Nach dem 2:7 zum Saisonabschluss der 2. Klasse Nord-Ost gegen Perg/Windhaag richtet sich bei der Union Arbing in der neuen 2. Klasse Nord-Mitte der Blick schon wieder nach vorne. Trainer Stefan Brunner sieht in der vergangenen Saisonhälfte klare Fortschritte, vor allem in der neuen Ausrichtung mit Ballbesitz und Spielaufbau von hinten. Gleichzeitig benennt er den wichtigsten Punkt sehr offen: "Die meisten Verbesserungsmöglichkeiten gibt es in der Konstanz."

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Brunner macht in seiner Rückschau keinen Hehl daraus, worauf Union Arbing in den vergangenen Monaten gesetzt hat. "Gut funktioniert hat die neue Aufstellung. Grundsätzlich versuchen wir, von hinten rauszuspielen und den Ball laufen zu lassen", sagt der Trainer. Damit ist auch die Linie vorgegeben, an der in Arbing weitergearbeitet werden soll. Es geht nicht darum, alles neu zu denken, sondern das, was schon gut angelegt ist, sauberer und verlässlicher auf den Platz zu bringen. Genau dort setzt auch seine wichtigste Analyse an. "Die meisten Verbesserungsmöglichkeiten gibt es in der Konstanz", sagt Brunner, und dieser Satz erklärt den Verlauf der letzten Wochen recht gut. Auf ein 1:2 gegen Bad Kreuzen folgte ein 0:0 gegen DSG Union Perg 1b, danach gewann Arbing 2:0 gegen Pierbach/Rechberg und legte mit dem 7:2 gegen DSG Union Naarn 1b einen starken Auftritt nach. Zum Abschluss setzte es dann aber noch ein 2:7 gegen Perg/Windhaag. Gerade diese Serie zeigt, warum der Trainer nicht nur auf gelungene Phasen schaut, sondern vor allem auf die Frage, wie seine Mannschaft ihre Spielidee über einen längeren Zeitraum stabil halten kann.
Auch personell geht Union Arbing ohne großen Umbruch in die nächste Phase. Brunner spricht von zwei Abgängen. Stürmer Lukas Trauner kehrt zu seinem Stammverein Mitterkirchen zurück, dazu verlässt Moritz Pachinger den Klub leihweise ebenfalls in Richtung Mitterkirchen. Auf der Zugangsseite ist bisher Noah Huber von der Union Saxen dazugekommen. Rund um die Mannschaft selbst ist beim Verein laut Brunner vieles beim Alten geblieben. "Grundsätzlich ist bei uns im Verein alles beim Alten geblieben", sagt er. Ganz unverändert bleibt der sportliche Bereich aber nicht, denn der Trainerstab wird erweitert. "Wir bekommen einen dritten Trainer für die Kampfmannschaft beziehungsweise Reservemannschaft dazu", erklärt Brunner. Dazu kommt eine personell erfreuliche Nachricht, die in einer Sommervorbereitung nie unwichtig ist: "Aktuell ist kein Spieler verletzt. Alle sind fit." Das gibt dem Trainer die Möglichkeit, vom ersten Training an mit einem vollen Kader zu arbeiten, statt in den ersten Wochen nur auf Reha-Programme und Ausfälle reagieren zu müssen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in Arbing auf dem eigenen Nachwuchs. Brunner spricht davon, dass sich schon im Frühjahr einige Spieler gut weiterentwickelt haben und dass dieser Weg nun fortgesetzt werden soll. "Sportlich sind einige Spieler, die sich sehr gut weiterentwickelt haben, gerade jetzt im Frühjahr. Ich hoffe, das geht so weiter", sagt er. Gleichzeitig rücken wieder junge Kräfte nach. "Es kommen auch einige junge Spieler dazu, die heuer ihren 15. Geburtstag haben. Die werden wir versuchen einzubauen, zuerst natürlich in der Reservemannschaft und vielleicht dann auch in der Kampfmannschaft." Damit ist auch der Ausblick klar: Der Kader soll nicht nur ergänzt, sondern Schritt für Schritt breiter gemacht werden. Dass Brunner daneben auch auf das Umfeld der Liga schaut, passt ins Bild. Kritischer sieht er die neue Ligaeinteilung mit der 1b-Liga und der Auflösung der 2. Klasse Nordost, weil das für Arbing "logistisch etwas schwieriger" werde. Viel Zeit bis zur Rückkehr auf den Platz bleibt ohnehin nicht. "Am 6. Juli beginnt die Sommervorbereitung", sagt Brunner. Dann wird sich zeigen, wie rasch Union Arbing die eigene Spielidee weiter schärfen und vor allem eines schaffen kann: mehr Konstanz über einen längeren Zeitraum.