Spielberichte

„Das 2:1 war der Knackpunkt“ – warum die SPG Windhaag/Leopoldschlag in Neumarkt/M. 1:4 verlor

Union Neumarkt i.M.
SPG Windhaag/Leopoldschlag

Zum Saisonauftakt der 2. Klasse Nord-Mitte musste sich die SPG Windhaag/Leopoldschlag bei der Union Neumarkt/M. mit 1:4 geschlagen geben. Trainer Manuel Hauser sah seine Mannschaft über weite Strecken der ersten Stunde ordentlich im Spiel, machte nach dem Schlusspfiff aber auch klar, woran die Partie aus seiner Sicht kippte: „Ab dem 2:1 ist die Partie gekippt.“

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Bis zur Pause war für die Gäste noch alles offen

Dass das Ergebnis am Ende so deutlich ausfallen würde, war vor allem in der ersten Halbzeit noch nicht zu sehen. Union Neumarkt im Mühlkreis ging in der 18. Minute durch Sebastian Joe Reidinger mit 1:0 in Führung, doch die SPG Windhaag bei Fr./Leopoldschlag blieb in der Partie und arbeitete sich nach Ansicht ihres Trainers gut hinein. In der 31. Minute gelang Bastian Zuschrott der Ausgleich zum 1:1, mit dem es auch in die Pause ging. Genau diese Phase hob Manuel Hauser nach dem Spiel hervor. „In der ersten Stunde haben wir sehr guten Fußball gespielt und sind nach und nach besser in die Partie gekommen“, sagte der Trainer. Für ihn war das die Zeit, in der seine Mannschaft nicht nur den Rückstand weggesteckt hat, sondern auch selbst Akzente setzen konnte. Passend dazu meinte Hauser: „Phasenweise haben wir ganz gut kombiniert und konnten uns auch Chancen herausspielen.“

Das 2:1 veränderte den ganzen Spielverlauf

Auch nach dem Seitenwechsel hatte Manuel Hauser noch nicht das Gefühl, dass die Partie schon in eine klare Richtung läuft. Im Gegenteil: Aus seiner Sicht war für die SPG Windhaag bei Fr./Leopoldschlag in dieser Phase sogar mehr drinnen. „Wir hatten sogar die Chance, auf 2:1 in Führung zu gehen“, sagte er und beschrieb damit einen Abschnitt, in dem das Spiel noch offen war. Stattdessen fiel in der 68. Minute das 2:1 für Union Neumarkt im Mühlkreis durch Nico Kastberger. Genau diesen Treffer bezeichnete Hauser als Wendepunkt. „Das 2:1 war der Knackpunkt“, sagte er knapp und eindeutig. Auch die Entstehung dieses Tores schilderte er klar: „Ein langer Ball über die Seite. Wir konnten diesen nicht verteidigen. Der Ball wurde zur Mitte gespielt und der Stürmer brauchte den Ball nur noch ins Tor einzuschieben.“ Für den Trainer war damit nicht nur ein Gegentor gefallen, sondern auch der eigene Zugriff auf die Partie verloren gegangen. „Wir konnten unser Spiel nicht mehr spielen“, lautete seine Einschätzung zu dieser Phase.

Neumarkt verteidigte kompakt, Windhaag bekam die Probleme hinten nicht in den Griff

Nach dem 2:1 lief die Partie aus Sicht der Gäste endgültig weg. Die Union Neumarkt legte in der Schlussphase noch zweimal nach, David Fischer traf in der 80. Minute zum 3:1 und in der 88. Minute auch noch zum 4:1-Endstand. Dass die Niederlage am Ende verdient war, sprach Manuel Hauser offen an. Seine Begründung fiel deutlich aus: „Die Zuteilung hat nicht gepasst und das Verteidigen hat ganz schlecht funktioniert.“ Gleichzeitig nannte er auch jene Punkte, die die Union stark gemacht haben. „Die Verteidigung vom Gegner war sehr kompakt und die langen Bälle nach vorne haben die Neumarkter stark gemacht“, sagte Hauser. Damit war die Analyse des Trainers recht klar: Vorne gab es zwar ordentliche Phasen, hinten fehlte aber über den Verlauf des Spiels die nötige Stabilität. Ausreden suchte er keine. Auch zur Spielleitung hatte er nichts zu beanstanden: „Die Leistung von Schiedsrichter Shahbazi war sehr gut. Es gab keine strittigen Szenen.“ So bleibt für die SPG Windhaag/Leopoldschlag zum Start in die neue Runde eine deutliche Niederlage, obwohl die Partie bis weit in die zweite Halbzeit hinein offen war.

2. Klasse Nord-Mitte: Union Neumarkt : Windhaag/Leopoldschlag - 4:1 (1:1)

  • 88
    David Fischer 4:1
  • 80
    David Fischer 3:1
  • 68
    Nico Kastberger 2:1
  • 31
    Bastian Zuschrott 1:1
  • 18
    Sebastian Joe Reidinger 1:0