In der 2. Klasse Nord-Mitte setzte sich der SV Gallneukirchen 1b in Runde 26 klar mit 4:0 gegen Union Stiftinger Bau Unterweitersdorf durch. Trainer Roland Traxler sprach von dominanten 90 Minuten, monierte aber die Abschlüsse: „Wir waren in allen Belangen überlegen, nur die Chancenverwertung war nicht zufriedenstellend.“ Besonders emotional: Kapitän Julian Strahberger traf bei seinem letzten Einsatz, Richard Ruthner legte nach, ehe Doppelpacker Noah Friedrich Alexander in der Schlussphase alles klarmachte.

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Gallneukirchen übernahm von Beginn an das Kommando und schob den Gegner tief in dessen Hälfte. Roland Traxler brachte es auf den Punkt: „Wir waren von der ersten bis zur letzten Minute die klar dominierende Mannschaft.“ Belohnt wurde das früh: Nach einer Standardsituation stellte Kapitän Julian Strahberger in Minute 17 auf 1:0 – ausgerechnet in seinem allerletzten Spiel für die 1b. Trotz zahlreicher weiterer Gelegenheiten blieb es bis zur Pause beim knappen Vorsprung (1:0). Der Coach erklärte, warum: „Wir haben viele hohe Ballgewinne gehabt und Chancen kreiert, aber die Chancenauswertung war nicht zufriedenstellend.“ Auch Anerkennung für den Gegner durfte nicht fehlen: „Der Torhüter von Unterweitersdorf war sehr gut und hat sie in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten.“
Aus der Kabine kam die Traxler-Elf weiter dominant und mit klarer Kontrolle über das Geschehen zurück. „Wir waren eigentlich immer spielbestimmend und hatten das Spiel unter Kontrolle“, sagte der Trainer. In Minute 69 fiel die Vorentscheidung – wieder nach einem ruhenden Ball, diesmal vollstreckte Richard Ruthner zum 2:0. Danach griff die Heimelf nach: Binnen fünf Minuten machte Noah Friedrich Alexander mit einem Doppelpack alles klar. Er traf zum 3:0 (75.) und zum 4:0 (80.) nach Vorarbeit von Berger bzw. Grabowski. Dass der Sieg am Ende so klar wurde, passte zum Spielbild; dass er noch höher ausfallen hätte können, ebenso: „Wir haben uns lange nicht belohnt.“
In seiner Analyse hob Traxler vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit hervor: „Das Kollektiv war sehr gut. Wir haben von hinten gut rausgespielt, viele hohe Ballgewinne gehabt und uns dadurch Chancen erarbeitet.“ Gleichzeitig blieb er konsequent in der Selbstkritik: „Die Chancenauswertung war diesmal nicht zufriedenstellend. Da ist sehr, sehr viel Luft nach oben.“ Zum Gegner fand er faire Worte: „Unterweitersdorf hat, glaube ich, viele Verletzte und war heute geschwächt. Sie hatten nicht viel entgegenzusetzen, aber sie haben sich bis zum Schluss nicht aufgegeben.“ Ein Sonderlob ging an den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war absolut top, sehr souverän – 90 Minuten nicht aufgefallen. Das ist das größte Kompliment.“ Und zur Kräfteverteilung meinte er unmissverständlich: „Wir waren laufstärker, spielstärker, zweikampfstärker – in allen Belangen überlegen.“
Über das Spiel hinaus ordnete Traxler die Entwicklung seiner Mannschaft ein – und fand einen roten Faden im Frühjahr. „Wir sind schwierig in die Frühjahrssaison gestartet, mit vier Spielen ohne Torerfolg. Ab der fünften Runde sind wir dann ins Laufen gekommen und die Entwicklung war sehr, sehr positiv. Wir sind sehr zufrieden“, erklärte der Coach. Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht das: Gallneukirchen 1b steht mit 40 Punkten auf Rang sechs, Unterweitersdorf hält bei 22 Zählern und Platz 13. Besonderen Stellenwert hatte der Abend für den Kapitän: „Julian Strahberger hat heute sein letztes Spiel gehabt. Ich möchte mich für seinen Einsatz und seine Kameradschaft bedanken.“ Für Traxler bleibt trotz des 4:0 ein Arbeitsauftrag: „An der Effizienz werden wir weiter feilen.“