In der 2. Klasse Nord-Mitte hat die Union Baumgartenberg zum Auftakt bei der Union Pabneukirchen mit 4:1 gewonnen und dabei vor allem mit einer starken ersten Halbzeit den Grundstein gelegt. Trainer Jürgen Kappl sah seine Mannschaft "optisch die bessere Mannschaft" und machte vor allem die Minuten 20 bis 30 zum Knackpunkt. Auch nach dem unglücklichen Eigentor blieb der Absteiger laut Kappl ruhig.

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Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, die nach Kappls Eindruck vor allem über den Körper kam. "Das Spiel war von Anfang an sehr körperlich und kampfbetont, aber mit wenig Fouls", sagte der Trainer, der seine Mannschaft über weite Strecken im Vorteil sah. Gerade weil Union Pabneukirchen ordentlich dagegenhielt und laut Kappl mit einem klaren Plan auftrat, war für ihn wichtig, dass Union Baumgartenberg nicht aus der Linie kam. Nur zwischen der 20. und 30. Minute wurde es laut dem Trainer etwas kniffliger, weil Union Pabneukirchen eine Systemänderung vornahm. "Dass wir da nicht nervös geworden sind, sondern einfach unser Spiel weitergespielt haben und dann genau in dem Zeitraum das Tor gemacht haben, das war eigentlich der Knackpunkt", sagte Kappl. In der 32. Minute brachte Tobias Wansch Union Baumgartenberg mit 1:0 in Führung, kurz vor der Pause legte Sebastian Wansch in der 42. Minute das 2:0 nach. Noch vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Paul Kastner auf 3:0, damit hatte Union Baumgartenberg eine starke erste Hälfte auch auf der Anzeigetafel klar abgesichert.
Kappl hob nach dem Schlusspfiff vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit seiner Elf hervor. "Wir haben den Spielplan zu hundert Prozent umgesetzt", sagte er und verwies darauf, dass Union Baumgartenberg in der ersten Halbzeit viel über Ballbesitz gekommen sei und dabei variabel geblieben sei. Mal ging es über die Seite, mal mit dem hohen Ball, mal mit dem kurzen Ball in die Tiefe. Genau das sei in den vergangenen Wochen ein Schwerpunkt gewesen. Besonders zufrieden war der Trainer mit dem Zentrum: "Im Mittelfeld waren wir extrem präsent mit unseren zwei Sechsern. Die haben das richtig gut wegverteidigt." Dazu kam ein Stürmer, der sich immer wieder fallen ließ und half, Lücken zu schließen. Auch die Außenverteidiger schalteten sich offensiver ein als zuletzt. Das erste Tor von Tobias Wansch bezeichnete Kappl als "sinnbildlich", weil Union Baumgartenberg nach Ballverlust sofort wieder ins Zentrum kam und die Situation konsequent zu Ende spielte. Beim 2:0 durch Sebastian Wansch gefiel ihm, wie direkt und entschlossen der Abschluss war, beim 3:0 führte ein Ballgewinn im Mittelfeld zur Vorarbeit, ehe Paul Kastner flach vollendete. "Mannschaftlich war das eine Topleistung", sagte Kappl, "da gibt es wenig Negatives herauszufinden."
Nach der Pause bekam die Union Baumgartenberg dann doch noch einen Dämpfer, als ein Eigentor von Lukas Lang in der 70. Minute die Union Pabneukirchen auf 1:3 heranbrachte. Kappl sprach selbst von einem "dummen Eigentor", betonte aber vor allem die Reaktion seiner Mannschaft. Nur fünf Minuten später stellte Tobias Wansch mit seinem zweiten Treffer auf 4:1, und genau dieses schnelle Antworten gefiel dem Trainer besonders. "Das 4:1 war ganz, ganz wichtig. Gleich nach dem Tor, das wir gekriegt haben, ein Eckball, und da hat der Tobi mit dem Kopf das Tor gemacht", sagte Kappl. Danach verteidigte der Absteiger den Vorsprung konsequent. Lob gab es trotz der klaren Niederlage auch für die Pabneukirchener. Kappl sprach von einer "sehr organisierten Mannschaft" mit guter Kommunikation und guter Körpersprache und betonte, dass der Gegner selbst beim Stand von 0:3 oder 1:4 nicht aufgehört habe, Fußball zu spielen. Für die Union Baumgartenberg ist der 4:1-Erfolg damit ein runder Start in die neue Saison.