Spektakel in Unterweißenbach: In der 2. Klasse Nord-Mitte gewann Union Unterweißenbach nach wildem Auf und Ab 6:4 gegen Union Neumarkt im Mühlkreis. Früh im Rückstand, dann mit 3:1 vorne, zwischenzeitlich 3:4 hinten – am Ende entschieden Noel Brunner und Michael Starzengruber die Partie. Sektionsleiter Hubert Nötstaller sah den Wendepunkt klar beim 5:4 und lobte die Offensive, warnte aber zugleich vor zu frühem Abhaken: Dieses Spiel war aus seiner Sicht erst nach 90 Minuten wirklich vorbei.

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Kaum angepfiffen, lag Unterweißenbach zurück: Nach vier Minuten traf Maximilian Spalt für Neumarkt zum 0:1. „Wir haben gleich am Anfang, ich glaube in der dritten Minute, das 0:1 durch ein Missverständnis zwischen Defensivspieler und Tormann bekommen“, schilderte Sektionsleiter Hubert Nötstaller den unglücklichen Start. Die Heimischen steckten den Dämpfer aber gut weg, übernahmen immer mehr das Kommando und drehten durch Dominic Nötstaller (16.) und Marcel Lindner (23.) die Partie. Kurz vor der Pause legte Dominic Nötstaller mit seinem zweiten Treffer zum 3:1 nach (42.), ehe Jakob Schmitsberger in der Nachspielzeit auf 3:2 stellte. Wie Nötstaller berichtete, gab es zudem eine Gelb-Rote Karte für den Neumarkter Kapitän Michael Brandstätter – ein Umstand, der die Gastgeber kurz in falscher Sicherheit wog. „Nach der Gelb-Roten für den Neumarkt-Kapitän haben wir geglaubt, das Spiel ist gewonnen. Das hat uns eines Besseren belehrt – auch zehn sind nicht leicht zu bespielen“, meinte er rückblickend und brachte damit die hektische Schlussphase vor dem Seitenwechsel gut auf den Punkt.
Nach der Pause kippte das Momentum zunächst völlig. Matthias Dengler glich in Minute 52 zum 3:3 aus, David Fischer legte nach und stellte in der 63. Minute auf 3:4 – plötzlich lag Unterweißenbach trotz starker erster Halbzeit hinten. Die Heimelf schüttelte sich kurz und kam mit viel Druck zurück: Marcel Lindner traf in der 69. Minute zum 4:4. Nur drei Minuten später folgte die Szene, die für Nötstaller den Charakter des Abends prägte. Noel Brunner netzte in Minute 72 zum 5:4. „Sicher war ein Knackpunkt das 5:4 durch Noel Brunner. Da hat man gemerkt, dass wieder der Spirit da ist – wir wollten das Spiel mit Vehemenz gewinnen“, sagte der Sektionsleiter. Mit der erneuten Führung war der Glaube greifbar, die Mannschaft blieb am Drücker und spielte weiter mutig nach vorne. Neumarkt suchte zwar weiter seine Chancen, fand aber nicht mehr den Punch wie zu Beginn der zweiten Hälfte.
Der Abend stand auch im Zeichen der Bedingungen. „Es hat geregnet, der Boden war nass – da kann viel passieren. Wir haben zum Teil unglücklich Gegentore bekommen. Aber wenn du sechs Tore schießt, ist die Offensive hervorzuheben“, ordnete Nötstaller die wilden zehn Treffer ein. Seine Mannschaft blieb dran, erhöhte den Druck spürbar und legte in der Schlussphase nach: Michael Starzengruber besorgte in Minute 90 das 6:4 und setzte den Schlusspunkt. „Unser Druck hat vehement Fahrt aufgenommen, da lag das 6:4 in der Luft“, sagte Nötstaller, der zudem betonte: „Nach 90 Minuten ist das Spiel erst Geschichte. Neumarkt hat wirklich gekämpft.“ Auch dem Schiedsrichterteam stellte er ein ordentliches Zeugnis aus: „Die Schiedsrichterleistung war okay, wir waren zufrieden.“ Mit dem Dreier rundete Unterweißenbach ein starkes Frühjahr ab, steht mit 45 Punkten auf Rang fünf, während Neumarkt bei 28 Zählern rangiert. Nötstaller blickt zufrieden und mit klarem Kurs in die Pause: „Wir gehen wohlverdient in die Sommerpause. Es war ein grandioses Frühjahr mit neun Siegen, drei Niederlagen und einem Unentschieden. Wir gehen den Weg mit eigenen Spielern weiter – fördern und fordern unser Potenzial.“