 ging es in die Kabinen, dort fand Unterweitersdorf laut Stoiber die richtigen Worte. Die Reaktion folgte prompt: Daniel Göbl stellte in der 51. Minute auf 1:3, Michael Ahorner erhöhte in der 64. Minute auf 1:4. Für Stoiber war auch das ein Zeichen dafür, dass seine Mannschaft die Partie unter Kontrolle hatte. „Gleich nach der Pause konnten wir den 3:1-Vorsprung wiederherstellen. Das 4:1 war dann natürlich entscheidend für das Spiel.“ Dazu kam aus seiner Sicht noch, dass danach weitere Möglichkeiten da waren. „Wir hatten nach dem 4:1 noch weitere Chancen. Das Spiel hätte durchaus höher ausgehen können.“

Frischer, enger dran und trotz Ausfällen geschlossen

Stoiber erklärte den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften sehr klar. Für ihn war Unterweitersdorf vom Anpfiff weg spritziger, näher am Gegner und insgesamt wacher in den Zweikämpfen. „Wir waren von der ersten Minute viel spritziger und aktiver im Spiel als der Gegner. Wir konnten die ersten Bälle alle gewinnen. Wir standen nahe am Gegner und haben generell viel besser zusammengespielt“, sagte er. Umso höher ordnete er den Sieg ein, weil nicht alle Stammkräfte zur Verfügung standen. „Wir hatten heute einige verletzte und abwesende Spieler. Trotzdem konnten wir mit dem Kader, der uns zur Verfügung stand, eine extrem frische und starke Mannschaft zusammenstellen.“ Besonders hervor hob er außerdem den Zusammenhalt. „Der schnelle Start war sicher wichtig, aber genauso auch der Zusammenhalt in der Mannschaft. Obwohl uns einige starke Spieler gefehlt haben, waren wir mental deutlich stärker als der Gegner.“

Nur kurze gute Phase bei Babenberg, insgesamt ein klarer Befund

Aus Sicht des Trainers gab es bei Babenberg nur in einer Phase echte Gegenwehr. Vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit sah er Momente, in denen seine Mannschaft dem Gegner zu viel Raum ließ. „Der Gegner hatte nur kurze Phasen in der ersten Halbzeit, vor allem gegen Ende. Da hat ihr stärkster Spieler, die Nummer zehn, einige gute Aktionen gehabt und auch den Anschlusstreffer erzielt. Da haben wir ihm viel zu viel Raum gelassen“, sagte Stoiber. Abseits davon fiel sein Urteil deutlich aus. „Ansonsten war der Gegner heute sehr harmlos.“ Auch mit manchen Entscheidungen des Schiedsrichters war Unterweitersdorf nicht in allen Situationen einverstanden, insgesamt ordnete Stoiber die Leistung des Unparteiischen aber sachlich ein. „Es gab einige Situationen, mit denen wir nicht einverstanden waren, aber grundsätzlich hatte er das Spiel in den schwierigen Phasen gut im Griff.“ Unterm Strich blieb für ihn vor allem eines stehen: „Im Großen und Ganzen sind wir mit dem 4:1-Sieg sehr zufrieden. Es gibt uns wieder Auftrieb und Motivation nach den letzten schweren Spielen. UWD is back.“ Genau das war der Ton nach einem Auftritt, bei dem Unterweitersdorf laut seinem Trainer über weite Strecken das aktivere Team war.

2. Klasse Mitte: Babenberg : Unterweitersdorf - 1:4 (1:2)

  • 64
    Michael Ahorner 1:4
  • 51
    Daniel Göbl 1:3
  • 37
    Luca Fuchsjäger 1:2
  • 15
    Dominik Affenzeller 0:2
  • 4
    Xaver Aichinger 0:1