2. Klasse Nord-Mitte

„Wir hoffen, den positiven Swing mitzunehmen“ – Sandl startet nach schwierigem Frühjahr mit neuen Gesichtern und einer noch offenen Trainerfrage

SV Wimberger Sandl

Beim 2. Klasse Nord-Mitte-Klub SV Wimberger Sandl ist nach Rang zwölf und 23 Punkten klar, dass das Frühjahr nicht nach Wunsch gelaufen ist. Co-Trainer Sascha Zauner spricht offen über die verpasste Distanz zum Tabellenkeller, sieht nach dem Trainerwechsel und der Interimslösung zuletzt aber einen klaren Aufschwung. Genau daran will Sandl in der Vorbereitung anknüpfen.

Fußball hängt im grünen Tornetz

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Frühjahr brachte nicht den erhofften Schritt

Zauner redet die abgelaufene Saisonhälfte nicht schön. „Leider sind wir mit der Frühjahressaison nicht vollends zufrieden gewesen. Wir haben uns aus dem Tabellenkeller nicht wirklich verabschieden können“, sagt der Co-Trainer und trifft damit den Kern der Sandler Spielzeit. Der Blick auf die letzten Wochen zeigt zwar, dass es zum Ende hin zumindest wieder Bewegung gab, von einer wirklich ruhigen Schlussphase konnte aber keine Rede sein. Nach den Niederlagen gegen Alberndorf und Reichenthal gelangen gegen Treffling ein 3:2 und in Neumarkt ein 4:1, ehe zum Abschluss noch ein 1:4 gegen die SPG Windhaag/Leopoldschlag folgte. Gerade diese Mischung passt zur Einschätzung aus dem Verein: Es war nicht stabil genug, aber ganz ohne positive Zeichen ging Sandl auch nicht in die Sommerpause.

Interimslösung brachte neue Impulse

Ein wesentlicher Punkt in Zauners Rückblick ist der Trainerwechsel während der Saison. In Sandl musste man reagieren, die letzten fünf Spiele wurden mit einer Interimslösung bestritten. Genau in diesem Abschnitt erkannte der Sektionsleiter Dinge, an die der Klub jetzt anknüpfen will. „In den letzten fünf Spielen unter Interimstrainer Manfred Lehner konnte man schon einen klaren Aufschwung erkennen“, sagt Zauner. Er will daraus kein größeres Bild machen, als es die Tabelle hergibt, aber der Hinweis ist wichtig: Im Verein hat man das Gefühl, dass die Mannschaft in dieser Phase wieder besser in die Spur gefunden hat. Deshalb formuliert Zauner den Sommerauftrag auch klar: „Wir hoffen, diesen positiven Swing aus den letzten Saisonspielen und aus den Trainings mit in die neue Saison zu nehmen.“ 

Vor allem Tober hinterlässt eine Lücke

Dass die kommende Saison kein Selbstläufer wird, hängt auch mit den personellen Veränderungen zusammen. „Leider hat uns mit Tobias Tober unser bester Stürmer aus der Vorsaison verlassen“, sagt Zauner. Der Angreifer kehrt zu seinem Heimatverein St. Oswald zurück und reißt eine Lücke, die in Sandl nicht leicht zu schließen sein wird. Gerade am Saisonende war Tober noch einmal ganz wichtig, wie Zauner ausdrücklich betont. Bei den beiden Siegen gegen Treffling und Neumarkt erzielte er sechs Tore und war damit „am Aufschwung gegen Saisonende maßgeblich beteiligt“. Neben Tober verlassen mit Tomáš Křiváček und Petr Koupal auch die beiden tschechischen Legionäre den Verein. Daniel Stöglener wird, wie Zauner sagt, „mehr oder weniger seine Fußballpension antreten“, außerdem verbringen Alex Kuttner und Robin Pichler ein Leihjahr in Sankt Oswald. Es ist also nicht bloß ein kleiner Umbruch, sondern eine Phase, in der Sandl an mehreren Stellen neu ansetzen muss.

Neue Gesichter, offene Trainerfrage und ein klarer Blick nach vorne

Ganz ohne Antworten geht Sandl aber nicht in die Sommerpause. Mit Philipp Hörmann aus Freistadt kommt ein junger Schienenspieler, der laut Zauner defensiv und offensiv einsetzbar ist. Dazu wurden mit Patrik Vanek als Offensivkraft, zuletzt in Langschlag, und Daniel Granov zwei tschechische Legionäre verpflichtet. Vor allem von Granov erwartet man sich Stabilität, Zauner sagt offen, dass er „unsere Defensive stabilisieren soll“. Noch offen ist dagegen die wichtigste Personalie an der Seitenlinie. „Die Trainersuche ist momentan noch aktiv. Es ist noch keine klare Entscheidung gefallen“, erklärt Zauner. Eine neue Lösung ist möglich, ebenso eine Fortsetzung mit einer Interimslösung. Dazu kommt, dass es im Kader derzeit keine gravierenden Ausfälle gibt. „Wir haben Gott sei Dank momentan keine schwer verletzten Spieler“, sagt der Co-Trainer, nur kleinere Beschwerden sollen in der Sommerpause ausheilen. Der Trainingsstart ist für den 7. Juli angesetzt, gleich danach wartet der Feistritz-Cup mit Spielen gegen Sankt Oswald, Lasberg und Kefermarkt. Rund um die Mannschaft bleibt der Verein ebenfalls aktiv, nach dem großen Vereinsfest steht Anfang August noch ein Sportvereinsflohmarkt an. Zauner verweist außerdem auf den starken Meister Alberndorf und auf Reichenthals starkes Finish samt geglückter Relegation. Sandl weiß also, wie hoch die Latte in der Liga liegt. Umso wichtiger ist für den Zwölften, was der Co-Trainer zum Schluss besonders betont: „Wir sind eine sehr eingeschworene Truppe. Zusammenhalt und ein Miteinander wird bei uns großgeschrieben.“ Genau darauf wird Sandl den Neustart bauen und nennt das vordere Ligamittelfeld als Saisonziel.