2. Klasse Nord-Mitte

„Der Herbst hat uns zu weit zurückgeworfen“ – Lindtner sieht Münzbach vor einer Saison mit klarer Aufgabe

Union Münzbach

Mit einem 2:0 zum Abschluss gegen DSG Union Naarn 1b hat Sportunion Greisinger Münzbach die Saison in der 2. Klasse Nord-Ost ordentlich beendet. Trainer Martin Lindtner zieht nach einer insgesamt soliden zweiten Meisterschaftshälfte dennoch ein nüchternes Fazit. Vor allem der große Rückstand aus dem Herbst habe schwer gewogen. Nach dem Wechsel in die 2. Klasse Nord-Mitte ist der Wunsch für die neue Saison deshalb klar: diesmal länger dranbleiben und bis zum Schluss mitspielen.

Torwart in türkisem Trikot

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Die Rückrunde war ordentlich, der Herbst blieb die Hypothek

Dass Lindtner mit der zweiten Saisonhälfte nicht unzufrieden ist, lässt sich auch an den letzten Ergebnissen ablesen. Münzbach gewann drei der letzten fünf Spiele, holte gegen DSG Union Perg 1b ein 2:2 und musste in diesem Abschnitt nur gegen Union Bad Kreuzen eine Niederlage einstecken. Trotzdem wollte der Trainer die Entwicklung nicht größer machen, als sie war. „Grundsätzlich sind wir mit der zweiten Hälfte der Meisterschaft zufrieden, aber wir haben uns natürlich mehr erhofft“, sagte er. Die eigentliche Ursache dafür sieht er nicht in den letzten Wochen, sondern im Saisonverlauf davor. „Gerade im Herbst hatten wir einen leider zu großen Rückstand auf die vorderen Plätze. Dadurch ist es extrem schwierig geworden, dass wir da noch einmal rankommen.“ Genau das ist für Lindtner der Punkt, an dem sich die Saison erklären lässt: Eine ordentliche zweite Hälfte war da, nur die Ausgangslage war schon zu schlecht, um vorne noch einmal richtig eingreifen zu können.

Wenig Bewegung im Kader, Hoffnung auf einen fitteren Start

Im Kader gibt es bei Münzbach keinen großen Umbruch, aber doch ein paar Veränderungen. Lindtner berichtete von einem Abgang aus dem offensiven Mittelfeld, der sowohl für die Reserve als auch für die Kampfmannschaft im Einsatz war. Fix ist dafür ein neuer Stürmer: „Ein Neuzugang ist fix: Matyas Bita.“ Viel wichtiger als eine lange Transferliste scheint für den Trainer aber ohnehin zu sein, dass die vorhandene Gruppe in besserer personeller Verfassung in die Vorbereitung geht. „Die letzten Spiele haben wir immer wieder mit Verletzungen gekämpft. Dadurch haben wir die letzten Spiele nicht mit dem kompletten Kader spielen können“, erklärte Lindtner. Er sprach allerdings von keinen gravierenden Ausfällen, sondern von kleineren Problemen. „Das sind Kleinigkeiten. Da sind die drei Wochen Pause natürlich gut für diejenigen, und wir hoffen, dass beim Trainingsstart wieder alle fit am Fußballplatz stehen.“ Dazu kommt, dass im Umfeld alles beim Alten bleibt. Im Trainerstab und auf Funktionärsebene gibt es laut Lindtner keine Änderungen.

Gute Trainingsarbeit als Basis, jetzt sollen die kleinen Dinge besser werden

Was dem Trainer für die nächsten Monate Zuversicht gibt, ist weniger ein einzelner Spieler als der tägliche Eindruck seiner Mannschaft. Lindtner hob bewusst nicht einen Namen hervor, sondern die ganze Gruppe. „Wir hatten bis zum letzten Training immer eine sehr gute Trainingsqualität, beziehungsweise war auch die Anzahl der Spieler immer sehr gut“, sagte er. Genau darauf will Münzbach in der Vorbereitung aufbauen. Der Coach sieht keine komplett neue Baustelle, sondern eher Feinarbeit. „Wir haben jetzt ein paar Wochen Zeit, damit wir an den kleinen Dingen noch ein bissl schärfen. Wir wissen alle, was wir wollen, was wir spielen und welches Spielsystem wir haben. Aber da gehören halt noch Kleinigkeiten dazu, damit wir das alles verbessern.“ Mit Blick auf einen Gegner, der ihn zuletzt besonders beeindruckt hat, sagte Lindtner: „Die haben sich gut verstärkt. Die haben auch eine sehr gute Frühjahrsrunde gespielt“, und erinnerte daran, dass Münzbach zum Frühjahrsauftakt immerhin ein Unentschieden holen konnte. Für die eigene Mannschaft leitet er daraus keinen großen Vergleich ab, sondern ein klares Ziel: In der kommenden Saison soll Münzbach nicht wieder einem Rückstand hinterherlaufen, sondern „bis zum Schluss mitspielen können“, damit es diesmal länger spannend bleibt.