Spielberichte

SV Wimberger Sandl – Horst Söllradl: „Auf diesem Punkt wollen wir aufbauen“ – Remis in Gutau nach Standardtoren

Union Gutau
SV Wimberger Sandl

Nach einem intensiven Duell zwischen DSG Union Gutau und SV Wimberger Sandl in der 2. Klasse Nord-Mitte überwogen Ausgeglichenheit und Geduld – samt spürbarer Erleichterung auf Sandler Seite. Trainer Horst Söllradl ordnete das Geschehen als Duell auf Augenhöhe ein und betonte den Wert des erkämpften Zählers für die Stimmung in der Mannschaft: „Wir sind froh, dass wir jetzt angeschrieben haben und einen Punkt geholt haben. Auf diesem Punkt wollen wir aufbauen.“

Spieler schnürt auf der Bank seine Fußballschuhe

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Ausgeglichen und vorsichtig

Inhaltlich beschrieb Horst Söllradl eine Partie auf Augenhöhe, in der beide Teams eher vorsichtig agierten und sich über weite Strecken neutralisierten. Auffällig war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft zwar „objektiv“ mehr Ballkontakte und Ballbesitz hatte, daraus aber kaum zusätzliche Großchancen entstanden. Der Versuch, nach vorne Akzente zu setzen, war auf beiden Seiten zu sehen, jedoch ohne nennenswerte taktische Finessen – das Geschehen blieb eng, umkämpft und von kleinen Details geprägt.

Schlüsselmomente vor dem Tor

Die auffälligste Szene der Anfangsphase gehörte Sandl: Nach einem weiten Einwurf wurde der Ball per Kopf verlängert, und Marcel Felbermayer nahm ihn halbvolley – sein Abschluss krachte an das Lattenkreuz. Gutau setzte Nadelstiche und prüfte um die 30. Minute mit einem scharfen, aufspringenden Schuss ins lange Eck den Torhüter, der stark parierte. Nach dem Seitenwechsel boten sich den Gästen weitere Möglichkeiten: Ein Steilpass konnte nicht verwertet werden, zudem scheiterte man einmal allein vor dem Torhüter. Zur Pause hatte es 0:0 gestanden, das Chancenplus blieb insgesamt gering, die Präzision im Abschluss fehlte.

Standards entscheiden – und der Blick nach vorn

Entschieden wurde die Begegnung über Eckbälle: Nach 59 Minuten brachte Jakob Grubauer Gutau in Front, als ein zunächst per Kopf geklärter Eckball am Sechzehner erneut scharf in den Strafraum kam und im Getümmel abgefälscht zum 0:1 aus Sandler Sicht einschlug. Die Antwort der Gäste folgte in Minute 70 – ebenfalls nach einem Eckball und in einem Moment, in dem Gutau laut Söllradls Eindruck in der Zuordnung nicht bereit war. Daniel Stöglehner glich per direkt verwandeltem Eckball zum 1:1 aus und bestätigte damit den Eindruck, dass an diesem Tag Standards den Ausschlag gaben. Strittige Szenen blieben aus; Söllradl hielt fest: „Der Schiedsrichter war in Ordnung und hat sehr gut gepfiffen.“

Auf individueller Ebene verzichtete er bewusst auf einen einzelnen Matchwinner und hob stattdessen die Geschlossenheit hervor – es sei ein Auftritt, der ein Pauschallob an die gesamte Mannschaft rechtfertige. Für die unmittelbare Zukunft leitet der Trainer eine klare Botschaft ab: Der Punkt ist für die Moral wertvoll und soll zur Basis werden, um im kommenden Heimspiel die Balance aus Stabilität und Mut im letzten Drittel noch konsequenter auf den Platz zu bringen. Den Anspruch formulierte er deutlich: „Wir haben jetzt ein Heimspiel gegen eine hintere Mannschaft, und da wollen wir endlich unseren ersten Dreier einfahren.“

2. Klasse Nord-Mitte: Gutau : SV Wimberger Sandl - 1:1 (0:0)

  • 70
    Daniel Stöglehner 1:1
  • 59
    Jakob Grubauer 1:0