In der 2. Klasse Nord-Mitte bilanzierte Martin Kargl, Trainer von Union Neumarkt im Mühlkreis, nach dem Duell mit Sportunion Reichenthal einen nervösen Beginn seiner Elf unter starkem Pressing und eine spürbare Steigerung nach der Pause. Er betonte Mut und Aktivität im zweiten Durchgang, akzeptierte zugleich die Qualität des Gegners und benannte die Gründe, warum es trotz ordentlicher Struktur im 4-4-2 am Ende nicht zum erhofften Punkt reichte.

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„Die ersten zwanzig Minuten hat Reichenthal wirklich volles Pressing gespielt, und wir sind aus der eigenen Hälfte nicht herausgekommen.” Aus dieser Drangphase der Gäste resultierten die frühen Nackenschläge: Tobias Landl stellte mit Treffern in Minute 8 und 12 auf 0:2. Um die 20-Minuten-Marke gewann Neumarkt allmählich Sicherheit, suchte ruhiger den Weg nach vorne und kam noch vor dem Seitenwechsel zurück ins Spiel – in der 30. Minute verkürzte Maximilian Spalt auf 1:2. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen.
„Nach der Pause hat meine Mannschaft alles versucht, den Ausgleich zu machen, und da haben wir gute Chancen gehabt.” Neumarkt drückte, doch es fehlte die letzte Präzision: Nico Kastberger köpfte nach einem Freistoß über die Latte, zwei weitere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt, und wenige Minuten vor Schluss hatte Jakob Schmitsberger noch einmal die große Chance. In Kargls Augen kippte das Spielgefühl dabei klar zu seinen Gunsten: „Zweite Halbzeit zwei, drei Chancen vielleicht, aber nicht zwingend. Also wir haben Reichenthal dann im Griff gehabt.”
Den Ausschlag gaben für Kargl Details – und starke Momente einzelner Akteure. Besonders hob er seinen Torhüter hervor, der die Mannschaft mit wichtigen Paraden im Spiel hielt. Taktisch sah Kargl seine Vorgaben konsequent umgesetzt: „Wir haben 4-4-2 gespielt, das hat super geklappt. Das haben sie richtig gut umgesetzt, aber wir haben viele Fehlpässe gehabt und das hat uns vielleicht den Punkt gekostet.”
Für den Gegner fand er respektvolle Worte: „Reichenthal ist hinten sehr gut gestanden. Also man muss schon sagen, das sie eine sehr gute Mannschaft in der Abwehr sind.” In einer intensiven Schlussphase schwächte sich Neumarkt zudem selbst, als Andreas Danner in der 85. Minute die Rote Karte sah – die Hausherren beendeten die Partie damit in Unterzahl. Positiv: Personell gibt es keine neuen Sorgen, wie Kargl festhielt: „Ich habe eigentlich keine Verletzten.” In seiner Gesamteinordnung blieb er fair und zugleich ambitioniert für die nächsten Aufgaben: Seine Mannschaft habe alles versucht, Reichenthals Erfolg sei „im Großen und Ganzen” verdient gewesen – „Ein Punkt wäre schön gewesen.”