In der 2. Klasse Nord-Mitte lieferte der SV Wimberger Sandl gegen die Union Stiftinger Bau Unterweitersdorf ein 3:2-Drama ab – mit Siegtor in Minute 93. Trainer Horst Söllradl sprach von einem verdienten Heimsieg: „Wir waren sehr dominant, hatten viele Chancen. Leider haben wir zu wenige genutzt – am Ende war der Sieg verdient.“ Sandl ging per Elfmeter in Führung, musste späte Rückschläge wegstecken und blieb doch dran: „Wir haben bis zur 93. Minute daran geglaubt und uns belohnt.“

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Sandl erwischte in der 19. Runde den besseren Start, war das aktivere Team und hatte über weite Strecken mehr vom Spiel. Horst Söllradl brachte es nachher auf den Punkt: „Wir waren sehr dominant, haben das Spiel gemacht und viele Chancen vorgefunden.“ Der Lohn kam noch vor der Pause: Nach einem Strafstoß traf Tobias Tober in der 33. Minute zum 1:0. „Der Elfmeter war vielleicht etwas strittig, aus meiner Sicht aber berechtigt“, sagte Söllradl, der die Leistung des Unparteiischen insgesamt positiv sah: „Der Schiedsrichter hatte das Spiel unter Kontrolle und hat gut Vorteil laufen lassen.“ Mit der knappen, aber verdienten 1:0-Führung ging es in die Pause, wobei Sandl das Gefühl mitnahm, dass noch mehr herausspringen könnte.
Nach dem Wechsel meldete sich Unterweitersdorf prompt zurück: André Sailer glich in Minute 50 zum 1:1 aus. Sandl ließ sich davon nicht aus der Spur bringen. Die Gastgeber blieben am Drücker und stellten durch Tomas Krivacek in der 70. Minute auf 2:1. „Nach dem 2:1 habe ich geglaubt, dass wir das gewinnen“, erklärte Söllradl, schob aber nach: „Unterweitersdorf stand gut und hat immer wieder Nadelstiche gesetzt.“ Genau so kam es in der Schlussphase: Ein eigener Fehler leitete in Minute 90 das 2:2 durch David Schilcher ein. Die Grün-Weißen brachen jedoch nicht ein, sondern antworteten in der Nachspielzeit. „Wir haben bis zur 93. Minute daran geglaubt“, so der Trainer – und Sascha Zauner sorgte tatsächlich in Minute 93 für das 3:2 und die viel zitierte Erlösung.
Nach dem Abpfiff überwog bei Sandl die Erleichterung. „Dieser Sieg ist eine Riesenerleichterung für Verein und Spieler. Die Burschen trainieren brav, haben sich jetzt endlich belohnt“, betonte Söllradl und hofft auf Rückenwind: „Ich hoffe, dass das einen Impuls setzt und wir die nächsten Spiele leichter angehen können.“ Seine Mannschaft lobte er vor allem für Glaube und Laufarbeit: „Die größte Stärke war, dass sie bis zum Schluss an den Sieg geglaubt haben und 90 Minuten unser Programm durchgezogen haben.“ Verbesserungspotenzial sieht er klar benannt: „In der Defensive machen wir oft leichtfertige Fehler, die sofort bestraft werden. Da müssen wir den Hebel ansetzen.“ Zum Gegner fand er respektvolle Worte: „Bei Unterweitersdorf ist viel über die Nummer 22 im Zentrum gelaufen. Sie sind schnell umgeschaltet, das hat uns Probleme bereitet.“ Auch die Schiedsrichterleistung bewertete er positiv – der Elfmeter zu Beginn sei zwar diskutabel gewesen, insgesamt sei die Partie aber gut geleitet worden.